EXIT VR goes Assassin’s Creed: Escape the Lost Pyramid

EXIT VR goes Assassin’s Creed: Escape the Lost Pyramid

Vor einigen Monaten haben wir euch das erste Mal von Virtual Reality Escape Rooms berichtet und einige von euch werden vermutlich auch schon mitbekommen haben, dass sich kürzlich auch Ubisoft an einem solchen versucht hat. Mit Escape the Lost Pyramid dürfen Fans der Assassin’s Creed-Reihe nun zurück in die Welt von AC: Origins und sie so immersiv wie nie zu vor erleben.

Abstergo Industries, Zweigstelle Wien 15

Wien, Hütteldorfer-Straße. Wer hätte es gedacht, aber genau hier, im Herzen Österreichs, befindet sich, getarnt als „EXIT VR Vienna„, eine Zweigstelle von Abstergo Industries, die es uns ermöglicht, in die genetischen Vergangenheiten unserer Vorfahren einzutauchen. In den Fußstapfen von Desmond Miles und Co. begaben wir uns also in Vierergruppe in den Animus, um herauszufinden, was unseren Ur-ur-ur-ur-Großmüttern und -vätern einst wiederfuhr – denn immerhin gingen diese auf einer geheimen Mission in einer alten Pyramide verloren und niemand weiß, was damals genau geschah oder auch nur, was sie dort suchten …

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Schatzsuche im alten Ägypten

Am Beginn des Assassin’s Creed-VR-Abenteuers steht ein kurzes Tutorial, um die Steuerung zu verstehen. Wer VR-Spiele kennt, der wird sich hier schnell zurechtfinden: Anders als beispielsweise beim zuletzt von uns getesteten EXIT-VR-Spiel HUXLEY, läuft man bei Escape the Lost Pyramid nämlich nicht selbst durch den Raum, sondern kann sich nur auf einem kleinen Feld frei bewegen. Größere Distanzen legt man indessen mittels Teleportieren zurück. Ein Halten des Triggers ruft dabei einen Pointer-Strahl auf; alle Stellen, die ihn blau leuchten lassen, können angesteuert werden. Zum Greifen von Gegenständen zeigt ihr zunächst auf das gewünschte Objekt; leuchtet sein Umriss auf, drückt ihr, in ebenfalls VR-typischer Manier, den Trigger zum Festhalten.

Habt ihr euch mit dem Kontrollschema vertraut gemacht, geht es weiter zur Charakterwahl: Vier Spieler erkunden gemeinsam die Pyramide und müssen zusammen Rätsel lösen und sich gegenseitig dabei helfen, neue Wege frei zu machen. Damit wir uns während des Spiels also gegenseitig erkennen konnten, durften wir aus vier verfügbaren Avataren wählen und diese dann noch mit diversen Kleidungsstücken und Accessoires personalisieren.

Und dann ging es endlich richtig los: Schalter wollten gedrückt, Gegenstände platziert, Bögen geschossen und Haltegriffe beklettert werden. Was zwei Leuten unserer Gruppe dabei schnell auffiel: Auch virtuelle Umgebungen können Höhenangst auslösen und machen das Laufen auf Plattformen an digitalen Abgründen und das Hanteln über computergenerierte Schluchten womöglich sogar etwas immersiver, als einem lieb ist. Niemand kann so jedoch behaupten, das Erlebnis fühle sich nicht echt an …

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Flucht-Abenteuer mit Assassin’s Creed-Referenzen

Eines soll noch erwähnt werden: Wer sich beim Titel Assassin’s Creed VR-Erlebnisse mit Meuchelmorden und jeder Menge Assassinen- und Templer-Begegnungen vorstellt, der irrt sich. Escape the Lost Pyramid ist im Grunde ein sehr typischer VR Escape Room, dem das Assassin’s Creed-Branding bloß in kleinen, aber sehr feinen Details aufgesetzt wurde. So beginnt das Spiel im gewohnten Animus-Ladescreen, das Assassinen-Logo dient als „Ladeindikator“ während des Tutorials und am Ende wartet eine kleine Überraschung auf alle Fans der Spiele-Reihe. Wer noch nie ein Assassin’s Creed probiert hat, wird hier aber ebenso viel Freude haben – Vorwissen über irgendeinen Aspekt der Games wird weder vorausgesetzt, noch ist es in irgendeiner Weise hilfreich beim Absolvieren der Rätsel.

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FAZIT

Ich habe es schon oft erwähnt: Ich bin riesen VR-Fan – und VR Escape Rooms sind in den letzten Monaten eines meiner liebsten neuen Hobbies geworden. Assassin’s Creed: Escape the Lost Pyramid ist in dieser Hinsicht zwar durch seine Teleport-Steuerung nicht ganz so immersiv wie beispielsweise HUXLEY, hat für mich dabei aber einen anderen riesigen Vorteil: Es ist ein Assassin’s Creed-Spiel. Allein das Intro, in dem ich mich „selbst“ im Ladeschirm des Animus befand, zauberte mir schon ein riesen Lächeln ins Gesicht, und spätestens beim Ballspielen mit Piece of Eden Teil (so etwas passiert nun mal, wenn man den eigentlichen Escape Room in Rekordzeit absolviert und sich die Zeit dann noch beim Bewundern der Landschaften vertreibt), hatte ich das Gefühl, wirklich in die Spielewelt befördert worden zu sein. Wer einfach nur auf der Suche nach einem weiteren coolen VR Escape Raum ist, der wird hier garantiert seinen Spaß haben; wer obendrein noch Assassin’s Creed-Fan ist, darf sich Escape the Lost Pyramid aber auf keinen Fall entgehen lassen.

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