Anno 1404
Games | review | 25.06.09 - 10:10:15 |
Anno 1404 ist wohl das von Aufbaustrategen am meisten erwartete Spiel dieses Sommers, doch kann der Titel den Erwartungen der langjährigen Serien-Fans entsprechen? Wir sind dieser Frage genauer auf den Grund gegangen.
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ANNO 1404 ist bereits die vierte Auflage der beliebten Aufsimulations-Serie aus Deutschland und entführt euch diesmal in das Hochmittelalter im Jahr 1404. Wenn man ein wenig nachforscht entdeckt man, dass eigentlich gerade dieses Jahr zu einem der ruhigeren der damaligen Zeit zählte und wirklich prägende Ereignisse gänzlich fehlen. Doch davon ließ sich Entwickler Related Designs nicht beirren und bediente sich stattdessen bei den Ereignissen voriger und nachfolgender Jahrzehnte, wie den Kreuzzügen, der Erfindung des Buchdruckes und sogar Jeanne d’Arc, an die eine der wichtigen Figuren in der Kampagne erinnert. All das trägt dazu bei, ein grafisch opulentes und sehr detailliertes Bild des Mittelalters im Spiel darzustellen, das sich vor allem in den Städten in ANNO widerspiegelt.
Auf zu neuen Ufern!

Die Bedürfnisse eurer Bevölkerung waren noch nie so übersichtlich.
Kennern der Serie bietet sich beim Einstieg ins Spiel ein bereits gewohntes Bild, denn neben dem Endlosspiel gibt es diesmal wieder eine Kampagne und sechs Szenarien in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die auf gewohnte Art und Weise gemeistert werden wollen. In allen dreien müsst ihr zuerst eine Insel mittels eines Kontors zu der euren machen, die ersten Bauern auf ihr ansiedeln und natürlich deren Bedürfnisse befriedigen. Dies stellt nämlich den Kernaspekt von ANNO dar: Versorgt ihr eure Leute nämlich mit Fischen, Most, einem Zugang zum Marktplatz und natürlich einer Kapelle für das tägliche Gebet werden sie sehr schnell in die nächste Stufe aufsteigen und euch natürlich mehr Steuereinnahmen bescheren, was wiederum eure Finanzen stärkt und beim weiteren Ausbau hilft. Zusätzlich werden neue Gebäude frei geschaltet, wenn sich eure Bürger weiter entwickeln, die ihr auch dringend braucht um ihre neuen Bedürfnisse zu befriedigen. Der Einstieg in ANNO geht zwar sehr schnell vonstatten und auch eure Siedler werden sich schnell weiter entwickeln, doch präsentiert sich das Endgame für den wirklichen Hardcore-Spieler gleichsam sehr herausfordernd, gibt es schließlich satte 65 verschiedene Waren (im Vorgänger waren es lediglich 45). Denn um wirklich alle Gebäude im Spiel zu bekommen und eure Stadt in eine Metropole zu verwandeln haben die Entwickler herausfordernde Produktionsketten eingebaut, die verschiedenste Rohstoffe sowohl aus dem Okzident als auch aus dem in 1404 neu hinzugekommenen Orient (dazu später) benötigen und euch ein perfektes Organisieren des Warenflusses abverlangen. Die Bedürfnisse eurer Bürger seht ihr übrigens sehr schön im neuen Bedürfnissrad, in dem auch der benötigte, prozentuale Anteil der Ware angezeigt wird. Auch eine Neuerung die ihren Weg ins Spiel gefunden hat und sich wirklich sinnvoll präsentiert.
Alles ohne Cheats.
Bei Anno erhoffe ich mir halt, das im Vergleich zu Siedler wirklich noch Aufbau im Vordergrund steht.
Anno freu ich mich schon. Muss ich unbedingt spielen :)
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