Assassin's Creed 2 - Konsolenreview
Games | review | 20.11.09 - 10:48:43 |
Als das im Vorfeld hochgelobte Assassin's Creed Ende 2007 in die Läden kam, ließen sich viele nicht mehr bloß von der optischen Pracht des Spiels und der reizenden Produzentin Jade Raymond blenden, sondern blickten enttäuscht auf das magere Spielprinzip, bei dem sich eigentlich immer bloß eine Handvoll Gameplay-Elemente wiederholte. Nun übt Ubisoft Montreal Wiedergutmachung und serviert uns mit dem Sequel ein spielerisch erstklassiges Werk mit italienischem Flair.
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Was für eine Aussicht ...
Als das im Vorfeld hochgelobte Assassin’s Creed Ende 2007 in die Läden kam, ließen sich viele nicht mehr bloß von der optischen Pracht des Spiels und der reizenden Produzentin Jade Raymond blenden, sondern blickten enttäuscht auf das magere Spielprinzip, bei dem sich eigentlich immer bloß eine Handvoll Gameplay-Elemente wiederholte. Nun übt Ubisoft Montreal Wiedergutmachung und serviert uns mit dem Sequel ein spielerisch erstklassiges Werk mit italienischem Flair.
Was bisher geschah ...

Angriff aus dem Heuhaufen: Tarnung ist eben alles im Leben eines Assassinen.
Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, der möge dies allein schon der verpassten Story wegen sofort nachholen; alternativ reicht auch die Zusammenfassung, die ihr zu Beginn von AC II in Videoform geboten bekommt, bevor die Action startet: Via High-Tech-Maschinerie unternehmt ihr erneut einen Abstecher in die – genetisch in Desmond Miles gespeicherte – Vergangenheit und dürft den Werdegang des jungen Italieners Ezio Auditore da Firenze mitverfolgen. Der kommt zur Zeit der Renaissance auf die Spur einer weitreichenden Verschwörung, die ihren Ursprung in der Jahrhunderte andauernden Fehde zwischen Templern und Assassinen hat. Hinzu kommen mysteriöse Prophezeiungen, die der Story um Ezio, jedoch auch die Rahmenhandlung um Desmond, den ihr in wenigen Abschnitten auch selbst steuern dürft, dicht und spannend gestalten. Allein schon der fesselnde Plot würde eine klare Kaufempfehlung rechtfertigen, doch auch das Gameplay selbst ist im Vergleich zum Vorläufer ein riesiger Fortschritt: Musstet ihr im ersten Teil in gefühlter Dauerschleife zuerst mühsam Informationen durch kleine Aufträge, wie Belauschen oder Taschendiebstähle, einholen und anschließend den Mord an einer historisch relevanten Figur ausführen, hat Ubisoft diesmal nicht nur die Anzahl der Story- und Nebenmissions-Arten aufgestockt, auch die Einbettung in die Handlung ist deutlich besser gelungen. So müsst ihr etwa Informanten heimlich verfolgen, um den Veranstaltungsort einer verschwörerischen Besprechung herauszufinden, Briefe auf Zeitdruck überbringen oder gemeinsam mit einer Gruppe Söldner ein kleines Kastell stürmen, damit ihr euer Opfer auf dem höchsten Turm zur Strecke bringen könnt. Dabei folgen unterhaltsame Cut-Sequenzen, Kampfeinlagen und das über alles dominierende Free-Running Schlag auf Schlag und sind intelligent miteinander verwoben. Dazwischen lockern simple Wagenrennen oder Gleitflüge mit einer von Da Vincis Flugmaschinen den Spielfluss auf. Im Vergleich zu Altaïr hat Ezio in allen Belangen einfach die Nase vorn: Aufgrund der reich verzierten Gebäude der Renaissance fällt es im leichter Kirchtürme und ähnliches empor zu klettern, aber der Italiener erlernt während des Spiels auch neue Moves, die das Free-Climbing noch agiler aussehen und euch neue Orte erreichen lassen. Gleiches gilt für seine kriegerischen Fähigkeiten: Reichte es bei AC, im rechten Moment einen Konter-Angriff auszuführen, um einen Instant-Kill einzuleiten, fällt dies Ezio aufgrund der vielen neuen und schlaueren Gegner deutlich schwerer. Soldaten kontern nun selbst oder kommen stark gepanzert daher, wodurch ihr nicht daran vorbeikommt, auszuweichen oder Hämmer schwingenden Widersachern die Waffe abzunehmen, um diese gegen sie zu richten. Oder ihr ruft über die rechte Schultertaste das Inventar auf und benutzt eines der Gadgets, wie Rauchbomben oder auch eine Handvoll Münzen, um Soldaten abzulenken.
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