Champions Online
Games | review | 31.08.09 - 15:57:42 |
Geniales neues Superhelden MMO, oder doch nur Zeitvertreib? We fight for freedom, where ever there are super-villains!
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Ein frischgebackener Held.
Superhelden – egal ob sie nun Mutanten, Außerirdische oder Menschen in Hi-Tech-Anzügen, sind - es gibt sie mittlerweile wie Sand am Meer, und dass ist auch verdammt gut so. Marvel, DC, Top Cow und Co haben abertausende Helden und Bösewichte erschaffen, die uns von Kindesbeinen an begleitet haben, und es vermutlich auch weiterhin werden. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht im Internet Neuigkeiten von irgendeinem Marvel-Film oder der Ankündigung eines heißersehnten Comics hören können. Nun ist von ihren heldenhaften Taten zu lesen, beziehungsweise sie uns im Kino anzusehen, ja schön und gut – aber wer hat nicht schon einmal davon geträumt, mit Cape und Strumpfhose selbst auf Streife zu gehen? Nach City of Heroes und City of Villains bietet uns Developer Cryptic Studios nun ein neues MMO namens Champions Online, basierend auf dem Pen & Paper-RPG (ihr wisst schon, ganz ohne PC!) "Champions". Und als ob das alles das Awesome-O-Meter nicht schon genug verrückt spielen lassen würde, hat Cryptic auch noch den Entwickler-Veteranen Bill Roper (Diablo, Hellgate: London) ins Team geholt. Fassen wir also nochmal zusammen: Entwickler-Veteran Cryptic, offizielle Lizenz eines exzellenten P&P-RPGs und der großartige Bill Roper. Was fehlt da noch? Achja, ihr!
B.Y.O.S.(uperpower)

Das Bunnygirl könnte jederzeit mein Sidekick sein, wenn es nur wollte.
Ähnlich wie in Cryptics beiden älteren MMOs habt ihr auch bei Champions Online die erste riesige Hürde in Form eines der komplexesten und vielfältigsten Charakter-Erstellungs-Screens des Genres. Keine zwei Superhelden sollen sich dann im Endeffekt ähneln, zumindest wenn man mit Sorgfalt an das Erstellen eines Charakters herangeht. Natürlich wird es wieder ein paar lustige Gamer geben, die den Muskelregler ganz aufdrehen, den Größeregler auf das absolute Minimum und ihren Helden in ein Tütü mitsamt Hasenohren stecken werden – aber das ist glücklicherweise das typische Worst-Case-Scenario, auch wenn es im Ansatz wiederspiegelt, wie mächtig der Character-Creator wirklich ist. Persönlich habe ich mich natürlich für einen Wikinger-artigen Hühnen mit langen Haaren und in rot-schwarzer Rüstung entschieden. Man kann seinem Avatar aber auch genau so gut Echsenkrallen oder einen Katzenschweif verpassen, einem wirklich beeindruckenden Spektrum an Auswahlmöglichkeiten sei Dank. Aber hier endet eure Chance den Helden anzupassen noch nicht: Selbst die Art, wie sich der Held dann bewegt und wie sich seine Kräfte manifestieren (Farbe, etc) darf verändert werden. Das Kampfsystem selbst würde wohl eher in ein Action-Spiel als ein MMO passen – aber genau das macht es ja auch so attraktiv für die von Auto-Attacken und fünfzig Aktionsleisten am Screen geplagten Gamer dort draußen: Actiongeladen, schnell und Adrenalin-treibend prügelt ihr euch mit schnellen Klicks mit den Maustasten durch die Gegend. Gegenstände können aufgehoben und geworfen werden, während herumliegende Alien-Blaster und dergleichen ebenfalls eingesetzt werden dürfen (wenn auch nur kurzzeitig). Das Ganze fühlt sich irrsinnig intuitiv an, und stellt die Kampfsysteme anderer MMOs mit Leichtigkeit in seinen Schatten. Besiegte Gegner lassen (neben Items) auch noch verschiedenfarbige Kugeln fallen, deren restorativer Effekt besonders in längeren Bosskämpfen sehr nützlich sein kann.
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