The Book of Unwritten Tales
Games | review | 07.04.09 - 14:20:28 |
Manche Geschichten wurden einfach noch nie erzählt, auch wenn sie es wert wären. So auch die Geschichte vom kleinen Gnom Wilbur Wetterquarz, der völlig überraschend seinen Wunsch nach Abenteuern erfüllt bekommt und gemeinsam mit drei anderen Charakteren die Welt Aventásia retten darf. Endlich ein würdiger Nachfolger von Monkey Island und Co. oder doch nur ein weiteres mattes Adventure? Lest selbst!
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Eine schicksalshafte Begegnung: MacGuffin übergibt den Ring an Wilbur.
An manchen Tagen geht einfach alles schief: Eigentlich wollte die Elfenprinzessin Ivo nur harmlos (und, wie sie selbst sagt, leicht bekleidet) durch die Gegend spazieren, doch sie wird Zeugin, wie der Gremlin MacGuffin (erinnert in Sachen Aussehen an Yoda, benimmt sich aber eher wie Indy im Greisenalter) entführt wird. Was macht eine brave Elfe? Helfen natürlich! So erfährt sie, dass der Forscher eine schreckliche Entdeckung gemacht hat – nämlich den Fundort eines Artefakts, das im momentan herrschenden Krieg den Sieg für eine der beiden Seiten bedeuten könnte. Nicht auszudenken, wenn MacGuffins Entführer von der Schattenarmee diesen Schatz in ihre Hände bekommen! Ivo greift dem Archäologen bei der Flucht unter die Arme, kann allerdings nicht verhindern, dass der grünhäutige Mann bald erneut geschnappt wird. Doch vor seiner erneuten Festnahme hat der Forscher die Zukunft der Welt in kleine Hände gelegt: Wilbur Wetterquarz, das schwarze Schaf einer Gnomfamilie, wird zum Träger von MacGuffins Ring. Ob der Erzmagier in der fernen Stadt Wilbur helfen kann?
Klischees und Parodien

Jahrhunderte im Sarkophag können schon mal für Wahnsinn sorgen ...
Vielleicht ahnt ihr es schon anhand der kurzen Zusammenfassung des Anfangs der Story: The Book of Unwritten Tales ist kein bierernstes Adventure, sondern sieht sich vielmehr in der Tradition von Spielen wie Monkey Island und Day of the Tentacle, die mit viel Humor und einer unterhaltsamen Story das Puzzeln versüßten. Oft genug ging das Vorhaben, diesen großen Vorbildern nachzueifern, gehörig in die Hose – umso erfreulicher, dass BoUT in diesem Aspekt voll und ganz überzeugen kann. Sicher, Humor ist immer Geschmackssache, aber bei unserem Test konnten wir ein paarmal das Lachen nicht zurückhalten. Dafür sorgen etliche wunderbare Parodien und Dialoge, die sich auf die moderne Popkultur, berühmte Geschichten wie „Herr der Ringe“ oder „Discworld“ und sogar auf die Konkurrenz beziehen. Beispiel gefällig? Noch relativ am Anfang des Spiels muss Wilbur zwei Personen zurück in ihre Geschäfte bringen. Leider sind die beiden allerdings dem Spiel "World of Bureaucracy" verfallen und beschäftigen sich lieber mit Steuererklärungen und Kurzparkscheinen als mit der echten Welt. Zugegeben, das erinnert ein wenig an die Rollenspielerrunde aus Simon the Sorcerer 2, ist aber trotzdem wirklich witzig umgesetzt. Was die beiden schlussendlich vom Spielen abbringt, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten – selbst spielen!
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