Left 4 Dead
Games | review | 18.11.08 - 00:01:00 |
Rette mich wer kann!

Seid ihr tot, heißt es für eure Freunde die Daumen drücken.
Wie auch immer steht das „Coop“ hier aber natürlich nicht nur einfach dafür, dass man das Spiel halt auch zu viert spielen kann, sondern will vermitteln, dass Teamplay ganz ungeheuer wichtig ist! Das selbstverständlichste für euch sollte während dem Spielen von Left 4 Dead also sein, zusammen zu bleiben und sich regelmäßig mit seinen Kollegen abzusprechen. Gelegenheiten dazu bieten nicht nur die oft sehr verschachtelten Levels, die man mit seinem einem Paar Augen schlichtweg gar nicht allein komplett im Blick behalten kann, sondern auch die sogenannten Boss-Infected, die den ordinären Zombies einiges voraus haben: Spezielle Kampftechniken, die dem bloßen „schnell auf den Gegner zulaufen und dann auf ihn eindreschen“ der normalen Infected deutlich überlegen sind. Da wäre zum Beispiel der Smoker – ein äußerst pickliger Geselle mit einem schlimmen Rauchproblem (ohne dafür Zigaretten zu benötigen), der mit seiner bei Bedarf auch mal dutzende Meter langen Zunge Opfer schnappen und verschleppen kann, bis sie dann entweder an einem Objekt oder einer Häuserkante hängenbleiben, oder er sie bis ganz zu sich gezogen hat, um sie ordentlich zu verdreschen. Dann wäre da noch der Hunter, der unglaublich weit springen kann und so mit Vorliebe seine Opfer umwirft, um dann auf ihnen hocken zu bleiben und mit aller Kraft seine Klauen in ihr Fleisch zu rammen. Weit weniger agil gibt sich der Boomer, ein Infected mit einem nicht zu übersehenden Gewichtsproblem, der bei Beschuss explodiert und dessen Gallensaft magische Anziehungskraft auf die restlichen Infected auswirkt, womit er Überlebende gerne mal ankotzt (das lässt sich einfach nicht schön-schreiben…) um so Horden von Zombies auf sie zu hetzen. Und zu guter Letzt hätten wir da noch den Tank: einen über und über mit Muskeln überwucherten Gesellen, der seine Opfer mit einem einzelnem Schlag in hohem Bogen durch den Raum schleudern, und außerdem ganze tonnenschwere Brocken aus dem Boden reißen, und um sich werfen kann. Warum sollte man sich wegen diesen Typen absprechen? Ganz einfach: Wer von einem Hunter oder Smoker angegriffen und erfolgreich gefesselt oder niedergedrückt wird, kann sich selbst nicht mehr helfen. Wer von einem Boomer ange… na ihr wisst schon wird, hat nicht nur eine Anziehungskraft auf Infected wie der Sommerschlussverkauf auf so manche Frauen, sondern sieht auch durch die über und über auf ihm verteilten Magensäfte so gut wie nichts mehr – braucht also dringend Unterstützung. Und beim Tank… nun – eines der die meisten Punkte bringende Achievement im Spiel ist „Töte einen Tank ganz allein“… in um die 30 Stunden Spielzeit hat es keiner der sechs Gaming-Journalisten geschafft, dieses Achievement freizuschalten. Noch Fragen? Er schluckt erwiesener Maßen (ich habe es ausprobiert) mehr als drei komplette Magazine aus einem Sturmgewehr… wenn man ihn davor mit einem Molotov-Cocktail in Brand gesetzt hat, braucht selbst aber nur um die fünf, sechs Schläge, um bei einem von vorigen Kämpfen gezeichneten Survivor das Licht auszuknipsen. Konzentrieren also nicht alle vier Spieler ihr Feuer auf einen umherwütenden Tank, ist die Partie so gut wie vorbei. Aber auch wenn, ist es fast ausgeschlossen, dass der Tank keinen schweren Schaden in der Gruppe anrichtet. Zum Glück gewähren euch die Entwickler allerdings die Möglichkeit, neben einer Haupt-, einer Sekundär-Waffe, einer Granate (bzw. einem Molotovcocktail) auch Schmerzpillen und ein Med-Kit mitzutragen, die dem klassischen Health-Bar wieder füllen können. Finden könnt ihr all dieses Zeug übrigens entweder irgendwo in den Levels, oder aber in den Safe-Zones, die euch sowohl ganz zu Beginn einer Kampagne, aber auch immer wieder mal zwischen durch erwarten.
Dafuer das ich am Anfang so skeptisch gewesen bin... einfach WOW !
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