Left 4 Dead
Games | review | 18.11.08 - 00:01:00 |
Schreckens-Direktor

Gemeinsam kann man das schönste Blutbad anrichten
Wo allerdings diese zufällig positionierten Gegenstände zu finden sind, ist von Spiel zu Spiel ebenso unterschiedlich, wie die Tatsache wann euch wo, welche Zombies in welcher Anzahl erwarten. Das wird nämlich alles von einer globalen KI, genannt „Director“ geregelt, die in unseren Testsessions auch am dritten Test-Tag bei Valve in Seattle noch dafür sorgte, dass selbst bekannte Kampagnen für uns immer wieder eine neue Erfahrung bereithielten. Habt ihr eine Kampagne also schon mehrmals durchgespielt, was übrigens ca. zwei Stunden aufwärts dauern sollte, je nachdem wie oft ihr scheitert, werdet ihr zwar genau wissen wos lang geht, aber keine Ahnung haben wann euch wo, welche Gegner erwarten. Die Spannung geht also nie verloren. Und auch die Schockmomente kommen natürlich auch nach längerer Zeit nicht wirklich zu kurz, auch wenn L4D nicht auf die klassischen „BUH!“-Manöver setzt wie zum Beispiel ein FEAR oder Dead Space. Hier ist es eher die Panik und der Stress, der für hohen Blutdruck sorgt, wenn irgendein Depp schon wieder auf das eine Auto geschossen hat, auf das man nicht schießen sollte, weil sonst die Alarmanlage eine gigantische Horde von Zombies anlockt (wir reden hier übrigens von geschätzten Größenordnungen um die 80, 90 oder 100 Stück), die aus allen Richtungen auf einen einströmen, während man verzweifelt einfach den Finger am Auslöser der Waffe lässt und mit aufgerissenen Augen in die Meute hält. Oder aber das plötzliche Gefühl des Unbehagens, wenn man die klassischen und schnell gut erkennbaren Geräusche eines speziellen Boss-Infected hört, ihn aber nicht sieht. Oder aber dieses panische Gefühl der Hilflosigkeit, wenn man etwas zurückgefallen ist und plötzlich von einem kreischenden Hunter von den Beinen geholt und langsam auseinandergenommen wird, während einem immer gewisser wird, dass die Kollegen es nicht rechtzeitig zu einem schaffen werden. Am mitunter unangenehmsten ist aber das Gefühl, dass das Auftauchen einer ganz bestimmten Melodie auslöst, die immer ertönt, wenn der letzte Boss-Infected ins Spiel kommt, den wir euch vorhin noch verschwiegen haben: Die Witch. Sie ist eine im Grunde recht unscheinbar wirkende Untote, die irgendwo im Level platziert wird, und dort nur rumsitzt und leise vor sich hin weint… solange man sie nicht reizt. Erstes Gebot also wenn man sie hört: Taschenlampen ausschalten! Auf Licht steht sie nämlich nicht. Außerdem sollte man natürlich versuchen ihr nicht unbedingt eine Kugel in den Körper zu jagen, oder ihr zu nahe zu kommen. Und wenn, dann bitte nur geduckt und auf leisen Sohlen. Laute Geräusche mag sie nämlich ebenso wenig wie Licht. Warum man so unglaublich vorsichtig sein sollte? Ganz einfach: Ist sie erstmal sauer, rast sie mit einem Höllentempo auf ihren „Anstichler“ zu und wischt ihm eines mit ihren gut 30 cm langen Krallen – woraufhin dieser arme Thor augenblicklich zu Boden geht. Mit dem Sinken der Lebensanzeige auf Zero ist das Spiel aber noch nicht vorbei für euch! Ihr könnt euch immer noch mit einer oder zwei Pistolen in der Hand verteidigen, bis eure schwindende Lebensenergie endgültig auf Null gesunken ist, oder euch ein Kollege hochhilft. Doch wer am eigenen Leib erfahren will, wie sich das Spielen von L4D genau anfühlt, sollte sich am besten einfach schnellstmöglich die Demo besorgen, die seit Mitte November zur Verfügung steht…
Höhepunkt einer jeden Kampagne ist jedenfalls immer das Finale, in dem ihr erst per Funk um Rettung bittet, und darauf so lange aushalten müsst, bis ihr auch wirklich abgeholt werdet – was bis zu einer halben Stunde dauern kann. Je nachdem welchen der vier Schwierigkeitsgrade ihr gewählt habt, und welche Kampagne ihr gerade zockt. In jedem Fall aber wird das Spiel hier eine Infected-Welle nach der anderen in eure Richtung schicken – Jede Menge Boss-Infected inklusive. Wirklich keine leichte Aufgabe, zumal ihr absolut nirgends vor den auf euch einstürmenden Horden sicher seid. Türen sind für sie nämlich auf Dauer ebenso wenig ein Hindernis, wie es Mauern oder andere hohe Hindernisse sind, da die Gesellen alle ziemlich gut klettern können.
Dafuer das ich am Anfang so skeptisch gewesen bin... einfach WOW !
Nur registrierte und eingeloggte Benutzer können Kommentare schreiben.