Left 4 Dead
Games | review | 18.11.08 - 00:01:00 |
In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben wir in Spielen, vor allem aber Filmen vieles über Zombies gelernt: Zum Beispiel dass sie strunzdumm, und weder wirklich lebendig, noch wirklich tot sind. Außerdem "wissen" wir, dass das, was auch immer sie befallen hat, ansteckend ist und ihre Körper teilweise zerfrisst, zumindest aber entstellt, wodurch sie nicht nur untot, sondern auch noch potthässlich sind. All das trifft auch auf die sogenannten Infected zu, auf die ihr in Left 4 Dead treffen werdet. Nur eine Sache, die uns Spiele beigebracht haben, solltet ihr ganz schnell wieder vergessen: Dass sie langsam sind!
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Einer für alle…

Eine Warnung an alle Zombie-Jäger...
Doch lassen wir die stinkende Zombie-Horde mal einen Moment bei Seite und werfen einen Blick aufs Wesentliche: Was für ein Spiel ist L4D eigentlich? Nun, zum einen ist es zweifelsohne ein Shooter! Und zwar ein Coop-Shooter! Will heißen: Ihr seid stets in einem Team unterwegs, das idealer Weise aus vier menschlichen Spielern bestehen sollte. In der Zusammenarbeit dieser vier Individuen liegt nämlich die Hauptmotivation des Spieles begraben. Zockt ihr also allein, ist das zwar nicht wirklich schlimm, da dann einfach die KI die drei Kollegen übernimmt, aber irgendwie schade, da euch dadurch eine ganze Menge des Spaßpotenzials entgeht, das eigentlich in dem Titel steckt. Irgendeinen großartig aufwendigen Single-Player-Modus samt ausgetüfftelter Story, tiefer Dialoge oder überraschender Wendungen gibt es nämlich nicht. Stattdessen erwarten euch vier Kampagnen zu jeweils fünf Abschnitten, die allesamt eine einzelne Grundhandlung haben: Irgendwie erfahrt ihr davon, dass es irgendwo eine Rettungs-Zone gibt, in der Überlebende der mysteriösen Seuche, die zu all dem hier geführt hat, geborgen werden können. Nun ist es euer Job, dort hin zu gelangen. Aus. Mehr gibt es hier nicht zu erzählen. Außer vielleicht, dass die Kampagnen allesamt mit diversen Anspielungen auf Zombie-Film-Klassiker wie "Dawn of the Dead", "Braindead" oder ähnlichem garniert sind.
Klang bis jetzt ziemlich abwertend? Sollte es nicht! Wir wollten nur klarstellen, was Left 4 Dead genau ist, da diverse Gespräche in Foren oder Ähnliches öfter mal darauf schließen ließen, dass einige von euch sich hier etwas anderes erwartet haben, als was L4D wirklich ist. Nämlich ein erstklassig gemachter, Adrenalin-pumpender, spannender und überraschend viel Tiefe bietender Shooter mit exzessiv starkem Multiplayer-Fokus! Denn wie schon gesagt: Hauptfeature des Spieles ist der sich hinter dem Menüpunkt „Kampagne“ versteckende „Jump in / Jump out“-Coop-Modus des Spieles, den ihr einfach bei euch daheim starten könnt, und dem – sofern ihr nichts anderes eingestellt hab – jederzeit ein anderer L4D-Zocker dieser Welt beitreten kann. „Jump in / Jump out“ bedeutet nämlich nichts anderes, als dass jederzeit ein Spieler die Rolle einer der drei neben dem Host herlaufenden KI-Kameraden übernehmen, diese allerdings auch jederzeit wiederverlassen kann, so er entweder keine Lust mehr hat, oder mal schnell zum Telefon oder sonst wo hin muss. In letzterem, kurzfristigen Abwesenheitsfall steht einem die Pausenoption „Pause machen“ zur Verfügung, bei der zwar die KI die Kontrolle über die eigene Figur übernimmt, man allerdings dennoch im Spiel bleibt und jederzeit wieder „in seinen Charakter einsteigen“ kann.
Dafuer das ich am Anfang so skeptisch gewesen bin... einfach WOW !
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