Machinarium
Games | review | 30.10.09 - 13:09:40 |
Das tschechische Entwicklerteam Amanita Design ist für seine außergewöhnlichen Flash-Games, vor allem das kostenlose Samorost und seine Fortsetzung, bekannt. Mit Machinarium liefern die Entwickler zusammen mit Daedalic ihr erstes Spiel für den Einzelhandel ab.
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In der Welt der Maschinen

Wie geht's denn hier nur weiter?
Der kleine Roboter Josef lebt in einer Stadt von Maschinen. Als er sich unverhofft und in seine Einzelteile zerlegt am nahegelegenen Schrottplatz wiederfindet ist er auf unsere Hilfe angewiesen. Mit einigen Mausklicks lassen wir Kopf und Körper zwecks Wiedervereinigung zusammenhoppeln, ein Müllhalden-Bewohner tauscht unser fehlendes Bein gegen ein anderes Stück Abfall ein. Schlussendlich finden wir auch das letzte fehlende Körperteil wieder und machen uns, wieder ein vollständiger Roboter, Richtung Stadt auf. Unser Ziel: Herauszufinden wer uns eigentlich zu Altmetall verarbeiten wollte und warum. Die Antwort: Böse Robot-Schurken haben einen Anschlag vor und wollen den Turm des Bürgermeisters zerstören! Das kann Josef natürlich nicht zulassen und muss versuchen die Bösewichte aufzuhalten. Wer die Mini-Games der Entwickler kennt weiß bereits, dass sie einen einzigartigen und unverwechselbaren Grafikstil haben. Auch in Machinarium wirkt jeder Schauplatz und jede Figur von Hand gezeichnet, dabei aber unfertig und fast kindlich, was dem ganzen aber auch einen ganz eigenen Charme verleiht. Das Spiel basiert auf Flash, wenn der Rechner also mit dem Alltag des Internetsurfens klar kommt ist man hardwaretechnisch schon fast auf der sicheren Seite. Gesteuert wird vorwiegend mit der Maus und es gilt wie bei jedem anderen Adventure Objekte und Gegenstände zu finden mit den man interagieren kann bzw. die sich zu etwas vielleicht Nützlichen kombinieren lassen. Besonders bei Rätseln die mit der Umgebung arbeiten kommt uns Josefs Robotnatur zu Gute: Er kann sich größer bzw. kleiner machen indem er seinen Oberkörper wie ein Teleskop ausfährt oder zusammenschiebt, verliert dabei aber an Bewegungsgeschwindigkeit weshalb man bei zeitkritischen Rätseln gelegentlich vordenken muss. Auch seine Arme lassen sich zum Greifen weit entfernter Gegenstände ausfahren. So ausgerüstet haben sich die Entwickler natürlich einige anspruchsvolle aber auch witzige Puzzles ausdenken können – einem Robotvogel wird es zum Beispiel zum Verhängnis, dass er jede unserer Bewegungen nachmacht. Weiß man einmal wirklich nicht weiter darf man auf die ebenfalls in dieser Form einzigartige Hilfefunktion zurückgreifen. Einen einfachen Tipp – Josef macht sich „Gedanken“ darüber was er in der aktuellen Szene erreichen will – gibt es noch kostenlos. Für detaillierte Hilfe muss man sich aber ins Zeug legen, das integrierte Lösungsbesuch ist nämlich gut gesichert. Um es zu öffnen muss man in einem eigenen Mini-Game einen Schlüssel durch ein Labyrinth von Monstern navigieren. Erreicht man das Ziel – das Schlüsselloch – öffnet sich das Buch und detaillierte Skizzen beschreiben den Lösungsansatz. Herrlich schräg, aber bei Weitem nicht das Beste was das Spiel zu bieten hat!
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