Mass Effect 2
Games | review | 26.01.10 - 09:00:00 |
Eine Geschichte von Leben und Tod. Eine uralte Gefahr. Und nur ein Mann (oder Frau) kann der Galaxis helfen. Willkommen zurück, Commander Shepard!
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Zwei Jahre ist es nun schon wieder her, seit wir das erste Mal Commander Shepard begegneten, in BioWares bombastische Space-Saga Mass Effect eintauchten, und begeistert aus dem All zurückkehrten. Nun ist es endlich soweit: Teil zwei der Trilogie kommt in die Läden – kann uns BioWare erneut an den Bildschirm fesseln, wie es ihnen vor zwei Jahren gelang? Achtung: Spoiler über die ca. ersten drei Stunden der Handlung voraus!
Tod …

Das Spiel beginnt äußerst ... explosiv.
Kurz nach den Ereignissen aus Teil eins: Commander Shepard ist auf Mission mit seinem Schiff, der Normandy, als ein Angriff das Raumfahrzeug fast vollständig zerstört. Heldenhaft versucht der Commander, seine Crew zu retten, was euch gleichzeitig als kleines Tutorial dient. Nicht dass dies wirklich nötig wäre, die Steuerung zu erklären, denn Mass Effect 2 steuert sich nicht anders als viele Third-Person-Shooter: Auf dem PC dient euch WASD zum Bewegen eurer Spielfigur, mit der Maus dreht ihr die Kamera und bestimmt, wohin ihr mit eurer ausgewählten Waffe – so ihr sie in diesem Gebiet einsetzen könnt – schießt. Einige kleinere Änderungen gibt es allerdings im Tastaturlayout, sodass beispielsweise nunmehr die Leertaste zum Nutzen von Gegenständen benutzt wird, anstatt wie zuvor ‚E‘ oder ‚Enter‘ – wen das allerdings stört, kann natürlich seine Tastenbelegung verändern. Auf der Xbox 360 wartet ebenfalls ein bekanntes Bild auf euch, sodass ihr schnell alle Buttons intus habt, die ihr benötigen werdet (trotzdem halten wir die PC-Version für einen Tick komfortabler). Habt ihr diesen ersten Abschnitt überstanden, kommt es zu einem Zwischenfall, der Shepard in den Weiten des Alls ohne Chance auf Überleben stranden lässt. Ist das das Ende unseres Helden, noch bevor Teil zwei richtig begann?
… und Wiedergeburt

Schon bald seid ihr wieder im Einsatz und übt so nebenbei eure Kampffähigkeiten.
Zwei Jahre später schlüpft ihr erneut in die Rolle von Commander Shepard. „Wieso?“, fragt ihr? Ganz einfach: Cerberus, eine Pro-Mensch-Splittergruppe, die manchen von euch wohl aus dem Vorgänger bekannt ist, hat im sogenannten Projekt Lazarus keine Kosten und Mühen gescheut, den Commander wieder ins Leben zurückzuholen. Spieltechnisch bedeutet dies vor allem eines: Auch wenn ihr eure Spielfigur aus dem Vorgänger übernommen habt, könnt ihr ihn an diesem Punkt der Handlung neu erschaffen, ihm ein neues Gesicht und sogar eine neue Klasse verpassen. Von letzteren gibt es deren sechs in Mass Effect 2, die sich in zwei Gruppen aufteilen: Der Soldat, Experte und Techniker sind Spezialisten auf ihren spezifischen Gebieten, nämlich den Kampf-, Biotik- respektive Techfertigkeiten, während der Infiltrator, der Frontkämpfer und der Wächter ihre Fertigkeiten auf jeweils zwei dieser Gebiete aufteilen. Spieler von Teil eins werden schon recht genau wissen, welche Klasse ihnen spielerisch am Besten liegt, alle anderen sollten aufmerksam die Klassenbeschreibung lesen, um die passende Wahl für ihren Spielstil zu treffen, schließlich beeinflusst eure Entscheidung nicht nur, welche Waffen ihr nutzen könnt, sondern auch, welche Fähigkeiten euch zur Verfügung stehen. Die letzte Wahl, vor der ihr steht, gibt eurer Figur ein wenig Hintergrund – wo kommt ihr her, wie seid ihr zum Helden geworden? Auch hier wissen jene, die den Vorgänger kennen, dass das nicht nur eine sinnlose Entscheidung ist, sondern durchaus ihre Konsequenzen haben kann.
Charakterrecycling

Wer nicht gut auf sich aufpasst, wird diesen Screen zu oft sehen.
Schon vorhin haben wir es angesprochen: In Mass Effect 2 könnt ihr euren Spielstand aus Teil eins übernehmen. Dadurch ist es euch möglich, sowohl Aussehen als auch Klasse beizubehalten (was ihr allerdings, wie ebenfalls schon erwähnt, nicht müsst), sondern vor allem auch eure Entscheidungen aus dem Vorgänger Einfluss auf das Spiel nehmen zu lassen. Wen habt ihr gerettet? Wen geliebt? Das alles kann Einfluss auf den Spielverlauf haben - und zwar so deutlich, dass es sich rentiert, mehrere verschiedene Spielstände auszuprobieren, um die Unterschiede zu bewundern. Außerdem könnte mehrmaliges Durchspielen im Hinblick auf Mass Effect 3 interessant werden, denn dieses soll Entscheidungen aus beiden Vorgängern berücksichtigen. Ein weiterer Vorteil: Als Held mit Erfahrung startet ihr mit einem Levelbonus ins Spiel.
@Young Guns: Da geb ich dir recht - in Zeiten, in denen Shooter einfach ein dominantes Genre sind, sicher eine gute Designentscheidung. Allerdings kam ich mir als Rollenspieler ein wenig vor wie beim Release von BioShock - ich hab mir damals ein Spiel wie System Shock (2) erwartet und bekam einen Shooter. Mass Effect 2 hat aber natürlich noch mehr Rollenspielanteile, und die Story ist über jeden Zweifel erhaben. Für mich persönlich hat das Spiel allerdings ein wenig zu viel von einem Shooter angenommen - Stichwort: Ich lauf in eine Arena, suche Deckung und baller mal alle Gegner nieder. Aber gut, persönliche Einstellung - ich find Shooter ja generell eher zum Gähnen, und Mass Effect 2 ist da für mich persönlich die große Ausnahme, weil ich trotzdem nicht aufhören konnte - "Eine Mission geht noch!". Da sieht man, was Story und Atmosphäre ausmachen.
Ich bin über mehr Actionlastigkeit sehr erfreut
Mh ... da kann ich jetzt garnicht weiterlesen. ^^
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