Overlord II
Games | review | 22.06.09 - 12:09:44 |
Die Schergen brauchen einen neuen Overlord, und wir springen natürlich in die Bresche. Wie schlägt sich Overlord II, und was haben die Schergen so in eurer Abwesenheit getrieben?
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Taut ihn auf, taut ihn auf! Wir brauchen 'nen neuen Overlord!
Ich will weder Held noch Jedi sein – nein, brav zu sein ist langweilig. Rette diese Maid, töte jenes böse Ungeheuer, beschütze dieses Dorf, rette die Welt? Hab ich alles schon hinter mir, und lasst mich euch sagen, langsam hängt es mir zum Hals raus. Viel lieber will ich zerstören, töten, zerstückeln, metzeln - Unheil, Chaos, Verderben, ab ins Schlachtengetümmel …
[Wir unterbrechen dieses Review damit Ben sich beruhigen kann.]

Schilde? Spathas? Hah! Vorwärts, meine Schergen!
Whoops, sorry. Also, wo waren wir? Genau. Der Overlord ist zurück, und seine Schergenhorden folgen ihm immer noch so loyal wie eh und je! Wer den ersten Teil gespielt hat, der weiß. dass es den vorherigen Overlord nicht mehr gibt. Eine gewaltige magische Explosion hat dafür gesorgt, dass er und sein Turm, sowie alles in einem (grob geschätzten) Radius von fünf Kilometern, sich praktisch desintegriert hat. Die Verwüstung war von solch verheerendem Ausmaß, dass ein junger Kaiser die aus ihr resultierende Angst nutzen konnte, um sein eigenes Reich auszubreiten und jeden einzelnen Sterblichen dazu bewegen konnte, Magie zu fürchten und zu verabscheuen. Das Resultat ist eine Art römisches Reich, welches nun gezielt sämtliche magischen Kreaturen entweder einfängt, oder tötet. Als die Legionäre auch an die Tores des Dorfes unseres neuen Junior-Overlords (richtig süß, mit stacheliger Fellmütze und rot-glühenden Äuglein) anklopfen, gelingt es ihm gerade noch mit der Hilfe seiner neugefundenen Schergen zu fliehen. Natürlich unterwirft er sich der äußerst boshaften Erziehung und wird hinterher zum einzig wahren, so richtig schön bösen neuen Overlord! Und weil zu einem ausgewachsenen Overlord auch ein Turm des Bösen gehört, erhält er diesen auch – bloß hängt der kopfüber, in der Unterwelt. Aber anders würden wir ihn uns auch gar nicht wünschen, nicht wahr? Von Lavaflüssen umgeben, aus schwarzem Basalt bestehend, und mit hübsch vielen Stacheln. Passend dazu gibt es natürlich wieder eine Schmiede, in der ihr durch Gold, Edelsteine und geopferte Schergenseelen neue (und bessere) Waffen, sowie Ausbauten für euren Turm erlangen könnt. Und spätestens wenn man den blauen Schergen „Norbert“ im Sensenmann-Kostüm gesehen hat, der auf Wunsch tote Schergen aus dem Seelenfluss zieht, weiß man dass die Story von Terry Pratchetts Tochter, der meisterhaften Jung-Autorin Rhianna Pratchett, geschrieben wurde.
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