Persona 4
Games | review | 11.03.09 - 15:55:19 |
Scooby-Dooby-Chan

Verbrechen aufdecken, schicke Brillen tragen und gleichzeitig bösen Gedanken den Hintern versohlen! Exzellent!
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird in Persona 4 der Wechsel vom gewöhnlichen japanischen Schulleben zum Dungeoncrawling mitsamt rundenbasierten Kämpfen nicht mehr von Mondphasen, sondern vom Wetter bestimmt – welches sich natürlich beinahe täglich ändert. Wenn nun einer eurer Mitschüler im Midnight Channel gefangen ist – was sich in der realen Welt durch nebeliges Wetter äußert - müsst ihr ihn oder sie retten, bevor eine fixe Anzahl von Tagen verstrichen ist. Solltet ihr das nicht schaffen, heißt es Game Over und die Mission beginnt wieder von vorne. Einem versierten Persona-Spieler kann aber eigentlich kaum langweilig werden – speziell weil es einem so leicht fällt, sich gänzlich in der Welt von Persona 4 zu immersieren. Wie es sich für Schüler von heute gehört, schlagt ihr euch neben fiesen Kreaturen auch mit allerlei Lernstoff herum, trefft Freunde, geht shoppen, sucht euch einen Teilzeitjob oder knüpft auf dem Schulhof neue soziale Kontakte. Diese Alltagsaktivitäten beinhalten einige Mini-Games, wie das für japanische Spiele unumgängliche Angeln, und machen nicht nur Spaß, sondern steigern zudem euren Charakter-Status oder verhelfen euch zu neuen Items. Für all das habt ihr übrigens volle 365 Ingame-Tage Zeit – mehr als genug, um Persona 4 in euer Herz zu schließen.
Immer noch schön

Hier seht ihr eine der Personas.
All seiner Pluspunkte in Sachen Gameplay zum Trotz rangiert das (rein englische) Voiceover von Persona 4 irgendwo zwischen „ganz passabel“ und „habe meine Emotionen bei der Gaderobe für eng-anliegende Schuluniformen abgegeben“. Exakt jene Art von Sprachtalenten, die in englischen Fassungen gewisser Anime kampfhaft versuchen japanisch zu klingen, und dabei abgrundtief versagen sind anscheinend auch in Persona 4 am Werke – obwohl die Dialoge sich (bis auf ein paar unvermeidbare Direktübersetzungs-Schnitzer) durchaus sehen lassen können. Grafisch ist Persona 4 nicht unbedingt auf dem Gipfel der PS2-RPGs angesiedelt, wurde dafür aber mit jeder Menge Anime-Sequenzen und beeindruckenden animierten Artworks durchsetzt. Die Hintergrundmusik besteht aus fetzigem Nippon-Rock und -Pop, der sich jedoch auf Dauer - zumindest für meinen ohnehin schon Japano-orietierten Geschmack - zu oft wiederholt.
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