Persona 4
Games | review | 11.03.09 - 15:55:19 |
Schüler haben es nicht leicht: Prüfungsstress, machthungrige Lehrer, unsympathische Kollegen und eine lange Liste an Hausaufgaben; da bleibt eigentlich kaum Zeit zum Fernsehen – was im Fall von Persona 4 vielleicht auch besser wäre.
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Kirschblütensaison! Während diesen paar in Japan wunderschönen Tagen beginnt
Persona 4.
Schon seit dem ersten Teil folgen die Persona-Spiele einer fixen, von bekennenden Fans geliebten Formel: Schüler bei Tag, Monsterjäger bei Nacht – oder um es noch genauer zu sagen: Klassische J-RPG-Elemente im Zusammenspiel mit Dating-Sim-Inhalten. Im vierten Teil übernehmt ihr die Rolle eines (bis auf ein paar Antwort-Auswahlmöglichkeiten stummen) Jungen, der aus der großen Stadt an einen kleineren Ort zieht und sich dort erstmal einleben muss. Ein Onkel und dessen Tochter, die er beide kaum kennt, sowie ein breit gefächertes Ensemble an Schulkollegen (von denen einer übrigens zweimal während der ersten zehn Spielminuten einen kritischen Treffer in die Weichteile abbekommt - sein einziger Trick) erwarten ihn im malerisch-myteriösen Dorfe Inaba. Jedenfalls dauert es nicht sonderlich lange, bis die erste Leiche von irgendeiner Fernsehantenne baumelt – ein schockierendes Ereignis für Held [Name-Hier-Einfügen] und seinen Kader von mit anime-typischen Eigenschaften (energetisch, tollpatschig, scheues Mädchen, et cetera.) versehenen Freunden. Kurz darauf erfahrt ihr von dem sogenannten Midnight Channel, einem dämonischen TV-Signal, welches sich nur an verregneten Tagen um Mitternacht zeigt. Der Midnight Channel entführt euch in die Psyche eines Mitschülers, in welcher ihr dann mit Schwert und Magie dessen Ängste besiegen müsst, die sich als Schatten zeigen. Dies ist auch der Ort, an welchem ihr eure Persona beschwören könnt: mächtige, die Seele des Beschwörers wiederspiegelnde Verbündete im Kampf gegen das Böse, welche die Form von beeindruckenden Monstern annehmen. Ein großer Lichtblick im Vergleich zum ersten Teil ist, dass die Dungeons selbst nicht mehr riesige, 200-Level umfassende Gebilde sind. Nein, der Tartarus - so wurde das Monsterdungeon genannt - gehört mit dem vierten Teil offiziell der Vergangenheit an. Nun sind die Level auf den jeweiligen Mitschüler zugeschnitten, und spiegeln mittels ihrem Layout auch dessen Emotionen und Probleme wieder. Das alles wird mit angenehmen zwölf Ebenen pro Dungeon bewerkstelligt, die dem Spieler zwar immer noch ein bis zwei Stunden abverlangen, aber einem dafür nicht mehr repetitiv vorkommen. Die kleineren Dungeons eliminieren allerdings auch leider das beliebte 08/15-Grinding, um mal schnell ein paar Level an sich zu reißen, hauptsächlich weil es nur einen Speicherpunkt im gesamten Level gibt – und der muss erstmal erreicht werden, bevor man seine Konsole ruhigen Gewissens abschalten kann.
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