Prototype
Games | review | 17.06.09 - 15:23:57 |
Keine Skrupel, keine Reue, nur Blutvergießen und Vergeltung! Endlich mal ein Held, der weiß, seine phänomenalen Kräfte ganz auszukoste, und sich nicht etwa so wie ein gewisser Blitzschleuderer (Hust Cole McGrath aus inFamous hust!) von Maschendrahtzäunen aufhalten zu lassen.
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Jetzt seht ihr Alex noch ...
Alex Mercer war nicht immer ein chaotisch mutierender (Anti-)Held. Einst arbeitete er für GenTek (eine Genmanipulations-Forschungseinrichtung, wie der Name schon sagt), hatte eine ihn liebende Freundin und kam eigentlich ganz gut mit seinem friedvollen Leben zurecht. Von all dem weiß Alex aber leider nichts mehr, denn sein Gedächtnis wurde im Zuge der Infizierung mit einem speziellen Mutationsvirus komplett gelöscht. Doch unser Schaden soll dass nicht sein! Prototype lässt euch nicht etwa nach Alex verlorener Vergangenheit suchen, denn ihn treibt nur ein einziges, blutrünstiges Ziel an: Rache. Rache an denen, die für seine Mutation verantwortlich sind. Rache an denjenigen, die versucht haben seine Schwester und ihn zu töten. Blut wird fließen, Köpfe werden rollen – in einem Manhattan, welches immer mehr demselben Virus erliegt, der auch für Alex Mercers neue Kräfte verantwortlich ist. Und welche Art von Held wäre für diese Mission besser geeignet, als einer dem es völlig egal ist, wie viel Kollateralschaden er dabei anrichtet? Prototype stellt euch auch nicht vor die leidige Wahl zwischen Gut oder Böse – denn entweder umarmt ihr euren inneren Berserker völlig, oder könnt zu langweiligen Puzzlespielen zurückkehren!
Der Blob wäre stolz

... und da ist er schon eine rot-schwarze Tentakelmasse.
Alex neuerworbene Fähigkeiten sind die eines Gestaltwandlers – er kann selbst die kleinste Zelle in seinem Körper nach Belieben verändern. Das Resultat davon sind dann Wolverine-artige Klingen, ein riesiger Schwertarm, eine klingenbesetzte Peitsche mit der er sich an Hubschrauber hängen oder hunderten Gegnern auf einmal den Kopf abtrennen kann, ein Schild aus Biomasse, eine Ganzkörper Bio-Rüstung, Keulen-artige Arme oder die Fähigkeiten höher zu springen, schneller zu laufen und komplett vertikale Häuserfassaden hochzurennen, sowie auch über kurze Distanzen zu gleiten. Die Möglichkeiten, welche sich Alex in einem Kampf eröffnen, erscheinen beinahe endlos. Einen Heidenspaß machen sie jedenfalls allemal, speziell wenn es zu den Stealth-Passagen des Spiels kommt. Problemlos schafft es unser Held sich von der lebendigen Waffe in (fast) jeden Menschen zu verwandeln, den er in sich absorbiert. Mit seinem neuen Look kann er dann nicht nur ungestört durch Massen von normalerweise feindlich gesinntem Militär wandern, sondern verfügt auch über exakt dasselbe Wissen, über welches der absorbierte Mensch verfügte. Ihr wollt einen Hubschrauber fliegen? Verschlingt einen Piloten. Ihr wisst nicht, wie man einen Panzer bedient? Holt euch Nachhilfestunden durch die Absorption eines bestimmten Soldaten. Alex braucht im Zuge der Hauptquest ein paar Informationen? Ein Gentechnik-Forscher kann ihn sicher mit den nächsten paar Hinweisen versorgen. Richtig interessant wird die Absorption jedoch erst, wenn ihr sie auf Mutanten wie Hunter anwendet – die Viecher, die euch gerade eben noch gut die halbe Lebenspunkteleiste mit einem müden Schlag abgezogen haben, sorgen (wenn lange genug geprügelt) schnell für einen gänzlich gesunden Alex. Das geht sogar so weit, dass Alex öfters mehr Lebenspunkte hat, als nötig. Wenn dieser Fall eintrifft, wird es Zeit von den Critical-Mass-Fähigkeiten Gebrauch zu machen: Gigantische Stacheln brechen in einem großen Radius durch den Beton und spießen alles in Reichweite auf, oder eine Masse an Tentakeln stößt aus Alex Mercers Rücken und durchbohrt jeden Gegner im Umkreis. Für jeden gnadenlos geschnetzelten Feind überschüttet euch das Spiel mit EP, sogenannten Evolution Points, die dann genutzt werden können um – ihr habt es vielleicht schon erraten – neue Fähigkeiten im Upgrade-Menü zu kaufen.
Bestellt habe ichs ja schon, warte aber noch ungeduldig auf mein Exemplar:D
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