Risen
Games | review | 30.09.09 - 12:17:13 |
Lange haben wir darauf gewartet, jetzt ist es endlich soweit: Risen, die Rollenspielhoffnung von Deep Silver, soll die Scharte auswetzen, die Gothic 3 bei den Fans hinterlassen hat. Ob das den Entwicklern von Piranha Bytes auch tatsächlich gelungen ist?
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Normalerweise starten wir an dieser Stelle eines Testberichts mit der Story des Titels. In diesem Fall möchten wir diese Tradition auch nicht brechen, uns aber dennoch bei der Geschichte auf einige wenige bekannte Fakten beschränken; bei Risen ist die Story nämlich ein ganz wichtiger Bestandteil des Spiels und zu viele Informationen würden womöglich den Spaß mindern. Nur so viel sei gesagt: Auf einer karibischen Insel gehen seltsame Dinge vor sich. Alte Ruinen schießen überall aus dem Boden und mit ihnen erscheinen unbekannte Monster. Eine Organisation namens "Die Inquisition" hat es sich zum Ziel gemacht, dieses Mysterium aufzuklären und dazu die Macht auf der Insel an sich gerissen. Niemand darf sich auf dem Eiland frei bewegen, doch als ein am Strand angespülter Schiffbrüchiger ohne Geld, Waffen oder Ausrüstung haben wir da wohl keine andere Wahl...
Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer und so hilft uns zu Beginn des Spiels die sympathische Sara bei unseren ersten Gehversuchen in der Risen-Welt.
Somit sind wir auch schon mitten im Geschehen und wachen, angespült von den Wellen des Meeres, an einem einsamen wunderschönen karibischen Strand auf. Normalerweise würden wir im Reisebüro für so ein Urlaubsparadies eine stattliche Summe hinlegen, im Fall des Helden von Risen sieht die Sache da schon etwas prekärer aus. Nur mit Lumpen bekleidet und von Leichen umgeben wirkt die ganze Szenerie wie alles andere als ein gemütlicher Tauchurlaub auf den Malediven. So gilt es also zunächst, die nahe Umgebung zu erkunden, sich eine erste Waffe zu suchen, und einzusammeln, was nicht niet- und nagelfest ist. Dabei hilft einem Sara, die ebenfalls an Land gespült wurde und als einzige der Schiffbrüchigen noch am Leben ist. Die junge Frau stellt quasi ein kleines Tutorial zu Beginn des Spiels dar - sie erklärt euch die Grundlagen der Steuerung und erleichtert für Nicht-Gothic-Veteranen den Einstieg ins Geschehen.

Zu Beginn nur mit einem Knüppel bewaffnet, erwarten uns da bereits einige knifflige Kämpfe, wie hier zum Beispiel gegen einen Riesenfalter.
Nach kürzester Zeit wird einem klar, dass Risen zwar nicht Gothic 4 ist, es aber durchaus sein hätte können - die Verwandtschaft mit der Gothic-Serie kann der Titel nicht leugnen. Das zeigt sich alsbald sowohl in der Spielmechanik als auch an der Grafikkulisse. Die Entwickler sagen selbst dazu, sie hätten sich auf die Stärken der ersten beide Teile besonnen und diese konsequent verbessert und erweitert. Schnell werden wir also bei den ersten Quests vor Entscheidungen gestellt, viele Aufgaben eröffnen mehrere Lösungswege und wirken sich auf den späteren Spielverlauf aus. Je nachdem, welche Aufträge wir für die drei Fraktionen der Insel erfüllen, ergibt sich eine Spezialisierung des Charakters in seinen Fähigkeiten: Unser Held kann nämlich zu Beginn des Spiels nicht generiert werden, sondern entwickelt sich erst im Fortlauf des Spiels in die entsprechende Richtung. Wer sich also lieber mit rauen Banditen und einem wenig idyllischem Lagerleben anfreunden kann, wird sich im Schwertkampf oder mit dem Bogen spezialisieren, während Freunde der Inquisition besser mit dem Stab als Waffe umgehen können. Wer sich darüber hinaus aber gerne mit geheimnisvollen und mächtigen Zaubersprüchen beschäftigen möchte, der ist am besten im Umkreis der Magier aufgehoben. Das Spiel selbst verlangt allerdings erst sehr spät, sich für ein Lager zu entscheiden, man kann somit über längere Zeit hinweg alle Möglichkeiten ausprobieren und auch kombinieren, bevor man einer Fraktion die Treue schwört.
Damit man nun auf der unerforschten Insel nicht komplett überfordert ist, bekommt man relativ rasch zu Beginn eine Karte von einem NPC, in der vorerst drei wichtige Punkte eingezeichnet sind, die wir jetzt besuchen können: ein Banditenlager, die Hafenstadt und die Vulkanfestung der Inquisition. Wir starten also unsere ersten Erkundungsgänge und versuchen, in der rauen Wildnis erst mal zu überleben und anfängliche Gefechte zu überstehen.
Jetzt bin ich nach 9 Stunden endlich Magier und trotzdem schaffe ich 2 schwarze Wölfe nur grade so. Überhaupt finde ich die Insel an Tieren übervölkert. Das war in den alten Teilen nicht so. Naja egal, darüber kann man hinweg sehen!
Also ja die schwarzen Wölfe sind starke Gegner, dass ist auch später noch so, am besten einen Magieangriff so schnell wie möglich skillen, oder den Viechern vorerst aus dem Weg gehen bist du stärker bist. Etwa Geduld ist hier angesagt.
Zuviele Tiere find ich gar nicht, wart mal den späteren Spielverlauf ab, wenn du so ziemlich die ganze Insel abgegrast hast und alle Vieher im Jenseits sind wirds verdammt ruhig, da wünscht du dir dann sogar wieder an und ab ein Vieh zum Abmurksen :)
die Grafik finde ich persönlich super, tolle Gothic-Atmosphäre, die Musik ist auch stimmig!
Auch die Synchronisierung ist wirklich gut geworden, die Dialoge sind auch nett.
Aber auch eine kleine negativ Punkte:
Jetzt bin ich nach 9 Stunden endlich Magier und trotzdem schaffe ich 2 schwarze Wölfe nur grade so. Überhaupt finde ich die Insel an Tieren übervölkert. Das war in den alten Teilen nicht so. Naja egal, darüber kann man hinweg sehen!
Ja natürlich, die Grafik wirkt in einigen Bereichen etwas altbacken, vor allem bei den Models und manchen Texturen, die Weitsicht könnte auch besser umgesetzt sein, aber trotzdem produziert die Engine eine stimmige Atmosphäre, das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
Das Gameplay selbst ist gute Piranha-Rollenspielkost und genau das gefällt mir zum Beispiel gut, ist natürlich Geschmacksache, aber die Motiviation zum Durchspielen hatte ich von Anfang an, man möchte alles erforschen, herumexperimentieren, einfach auch wissen was es mit der geheimnisvollen Bedrohnung auf sich hat. Ich glaube ein echter Rollenspielfan kommt an Risen nicht vorbei.
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