Rockband
Games | review | 13.11.08 - 14:50:45 |
Gitarre

Stilvoll – Edel – Fender
In puncto Verarbeitung gefällt mir die Rockband-Ausführung des sechsseitigen Instruments um eine Spur besser als zuletzt jene des Les Gibson Controller für Guitar Hero 3. Nicht nur, dass er größer ist, viele Details wie Farbgebung oder Anordnung der Knöpfe vermitteln einem fast das Gefühl, eine echte Gitarre um den Hals hängen zu haben – nur beim Gewicht hat man sich erfreulicherweise zurückgehalten.Für Helden des Solos hat man die Fretbuttons noch ein zweites Mal am Beginn des Halses angelegt. Diese sind dadurch etwas schmaler, leichter zu greifen und vermindern so die Wahrscheinlichkeit von Krämpfen in der linken Hand.Wer gerne mit dem Sound spielen möchte, kann dies entweder mit dem, inzwischen schon üblichen, Tremolo oder einem fünffachen Kippschalter erreichen. Ersteres ermöglicht das Modifizieren der Tonlage bei langgespielten Noten, letzterer macht sich bei Soli und in Overdrive-Passagen bemerkbar und ist wohl ein kleiner Ersatz für die (noch) fehlenden Effektmaschinen, die normalerweise auf der Bühne mit den Füßen bedient werden.
Mikrofon
Das Mic ist nicht so groß wie jene der bekannten Singstar-Spiele, aber vielleicht genau deswegen einen Tick handlicher. Im Gegensatz zur Gitarre ist das Mikro nicht kabellos, was allerdings nicht wirklich negativ ins Gewicht fällt. Im Spiel selbst reagiert es auf den vorgesehenen Input eigentlich ohne Probleme, das heißt es hängt vom Talent des Sängers oder der Sängerin ab, ob man mehr oder weniger Zuspruch des anwesenden Publikums erhält.
Schlagzeug
Die Konstruktion des Drumcontrollers ist recht simpel gehalten. Zugegeben, beim erstmaligen Aufbauen habe ich noch im beigelegten Heft nachgeschaut, wie man beim Zusammenbau vorzugehen hat, aber es ist wirklich "deppensicher" und sollte niemanden überfordern. Worauf man achten sollte, ist die Höhe der Pads, derer, die sich einstellen lassen. Die richtige Höhe erleichtert das Spielen ungemein – vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden. Der Konstruktion zugrunde liegende Bauteile sind auch mit einer Anti-Rutschschicht versehen worden, was zumindest auf meinem Laminatboden auch eine Notwendigkeit war. Wie es auf noch rutschigeren Untergründen wie diversen Fließen aussieht, kann ich nicht sagen. Im Notfall sollte hier aber ein kleiner Teppich Abhilfe schaffen. Erwähnenswert auch eine kleine Halterung auf der Rückseite der Pads, die das Ablegen der Sticks erlauben, um sie nicht zu verlegen.
Zum Spielen sei gesagt, dass es nicht notwendig ist, mit voller Wucht auf den Controller einzuklopfen. Die Pads sind sensibel eingestellt und registrieren auch schon kleinere Kontakte mit den Fingern (wenn man durch die Menüs scrollt), aber wer hier und da gerne etwas weiter mit den Armen ausholt – wer verspürt die Lust dazu zum Beispiel beim Refrain von "Say it ain't so" nicht – sei ohne Sorge. Die Drums werden nicht zusammenbrechen wie ein Kartenhaus. Was leider nicht so positiv ins Gewicht fällt, ist die Geräuschentwicklung. Bei den Pads für mich weniger tragisch, es hilft anfangs sogar dabei, im Takt zu bleiben, verstört das Fußpedal vor allem Mitbewohner im Stockwerk darunter, wie ich selbst erfahren durfte.
Kommentar schreiben | Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Hier geht es zur Anmeldung oder zum Login.