Rockband
Games | review | 13.11.08 - 14:50:45 |
Im Spiel
Nach einem rockigen Intro begrüßt einem schon der Menüschirm. Vom sofortigen Einstieg in den Multiplayer sie hier abzuraten, da die Beherrschung der Instrumente ein wenig Übung verlangt, vor allem die Drums. Also lange Rede, kurzer Sinn: Wir beginnen am Besten mit ein paar Übungen im Singleplayer-Modus. Ganz unkompliziert kann man entweder alle bereits freigeschaltenen Lieder nachspielen oder auf virtuelle Solo-Tour gehen. Um also alle Titel der Playlist zu singen, trällern oder drummen, muss man um die Welt reisen, ähnlich wie wir es schon aus der Guitar Hero-Serie kennen. Also schnell einen Charakter erstellt, dieser kann ein männlich oder weiblich sein und im weiteren Verlauf der Tournee noch mehr nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden, und ran ans Mikro, Gitarre oder Schlagzeug.
Musikalische Feinkost von Blue Öyster Cult bis Yeah Yeah Yeahs

Bis zu vier Leute rocken gemeinsam, on- oder offline!
Die ersten Kapitel bringen ein paar Lieder mit, die man sich schon ewig zum Nachspielen für dieses Genre gewünscht hat. Bon Jovi ist meines Wissens nach erstmalig in einem Harmonix-Spiel seit Start der Guitar Hero-Serie, aber auch "Say it ain't so" (Weezer) oder das längst zum Kult gewordene "Creep" (Radiohead) möchte ich nicht mehr missen. Eine Negativmeldung, für alle Nicht-Fans der Band gibt es dennoch: Tokio Hotel ist mit "Durch den Monsun" mit von der Partie! Die Toten Hosen und Juli reihen sich allerdings auch in die Liste deutscher Künstler ein und wirken dem Qualitätsverfall etwas entgegen. An Rock Legenden hat aber man ebenso wenig gespart: Mountain, Black Sabbath, David Bowie, Iron Maiden, Rolling Stones, um nur ein paar zu nennen ... Erwähnenswert ist, dass übrigens bis auf einige wenige Ausnahmen es sich immer um originale Master-Recordings handelt, aber, wie man es von Harmonix gewohnt ist, erfüllen auch die Cover-Versionen einen gewissen Qualitätsstandard und so gibt es hier nicht viel zu meckern.
Der Spielablauf ist, egal welches Instrument man übernimmt, dem Original treu geblieben. Zu den farblich, auf den Rhythmus oder Melodie abgestimmten Bausteinen, die am Bildschirm einer abstrakten Notenspur entlang gleiten, müssen im richtigen Moment, die farblich übereinstimmenden Taste gedrückt oder geschlagen werden. Unheimlich komplizierte Beschreibung – wer allerdings ein paar Lieder zum Beispiel mit der Gitarre hinter sich bringt, merkt alsbald einen Lerneffekt und schon wenige Stunden später werden, ebenfalls wieder auf die Gitarre bezogen, Griffe leichter von der Hand gehen und gewisse Soli oder einfach nur anspruchsvollere Passagen fehlerfrei(er) gemeistert und ein befriedigendes Gefühl des Erfolges stellt sich ein. Wo sich bei mir allerdings etwas die Nackenhaare aufstellen, sind längere Passagen eines Lieds mit sehr schneller Notenfolge wie zum Beispiel im letzten Drittel von "Creep". Hier hat man das Gefühl, dass die Anschlagtaste/Strummbar des Controllers nicht ganz so exakt auf die Eingabe reagiert wie ältere Modelle bei Guitar Hero.
Kommentar schreiben | Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Hier geht es zur Anmeldung oder zum Login.