Velvet Assassin
Games | review | 13.07.09 - 15:15:43 |
Dass Frauen im Computerspiebusiness nicht nur zartbesaitete Unschuldsdamen sind, ist spätestens mit Lara Crofts Archäologentrips allseits bekannt. Doch nun kämpft sich eine Dame durch die Spielwelt, die es faustdick hinter den Ohren hat…
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Frauen sind nicht gleich Frauen

Da wir aus Platzgründen das große Topbild kürzen mussten, bekommt ihr hier mindestens zwei weitere Argumente, die Mrs. Summer ehrheblich charakterisieren.
Als ich vor einiger Zeit mal wieder den Versucht startete, mir ein paar Pfunde im Fitnessstudio abzutrainieren, beging ich einen fast verheerenden Fehler: Verträumt und verpeilt, wie man manchmal nach einen längeren LAN-Party Wochenende ist, und mit dem nachträglichem Ziel, das ganze Fastfood aus meinem Körper zu schwitzen, rempelte ich auf dem Weg zu meinem anfänglichen Bauch-Beine-Po Kurs einen muskulösen Typen mit blondem Zopf an. Kann ja mal passieren - und so dachte ich, mit einem: „Sorry Mr!“ die Sache problemlos zu beenden. Doch der Schein täuschte - anstatt in ein bärtiges Gesicht voller erhoffter Gleichgültigkeit zu schauen, traf mein Blick auf wütend zuckende Augen und auf etwas, das vor längerer Zeit mal eine Frau gewesen sein könnte. Mit Muskeln an Stellen, die nicht mal ich als chronisch Fraueninteressierter kannte, hatte ich mit meinem Schicksal – wohl im nächsten Moment eine ordentlich gewaffelt zu bekommen – bereits abgeschlossen. Doch aus welchem Grund auch immer blieb es nur bei einem zerknirschten: „Schau das nächste „Ma“ ordentlisch hin und mache dene Glühsen off!“ Das nenne ich mal Glück, und obwohl ich meinem ganzen Kurs über durch diese Aktion noch ein Stück peinlich berührt war, fragte ich mich ob es überhaupt Frauen auf unserem Planeten gibt, welche sowohl Bärenkräfte als auch das passende Äußere haben. Frauen wie die Sechs-Millionen-Dollar-Frau. Frauen, die ihren Mann auch mal ein Stück herumtragen könnten ohne gleich einen Stiernacken zu haben. Frauen wie Violette Summer, welche sowohl schön, schlagkräftig und clever ist und dazu in unserem Review zu Velvet Assassin die Rolle der Nazi meuchelnden Hauptprotagonistin spielt…
Alte Story mit neuen Fäden

Nichts ist nerviger für eine Frau, als wenn die Haare ständig im Gesicht hängen. Vor allem wenn man zur Abwechslung mal seriös rüberkommen möchte.
Zu Beginn von Velvet Assassin steht es um unsere schön anzusehenden Protagonistin nicht allzu gut, denn sie liegt im Koma eines französischen Krankenhaus und so wie sie dort herumliegt scheinen ihre Tag bereits gezählt. Doch wie ist die sexy Lady nur in solch eine prekäre Situation geraten? Vielleicht hat es damit etwas zu tun, was Ms. Summer beruflich macht. Denn Violette arbeitet, nachdem ihr Ehemann im Zweiten Weltkrieg gefallen ist, für den britischen Geheimdienst der 40er Jahre und will mit der deutschen Nazimännerwelt kaltblütig abrechnen. Im Mittelpunkt steht dabei selbstverständlich Violettes Schicksal, bei denen ihre persönlichen Emotionen und der Schrecken des Krieges eine zentrale Position einnehmen. Im Gegensatz zu Sam Fischer ist die Geschichte von der Dame nicht völlig an den Haaren herbeigezogen, denn unsere Agentin gab es wirklich und so enthält Velvet Assassin spannende Nacherzählungen aus dem wahren Leben von Ms. Violette Szabo. Wobei natürlich auch die eine oder andere Szene im Spiel aus dem eigenen Ideenreichtum der Entwickler hervorgegangen ist.
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