World of Warcraft: Wrath of the Lich King
Games | review | 24.11.08 - 17:48:12 |
Der Lichkönig ist endlich da und sein Zorn verschont niemanden!
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Arthas Menethil! Lichkönig.
Ihr Helden Azeroths! Erhebt eure Schwerter einmal mehr, denn Prinz Arthas Menethil; einst tapferer Paladin im Dienste des Heiligen Lichts ist weit gefallen! Er war es, der die unschuldigen Bürger Stratholmes abgeschlachtet und die Hochelfen durch die Vernichtung des Sonnenbrunnens zu Blutelfen gemacht hat. Er ignorierte die Warnung des Propheten Medivh und folgte dem Dämonenlord Mal'Ganis nach Nordend, wo er sich die mächtige Runenklinge Frostgram aneignete und den Bruder des Zwergenkönigs von Eisenschmiede, Muradin Bronzebart, tötete. Er erlag der Korruption durch das bösartige Schwert, das vom Geist des Lich Königs Ner'zhul beseelt ist. Nach seiner Rückkehr nach Lordaeron trieb er Frostgram durch das Herz seines Vaters, König Terenas. Einmal mehr in Nordend siegte er im Zweikampf über den Nachtelfen-Verräter Illidan, Herrscher der Scherbenwelt, und verschmolz schließlich endgültig mit dem Geist Ner'zhuls. Dadurch wurde er zum neuen Lichkönig, dem mächtigsten Wesen in ganz Azeroth, doch fiel er in eine tiefe Trance und ließ mehrere Jahre nichts mehr von sich hören. Doch Arthas ist nun erwacht und verfolgt nur ein Ziel: die Ausrottung allen Lebens. Neue und alte Helden werden also dringend gesucht!
Quantität und Qualität?

Nordend ... lockt.
Im Prinzip beginnt Wrath of the Lich King dort, wo die WarCraft 3-Expansion The Frozen Throne aufgehört hat, bloß mit der Storyline von World of Warcraft dazwischen. Mit mehr als elf Millionen Abonnenten (Goldfarmer inklusive) ist WoW definitiv ein Phänomen für sich. Beinahe zwei Jahre nach dem Release der letzten Expansion hat Blizzard nun zum frostigen Rundumschlag ausgeholt, der massenhaft neuen Content und Möglichkeiten, seine Zeit mehr oder weniger sinnvoll in Azeroth zu verbringen, verspricht. Zumindest bis dann die nächste Erweiterung naht und der Großteil der WoW-Gamerschaft erneut in Lethargie verfällt - denn so knapp vor der Erhöhung des erreichbaren Höchstlevels lohnt es sich kaum noch, auf die Jagd nach neuen Items zu gehen. Mit Erscheinen eines Add-ons wird erfahrungsgemäß selbst die schönste "epische" Ausrüstungen schnell von "grüner" Massenware abgelöst, aber wer gut ausgerüstet ist, der kann das Rennen von Level 70 auf 80 - das neue Levellimit - umso schneller hinter sich bringen. Dabei sollte man sich aber doch Zeit nehmen, die Arbeit der Entwickler zu würdigen, besonders da der neue Kontinent Nordend, der durch die Expansion endlich begehbar ist, mit großen Mengen an Content prahlen kann. Aber auch die alte Welt, also die Östlichen Königreiche und Kalimdor, entgingen den eisigen Klauen des Lichkönigs nicht: Denjenigen, die gegen Ende Oktober in einer der Haupstädte vorbeigeschaut haben, bot sich ein makaberer Anblick: Überall lagen die Skelette wiederbelebter Charaktere und die Kadaver von hunderten Zombies verstreut. Blizzard hatte damals offiziell Wrath of the Lich King mit dem "Echos der Verdammnis"-Patch (3.0.2) eingeläutet. Neue Talente, neue Fähigkeiten und der neue Tradeskill "Inschriftenkunde" fanden ihren Weg ins Spiel, aber vor allem breitete eine riesige Zombie-Invasion ihren dunklen Mantel über Azeroth aus. Der gute Arthas scheint wirklich entschlossen, seine Armee der Untoten zu vergrößern.
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