Jahresrückblick 2017 von Tom

Jahresrückblick 2017 von Tom

Das Spielejahr neigt sich unaufhaltsame dem Ende zu und so ist es auch für uns wieder einmal an der Zeit darüber nachzudenken, welche der zahlreichen Spiele in den letzten 12 Monaten bei uns den größten, bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Last but not least präsentiert nun auch Tom seine persönlichen Top-Games des Jahres 2017.

Über 40 Jahre hat es gedauert, bis endlich eine Nintendo Konsole erscheint, die ich nicht aus Nostalgie-Gründen oder wegen dem Party-Faktor zocke. Ich war zunächst sehr skeptisch was das Hybrid-Konzept der Switch betrifft, aber als sekundäres Spielgerät möchte ich es in der Zwischenzeit nicht  mehr missen. Wobei das „sekundär“ so eine Sache ist, denn abzüglich VR habe ich mit der Nintendo Konsole dieses Jahr vermutlich mehr gezockt, als mit PS4 und XBox One zusammen. Na gut, verteilt auf leidiglich einer handvoll an Spielen, aber trotzdem. In meine Top-Liste hat es ungeachtet dessen aber nur ein Swich-Titel geschafft, die qualitativ hochwertige Konkurrenz, die einen ganz anderen Teil meiner Spiele-Neigungen abdeckt, war dann doch einfach zu groß. Und fairerweise muss ich auch noch anmerken, dass auf meiner immer länger werdenden To-Play-Liste noch ein paar Spiele stehen, die es vielleicht unter meine Top-Games geschafft hätten, etwa Wolfenstein II: The New Colossus, Assassin’s Creed Origins oder Horizon Zero Dawn. Auch Early-Access Spiele habe ich außen vor gelassen, denn Oxygen Not Included und auch ein PUBG wären vielleicht ebenfalls Anwärter auf einen Spitzenplatz in dieser Liste gewesen.

Platz 3: Resident Evil 7 Biohazard

Wenn ich mich an 2017 zurückerinnere, dann ist mir vor allem ein Spiel im Gedächtnis geblieben: Resident Evil 7 Biohazard. Nach dem vierten Teil hatte ich die Spielreihe eigentlich ad acta gelegt und auch das neue Szenario mit der durchgeknallten Hillbilly-Familie hat bei mir eher Skepsis als Begeisterungsstürme hervorgerufen. Gespielt habe ich es trotzdem und das eigentlich nur aus einem einzigen Grund: VR-Unterstützung. Nach den zahllosen Mini-Spielen wollte ich endlich mal was vernünftiges mit meiner PSVR zocken und das siebente Resident Evil war so ziemlich das intensivste Spielerlebnis, welches ich in den letzten Jahren gehabt habe. Nach etwa zwei bis drei Stunden nervenzerreißender Spannung musste ich mein Headset aber ablegen, weil für mich die ständige Anspannung nicht mehr erträglich war. Schon das Aufpoppen der Ladeanzeige meines Controllers, löste bei mir einen kleineren Herzinfarkt aus. Aber ganz egal ob mit oder ohne VR – Resident Evil 7 Biohazard bietet Survival Horror der alten Schule und das freut den Fan der ersten Teile, so wie ich einer bin. Dazu kommn noch, dass man aufgrund zahlreicher Anspielungen einen schönen Konnex mit den Vorgängern herstellen kann, den man aufgrund des gewählten Szenarios so nicht vermutete hätte. Mit ein paar guten DLCs konnte man dann auch die etwas konfuse Story mit zahlreichen Logiklöchern etwas entwirren und dank den vor kurzem erschienenen Erweiterungen Not A Hero (Kein Held) und End of Zoe (Zoes Ende) ist diese dann auch zu einem relativ befriedigenden Abschluss gekommen.

Übrigens: Resident Evil 7 Biohazard ist schuld daran, dass ich keine Horror-Spiele in VR mehr zocke, denn noch immer treibt es mir den Angstschweiß auf die Stirn und ich bekomme zittrige Hände, wenn ich nur an die gruselige Atmosphäre und Jump-Scares denke. Nein, für diesen Scheiß bin ich in der Zwischenzeit definitiv zu alt….

Resident Evil 7 Biohazard bei uns im Test.

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Platz 2: Divinity: Original Sin 2

Von Divinity: Original Sin 2 werdet ihr auf Gamers.at leider keinen Test finden. Nicht etwa weil wir darauf vergessen haben oder weil sich keiner gefunden hat, der den Artikel gerne geschrieben hätte (nein, sogar das Gegenteil war der Fall, denn Divinity: Original Sin 2 war vermutlich redaktionsintern das meist gefragte Spiel), sondern schlicht und einfach deswegen weil wir nicht rechtzeitig daran gedacht haben ein Rezensionsmuster zu organisieren und das Spiel deshalb auch aus unserer Content-Planung rausgeflogen ist. Ein paar Monate später habe ich es mir dann für meine private Games-Bibliothek zugelegt, was aufgrund von permanenten Zeitmangel eher selten der Fall ist. Aber ich war schon vom ersten Teil sehr angetan und somit auf den Nachfolger sehr gespannt.

Und der macht vieles sogar noch besser, als der ohnehin schon grandiose Vorgänger. Zwar wurden nicht alle meine Kritikpunkt ausgemerzt, wie etwa die teilweise etwas umständliche Benutzeroberfläche, aber das macht das Spiel mit seiner tollen Atmosphäre, der guten Story und seiner Spieltiefe mit hohem Wiederspielwert locker wieder wett. Und obwohl ich Divinity: Original Sin 2 vermutlich nach etwa 25 Spielstunden nicht einmal ansatzweise durchgespielt habe, für mich ist es definitiv das beste Rollenspiel des Jahres 2017.

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Platz 1: The Legend of Zelda: Breath oft the Wild

Man möge mir an dieser Stelle gerne vorwerfen, dass ich inkonsequent bin und ich muss dem in einem gewissen Maße sogar zustimmen: Bei meinem Test hat The Legend of Zelda: Breath of the Wild von mir teilweise heftige Kritik einstecken müssen und jetzt steht es plötzlich auf meiner persönlichen Liste der Top-Games 2017 ganz oben. Ich bin zwar noch immer der Meinung, dass das Storytelling und die Geschichte verbesserungswürdig sind und der Genre-Konkurrenz hinterherhinkt, aber insgesamt bietet es den nahezu perfekten Mix aus Rollenspiel, Rätseleinlagen, Crafting und das alles in einer riesigen Open-World Spielewelt mit enormer Entscheidungsfreiheit. Mit keinem anderen Spiel habe ich in diesem Jahr mehr Zeit verbracht als mit Link in Hyrule und obwohl ich Serien-Oberbösewicht Ganon besiegt und auch Prinzessin Zelda gerettet habe, kehre ich trotzdem immer wieder gerne dahin zurück. War ich mir bei meinem Test nicht ganz sicher, ob es sich bei The Legend of Zelda: Breath of the Wild um ein überbewertetes und belangloses Open-World Game handelt oder doch eher um ein kleines, spielerisches Meisterwerk, jetzt am Ende des Spielejahres habe ich meine Antwort endlich gefunden: Definitiv Meisterwerk und als Launch-Titel der perfekte Einstieg für Nintendos Switch Konsole.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild bei uns im Test.

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