Ergonomisches Gaming – Spielen ohne Rückenschmerzen

Ergonomisches Gaming – Spielen ohne Rückenschmerzen

Mehr als fünf Millionen Österreicher spielen regelmäßig Videospiele, wobei die Spieler wöchentlich durchschnittlich mehr als elf Stunden mit ihrem Hobby verbringen. Wer dann noch etwas mehr als der Durchschnitt spielt, kommt schnell auf Spielzeiten, die dem Zeitumfang einer Teilzeitstelle entsprechen. Das ruft gerne auch Kritiker auf den Plan. So würde das Spielen bei Jugendlichen zu Haltungsschwächen führen, wohingegen ältere Spieler vor allem mit Rückenschmerzen konfrontiert würden.

Ganz von der Hand zu weisen sind diese Vorwürfe nicht. Schließlich konzentrieren wir uns beim Spielen voll auf das Geschehen und sitzen für eine lange Zeit. Falls nun aber eine Reduktion eurer Spielzeit keine Option für euch ist und die Gesundheit trotzdem nicht leiden soll, gibt es eine einfache Lösung: Ergonomisches Gaming. Doch was versteht man eigentlich darunter und welche Tipps solltet ihr beachten, damit ihr auch lange Gaming Sessions gesund genießen könnt?

Der Begriff der Ergonomie entstand eigentlich in Zusammenhang mit der Arbeitswelt. So ging es darum, menschliche Arbeit dahingehend zu optimieren, dass die Arbeitskraft gesund und im Endeffekt auch leistungsfähiger bleibt. Die Arbeit sollte den Arbeitnehmer deshalb weder ermüden noch einseitig belasten, damit er sie auch über Jahre ohne gesundheitliche Folgen ausüben konnte. Heute wird der Begriff der Ergonomie breiter gefasst. So bemüht sich diese Wissenschaft in der Gegenwart mit der Frage, wie Produkte komfortabel gestaltet werden und welche Vorgaben und Verhaltensweisen unsere Gesundheit im Alltag schützen können. Angewandt auf das Gaming stellen sich dann die einfachen Fragen, wie beispielsweise der Schreibtisch eines PC Spielers gestaltet sein oder was ein Konsolenspieler auf der Couch alles beachten sollte. Und eben darum soll es nun gehen.

Ergonomie am Arbeitsplatz | Quelle | Urheber = Marcel Kollmar

Starten wir mit dem PC Spieler, bei dem die Ergonomie die wohl wichtigste Rolle spielt. Während sich Konsolen und Mobile Spieler relativ frei bewegen können, müssen PC Spieler bei klassischer Maus-Tastatur-Steuerung die gesamte Zeit aufrecht am Schreibtisch sitzen. Aus diesem Grund greifen hier auch dieselben ergonomischen Prinzipien, die sonst im Büro zur Anwendung kommen. Der Stuhl sollte ausreichend hoch sein, so dass in der Kniebeuge ein rechter Winkel besteht und die Füße auf dem Boden aufgesetzt werden können. Die Tischplatte und damit die Tastatur und Maus sollten sich wiederum auf einer Höhe befinden, die der Spieler erreicht, wenn er die Arme entspannt neben dem Körper hängen lässt die Unterarme im rechten Winkel vorn auf der Tischplatte ablegt. Damit hat auch bereits der Bildschirm in etwa die richtige Höhe. Wer gerade nach vorn sieht, sollte in etwa den oberen Rand seines Monitors ansehen. Die Handgelenke lassen sich zudem durch eine ergonomische Handgelenksauflage entlasten. Eine Mauskabelhalterung kann bei Shooter- und Strategiespielen letztlich noch dazu beitragen, dass eine widerstandslose Mausführung gelingt und die Präzision steigt.

Etliche Hersteller von Gaming-Euipment haben diese Gedanken bereits Rechnung getragen und bieten spezielle Mäuse, Tastaturen, Gaming-Chairs, Tische und weiteres Zubehör an um möglichst ermüdungsfreies Zocken zu ermöglichen. So bietet Logitech etwa Benutzern, die Probleme mit Schmerzen in der Maushand haben die Logitech MX Vertical Maus an, die sich neben dem Arbeiten auch sehr gut zum Zocken eignet und für das Handgelenk die ergonomischer Haltung bietet. Aber auch andere Hersteller wie Trust Gaming oder Evoluent bieten ähnliche Produkte an.

Die Logitech MX Vertical Maus eignet sich neben dem Arbeiten auch prima fürs Zocken und bietet die bessere Ergonomie

Bei Konsolenspielern fallen diese Tipps schon schwerer. Viele von euch spielen wohl auf der Couch, während andere manchmal auch am Boden oder im Bett liegen. Für das Konsolenspielen gilt deshalb der Tipp, der natürlich auch für das PC-Gaming wichtig ist: Versucht das bewegte Sitzen. Das heißt einfach, dass der Spieler seine Sitzhaltung regelmäßig ändert. Falls ihr also auf einem Stuhl sitzt, dann schlagt die Beine übereinander, setzt euch kerzengerade hin, lasst euch entspannt in die Lehne fallen oder sitzt konzentriert nach vorne gebeugt, während ihr gerade den Endgegner bekämpft. Evtl. könnt ihr euch auch mal die Sitzsäcke von GAMEWAREZ ansehen, die sind recht bequem, ihr findet dazu einen Test auf unter diesem Link.

Wichtig bleibt nur, dass keine dieser Haltungen eure einzige ist. Wer seine Sitzhaltung nicht automatisch verändert, der kann sich auch kleine Erinnerungshilfen einbauen, damit das gelingt. Beispielsweise könntest du dir vornehmen, nach jeder Spielrunde oder nach jedem Level die Sitzhaltung ganz bewusst zu verändern. In solchen Wechselphasen könntest du aber auch gleich noch den zweiten ergonomischen Tipp beachten, der Spieler aller Plattformen betrifft: die bewegte Pause. Spätestens nach einer Stunde Spielen sollte jeder Spieler einmal kurz aufstehen und sich ein wenig bewegen.

Mit diesen einfachen Tipps kann jeder Spieler dafür sorgen, dass auch lange Spielzeiten zu keinen Problemen führen. Gleichzeitig könnt ihr so auch noch anderen sitzenden Hobbys nachgehen, ohne Probleme im Rücken zu bekommen. Wer etwa gerne auch im Online Casino spielt und sich die neusten Tipps und Informationen beim Casino Ratgeber in Österreich besorgt, profitiert ebenfalls von diesen Hinweisen. Dann steht auch beim Black Jack, Roulette oder bei Slotspielen ausschließlich der Spaß im Mittelpunkt.

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