Gamers.at flüchtet: Zu Besuch bei Open The Door

Gamers.at flüchtet: Zu Besuch bei Open The Door

Seit einigen Jahren boomt eine neue Art von interaktivem Spiel: Escape Rooms. Egal, ob traditionell oder als VR-Variant – flüchten ist in und auch die Gamers.at Redaktion versucht sich immer wieder mal gerne an den Ausbruch-Spielen. Diesmal haben wir uns dabei zwei Räume bei Open The Door in Wien angeschaut und zwei Dinge seien schon mal verraten: Erstens: Die Escape Rooms machen riesen Spaß, und zweitens: Das Gamers.at Team rockt, wenn’s darum geht, zu entkommen.

Von Magiern …

Open The Door ist im 9. Wiener Bezirk in der der Alser-Straße angesiedelt, somit wunderbar einfach öffentlich zu erreichen, und bietet insgesamt drei Räume mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad an: den „Nachts im Museum“ Raum für Einsteiger, das mittelschwere Flucht-Abenteuer „Die Zauberkraft des Magiers“ sowie den Profi-Raum „Drachenhöhle“. Da das Gamers.at Team schon ein wenig Erfahrung mit Escape Rooms hat, haben wir uns dazu entschieden, letztere zwei zu testen.

Zunächst ging es also daran, unserem zum Bösen gewechselten Ex-Magie-Meister seine Zauberkräfte zu stehlen – und zwar in liebevoll gestalteten drei Räumen, die nicht nur Kombinationsgabe, sondern auch Teamwork von uns verlangten. Was dabei gleich mal positiv auffiel: Der Raum war (wie übrigens alle Abenteuer bei Open The Door) nicht linear angelegt; das bedeutet, dass man im Team (maximal fünf Personen können gleichzeitig spielen – wir waren zu viert) auch an verschiedenen Rätseln gleichzeitig arbeiten kann und nicht immer nur dabei zusehen muss, wie ein oder zwei andere Team-Mitglieder die aktuelle Aufgabe lösen. Ebenso positiv: Der „Quest-Aufgaben“ gab es eine ganze Reihe. Das Spiel ist für maximal 60 Minuten ausgelegt, die in den meisten Fällen wohl auch benötigt werden. Team Gamers.at hat sich – mit Lob der Spielleiterin – sehr zügig durch die Rätsel bewegt (das jahrelange virtuelle Quest-Lösen hilft dann eben doch ungemein) und konnte den Raum in knapp unter 45 Minuten abschließen. Solltet ihr mit kleinerem Team spielen oder weniger Erfahrung mitbringen, dürften die 60 Minuten allerdings gerade ausreichen, um dem fiesen Zauberer das Handwerk zu legen – genau wie es bei einem guten Escape Room sein soll.

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… und Drachen

Nachdem wir Mr. Magic besiegt hatten, ging es auch schon auf ins nächste Abenteuer: Um aus einem Burgverlies zu flüchten, mussten wir durch eine mit Rätseln gespickte Drachenhöhle fliehen. Während der erste Raum mit Wänden voller Bücher, leuchtenden Kristallkugeln, rauchenden Kesseln und mehr Zauberkram ausgestattet war, gab es hier schwere Ketten, einen Pranger, die Schilder hoher Adelshäuser und sogar Kletterpassagen durch enge Höhlengänge. Insgesamt ist die Deko der Räume bei Open The Door sehr liebevoll gemacht und – was mich persönlich besonders freut – nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch schön in die Rätsel involviert.

Auch in der Drachenhöhle waren die Rätsel zahlreich, non-linear und stimmig. Der Raum ist etwas schwieriger und es gibt noch mehr Aufgaben als im Magier-Spiel, deshalb ist dieser Escape Room auch für maximal 70 Minuten ausgelegt. Dank unseres rigorosen Trainings konnten wir auch dieses Abenteuer in knapp über 45 Minuten abschließen; uns wurde jedoch mitgeteilt, dass wir außerordentlich schnell waren und die meisten Spieler tatsächlich knapp über 60 Minuten benötigen. Was sollen wir sagen… die vielen RPGs mussten sich schließlich irgendwann auszahlen.

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FAZIT:

Als alter Escape-Room-Hase war ich sehr neugierig darauf, auch die beiden neueren Räume von Open The Door auszuprobieren (die Vorgänger kannte ich zum Teil bereits) und unsere gesamte Gruppe hatte jede Menge Spaß dabei. Beide Escape Rooms trumpfen mit liebevoller Deko, die seit meinem letzten Besuch auch nochmal auf ein ganz neues Level gehoben wurde, und was besonders freut, ist das durchdachte, non-lineare Rätseldesign bei beiden Quests, das auch eingefleischte Flucht-Experten fordern, Neulinge dabei aber gleichzeitig nicht überfordern wird. Die Zeitlimits der Räume sind ebenfalls sehr fair angesetzt. Gamer sind klar im Vorteil, doch auch wer bislang mit Rollen- und Rätselspielen absolut nichts am Hut hatte, wird die Abenteuer (wenn nötig, mit kleinen Tipps der Spielleiter) innerhalb der vorgegebenen 60 bzw. 70 Minuten bestehen können. Von uns gibt es somit ein klares Daumen-Hoch für die Escape Rooms von Open The Door und eine eindeutige Empfehlung zum Besuch, sowohl für Flucht-Veteranen wie auch -Neulinge.

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