Loyalitätsprogramme von Online-Plattformen

Loyalitätsprogramme von Online-Plattformen

Loyalitätsprogramme in Games sind facettenreich und oft sind Spielerfolge ein entscheidender Bestandteil – hierzu einige Beispiele.

Die digitale Distribution von Videospielen über Online-Plattformen wächst in einem rasanten Tempo. Mittlerweile werden vier von zehn Computer- und Videospiele online erworben und via Download installiert und aktiviert. Im Vergleich dazu betrug im Jahre 2012 der Anteil der Downloads lediglich 16 Prozent der Gesamtverkäufe. Ein Trend, der nicht nur die Art und Weise verändert, wie wir Spiele kaufen, sondern auch das komplette Geschäftsmodell modifiziert. Mittlerweile bieten viele Spielentwickler ihre Games komplett kostenlos an und setzen auf sogenannte „In-Game“-Käufe. Eines der bekanntesten Games, welches dieses Businessmodell verwendet ist Fortnite.

Die digitale Distributionsmethode bietet für Spieleentwickler viele Vorteile, allen voran die viel größere Wirtschaftlichkeit bei Produktionskosten und Distribution. Hersteller ersparen sich das physische Medium wie einst die CD, Pressmaschinen, Fabriken, Verpackung und beim Verkauf den Anteil an die Groß- und Einzelhändler. Durch die viel geringeren Kosten entsteht ein enormes zusätzliches Marketingbudget, welches verwendet wird, um neue Spieler zu gewinnen. Digitale Distributionsmethoden agieren punktgenau am POI (Point of Interest), Spieltitel werden effektiv bei Suchergebnissen, Social-Media-Aktivitäten, in Blogs und auf Videoplattformen platziert und somit hocheffektiv vermarktet.

Steam: neues Loyalitätsprogramm

Die größte Online-Vertriebsplattform für Computerspiele ist die von der Valve Cooperation entwickelte Plattform Steam. Die Plattform hat zirka 20 Millionen gleichzeitige User. Allein in Österreich wurden in den letzten 7 Tagen über 1.5 PB (1,5 Mio. Gigabyte) an Daten von Steam heruntergeladen.

Mit dem Beginn der diesjährigen “Steam Summer Sale 2020” stellte Steam eine Neuerung vor, die sogenannten „STEAM POINTS“. Ein Loyalitätsprogramm für treue Gamer. Steam Punkte bekommt man für alle Einkäufe bei Steam, ganz egal welche Art. Für jeden ausgegebenen Euro erhält der User 112 Steam Punkte. Die Steam Punkte können verwendet werden, um das eigene Steam-Profil zu personalisieren, andere Steam-Spieler zu belohnen und spezielle Emoticons zu erhalten.

Laut Pavel Djundik, ein Programmierer von SteamDB, werden die Steam Punkte in Zukunft noch weitere Funktionen übernehmen. Zum Beispiel könnten Sie verwendet werden, um Sonderrabatte für Spiele zu bekommen und um spezielle In-Game-Items freizuschalten.

Steam Points

Im Punkte-Shop von Steam können Gegenstände erworben werden um seine Games zu individualisieren.

Epic Games verschenkt Spiele

Epic Games ist ein Spielentwickler und Publisher, welcher über die eigene Online-Vertriebsplattform Eigenproduktionen und Spieltitel von Dritten anbietet. Für Schlagzeilen sorgte das Unternehmen, als es im Mai den Spielklassiker „GTA 5“ zum kostenlosen Download zur Verfügung stellte.

Der Ansturm auf die Plattform war so groß, dass der Online-Store zwischenzeitlich für kurze Zeit nicht mehr zugänglich war. Die Aktion ist keine Seltenheit, denn Epic Games verschenkt jede Woche ein neues Gratis-Spiel. Bis jetzt hat Epic Games über 75 verschiedenen Spieltitel verschenkt. Die Strategie geht auf, denn die gratis Spiele verzeichnen über 200 Millionen Zugriffe.

Xbox Live, Nintendo Game Store & PlayStation Network Bonusangebote

Die Online-Vertriebsplattformen der drei größten Spielkonsolenhersteller bieten als Loyalitätsboni exklusive Angebote für Käufe via Download. Ein gutes Beispiel dafür ist der Dauerrenner FIFA.

In FIFA 2009 wurde zum ersten Mal der Spielmodus „Ultimate Team“ eingeführt. Ein Online-Spielmodus, bei dem jeder User sein Wunschteam zusammenstellen kann. Um seine persönlichen Lieblings-Stars für das eigene Team zu kaufen, benötigt man sogenannte „FIFA Coins“. Fifa Coins können gekauft werden oder werden während des Spiels als „Preisgeld“ ausbezahlt. Erwirbt man das Spiel „FIFA“ über die Online-Vertriebsplattformen von Playstation Network, Xbox Live oder Nintendo Game Store, bekommt man ein gewisses Startguthaben an FIFA Coins geschenkt.

Die Gewinnung von neuen Spielern mithilfe von Bonusprogrammen gewinnt in der Spielwelt zunehmend an Bedeutung. Diese Vorgehensweise ist besonders bei Online-Casinos sehr beliebt. Diese bieten eine große Anzahl verschiedener Boni, die nicht nur von Anfängern, sondern auch von wiederkehrenden Spielern verwendet werden können. Wichtig ist, dass diese Boni richtig verstanden und geschickt angewendet werden. Verschiedene Portale, die nicht nur die beliebtesten Glücksspielseiten, sondern auch die am weitesten verbreiteten und beliebtesten Bonusangebote bewerten, helfen dabei, die große Auswahl an Boni zu verstehen. Die CasinoNow-Liste ist ein gutes Beispiel für eine solche Rangfolge von Online-Casino-Boni.

Tacoma

Publisher Epic Games verschenkt für seine Kunden immer wieder Spiele, so wird aktuell z.B. der SF-Titel „Tacoma“ gratis angeboten.

Zusätzliche Inhalte, Skins und Badges für Spielerfolge

Spielerfolge werden mittlerweile bei den meisten Spielen nicht nur mit dem Aufstieg in das nächste Spiellevel belohnt, sondern schalten zusätzliche Features wie spezielle Skins frei. Rund um diese Skins hat sich in den letzten Jahren eine regelrechte Ökonomie gebildet. Zum Beispiel werden die teuersten Waffen-Skins des Spiels CS:GO für über 5.000 Euro gehandelt.

Die teuerste Waffen-Skin für CS:GO ist das legendäre Scharfschützengewehr Souvenir AWP | Dragon Lore (Factory New). Zurzeit wird dieses Gimmick für einen Preis von 22.000 Dollar gehandelt. Dass durch Spielerfolge so hohe Incentives entstehen ist zwar kein direktes Loyalitätsprogramm, dennoch werden Spieler in einer gewissen Weise für längere Spielzeit belohnt.

Ein weiteres gutes Beispiel zu diesem Thema sind die „Missions“ im legendären Spiel Fortnite. Erfüllt man die „Missions“ in Fortnite erfolgreich, erhält man Belohnungen in Form von V-Bucks (Spielwährung von Fortnite), extra Skins, Badges und andere spielrelevante Gegenstände. Eine eigene Website: Save the Worldplanner verschafft einen einfachen und schnellen Überblick über aktuelle Missionen und die dafür ausgeschriebenen Belohnungen.

Loyalitätsprogramme haben in Games viele Facetten

Das klassische „Loyalitätsprogramm“ entstand in den 70er Jahren und wurde zum ersten Mal von American Airlines verwendet, um Vielflieger mit extra Flugmeilen zu belohnen.

Die digitale Welt der Games ist so facettenreich, dass sich für Loyalitätsprogramme viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Spieler werden nicht nur mit extra Spielguthaben belohnt, sondern mit zusätzlichen Features wie Skins, Inhalte, Badges und Bonusangeboten. Entscheidend dabei ist nicht nur die Spielzeit, sondern auch der erreichte Spielerfolg. Loyalitätsprogramme werden auf Grund ihres großen Erfolges in Zukunft in vielen weiteren Varianten entstehen und für zusätzlichen Spielspaß sorgen.

1 Comment

  1. Markus 28. July 2020
    Antworten

    Hm, 4 von 10 kommt mir etwas niedrig vor…
    „US video game sales – 2017: 83% digital, 17% physical“ (sicher, obiges ist GER, trotzdem…)
    Das hört sich schon realistischer an; gibt ja auch fast keine Stores mehr, ODER Games, welche physisch gekauft werden könnten (außer Konsolen).

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