Serienkritik: Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D Staffel 2
Wertung 3

Nach dem schwachen Auftakt steigert sich Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. in Staffel 2 deutlich und kann durch eine unterhaltsame, actionreiche Inszenierung punkten. Wer von der ersten Staffel enttäuscht ist, der sollte der zweiten zumindest eine Chance geben – es lohnt sich.

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Veröffentlichung: 06.04.2017
Länge: 22 Episoden, 902 Minuten
Cast: Clark Gregg, Ming-Na Wen, Brett Dalton, Chloe Bennet, Iain De Caestecker, Elizabeth Henstridge, Nick Blood, Adrianne Palicki

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Serienkritik: Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D Staffel 2

Während in den USA vor kurzem die vierte Season des MCU Spin-Offs Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. zu Ende gegangen ist und bereits weitere Episoden für nächstes Jahr angekündigt wurden, erscheint bei uns jetzt die zweite Staffel fürs Heimkino. Nachdem der Auftakt der Serie nicht ganz überzeugen konnte, haben wir uns angesehen, ob es Phil Coulson und sein Team es im zweiten Anlauf besser machen können.

S.H.I.E.L.D. (Supreme Headquarters International Espionage Law-enforcement Division) wurde von der Marvel Ikone Stan Lee und Comiclegende Jack Kirby erschaffen und hatte ihren ersten Auftritt in Strange Tales #135 vom August 1965. Die TV-Serie Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. orientiert lose an den Ereignissen in den Comics, ist aber vollständig in das Marvel Cinematic Universe (MCU) eingegliedert. Als Dreh- und Angelpunkt agiert dabei Agent/Director Phil Coulson, der mit seinem Team die Marvel Superhelden unterstützt und dabei ganz eigene Probleme zu lösen hat.

INHALT

Nach der Infiltration des S.H.I.E.L.D.-Teams durch Hydra kämpfen Direktor Phil Coulson und der Rest seines Teams damit, sowohl die Organisation wieder aufzubauen als auch dem Team ihre Rechtmäßigkeit zurückzugeben – genau zu einem Zeitpunkt, als sie mit globalen Bedrohungen, neuen skrupellosen Gegnern und ihren eigenen Dämonen konfrontiert werden. Coulson und seine Agenten sind gezwungen, sich zurückzuziehen und die Öffentlichkeit zu meiden. Dabei stoßen sie auf ein Geheimnis rund um ein fremdes Artefakt, dessen Entschlüsselung ihr Leben für immer verändern könnte. Agent Skye muss außerdem mit einem schockierenden Schicksal, brüchigen Loyalitäten und den verheerenden Konsequenzen ihrer Übernatürlichkeit zurechtkommen. Währenddessen schließen sich Lance Hunter, Agent Bobbi Morse und Agent Alphonso „Mack“ Mackenzie dem Team an – doch kann man ihnen wirklich vertrauen?

© 2014 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

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KRITIK

War die Supreme Headquarters International Espionage Law-enforcement Division in der ersten Staffel noch eine geheimnisvolle und übermächtige Bundesbehörde (quasi die Man in Black des MCU), so agieren sie nun nach den Ereignissen von Captain America: Winter Soldier im Untergrund und müssen dabei nicht nur gegen HYDRA kämpfen, sondern sich auch neuen Herausforderungen stellen. Diese neue Prämisse hat einen großen Vorteil: Anders als in Staffel eins, die noch von vielen „Case of the Week“-Folgen geprägt war, gibt es dieses Mal eine mehr oder weniger durchgängige Geschichte.

Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die 22 Episoden der zweiten Staffeln deutlich unterhaltsamer, spannender und vor allem auch actionreicher inszeniert wurden. Es gibt zwar den einen oder anderen Durchhänger, vor allem die Fitz-Simmons Storyline nervt etwas, aber insgesamt kann sich die zweite Staffel deutlich steigern. Vor allem zum Finale hin zieht der Spannungsbogen noch einmal gewaltig an und bietet die perfekte Ausgangslage, für eine spannende dritte Staffel.

Ein weiterer Kritikpunkt der ersten Staffel war die Zusammensetzung des Teams. Grant Ward als Super-Agent und Love-Intrest für Hauptcharakter Skye war vielen Fans ein Dorn im Auge und deshalb hat man das einzig richtige gemacht, ihn zum Bösewicht umfunktioniert. In dieser Rolle fühlt er sich Schauspieler Brett Dalton auch sichtlich sehr wohl, denn im Vergleich zu seiner eher farblosen Darstellung in Staffel eins, kann er hier glänzen. Als Ersatz für ihn wurde das Agenten-Team gleich mit einigen neuen Mitgliedern aufgefüllt. Da wäre etwa Agent Alphonso „Mack“ Mackenzie sowie Lance Hunter und Bobbi Morse (in der Comicvorlage bekannt als Mockingbird). Alle diese neuen Charaktere ergänzen das Ensemble perfekt und wurden nicht umsonst in Rekordzeit zu Fan-Lieblingen.

Aber auch abseits des Agenten-Teams wurden die Nebenrollen teils sehr prominent besetzt. Da sieht man unter anderem so namhafte Schauspieler wie Kyle MacLachlan (Twin Peaks), Lucy Lawless (Xena) Edward James Olmos (Battlestar Galactica) oder Patton Oswalt (King of Queens). Und natürlich gibt es Besuch aus dem MCU, etwa von Cobbie Smulders (Maria Hill), Jaimie Alexander (Sif) oder Hayley Atwell (Peggy Carter).

© 2014 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

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DVD: Technische Infos & Extras

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.: Die komplette zweite Staffel flimmert mit gutem, klaren Bild im Format 1,78:1 / 16:9 über den TV-Bildschirm. Tonspuren sind auf Englisch, Fanzösisch und Deutsch in Dolby Digital 5.1 vorhanden. Unter den Extras finden sich auf der DVD als Bonusmaterial nur einige witzige Pannen vom Dreh und ein paar zusätzliche Szenen.

FAZIT

Fast eineinhalb Staffeln lang dauert es, bis Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. endlich zu dem geworden ist, was sich die Fans erhofft haben. Nach dem schwachen Auftakt steigert sich die TV-Serie in Staffel 2 deutlich und kann durch eine unterhaltsame, actionreiche Inszenierung punkten. Viel wichtiger ist aber, dass man endlich spannende Geschichten erzählt, die zwar auf dem Marvel Comic-Universum aufbaut, aber trotzdem immer eigenständig bleibt. Für Fans gibt es natürlich trotzdem jede Menge Easter-Eggs und Anspielungen zu entdecken. Auch den einzelnen Charakteren wird nun mehr Freiraum zur Entwicklung eingeräumt und die neuen Figuren, allen voran das Duo Hunter/Morse, sind eine Bereicherung für das bestehende Team. Wer von der ersten Staffel enttäuscht ist, der sollte der zweiten zumindest eine Chance geben – es lohnt sich.

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