Special: Blade Runner 2049 Presse-Panel in Berlin

Special: Blade Runner 2049 Presse-Panel in Berlin

Als bekennender Fan des Science-Fiction Kult-Klassikers „Blade Runner“ aus dem Jahr 1982, ist mein Schlaf ein klein wenig unruhiger, seit bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung geben würde. Man stelle sich also meine Reaktion vor, als ich die Einladung von Sony Pictures zu einer Presse-Konferenz mit dem Thema „Blade Runner 2049“ erhalten habe. Ich will nur so viel sagen: Der Vergleich mit einem Rudel junger, weiblicher Justin Biber Fans vor einer Autogrammstunde ist nur minder übertrieben…

Die Besetzung

Und so fand ich mich, hoch nervös, gemeinsam mit einer Schar anderer Journalisten (von Filmzeitschriften bis zur Boulevardpresse) vergangenen Montag im Ballsaal des altehrwürdigen Hotels Adlon, direkt am Brandenburger Tor und harrte der Dinge die da kommen.

Der aus dem TV bekannte Moderator Stephen Gätjen wurde engagiert, um das Panel zu führen und stellte sogleich die Gäste vor, als da wären: Harrison Ford, Ryan Gosling, Ana de Armas, sowie Sylvia Hoeks vom Hauptcast des Films, der Regisseur Denis Villeneuve und zu guter Letzt die beiden Produzenten Andrew Kosove und Broderick Johnson.

© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

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Der Plot

Gleich zu Beginn verlor Gätjen ein paar grundsätzliche Worte zum kommenden Film. So soll der Beiname „2049“ darauf hinweisen, dass die Handlung 30 Jahre nach den Ereignissen des Originals einsetzt, das damals im Jahr 2019 angesiedelt war. Und obwohl es sich um eine waschechte Fortsetzung handelt, sei eine Kenntnis des Vorgängers nicht nötig, um den Film genießen zu können. Falls dem tatsächlich so ist, klingt das nach einer Menge Exposition und Erklärungen, was den Skeptiker in mir weckt. Doch sei es wie es ist.

Darauf angesprochen, ob er irgendwelche Details zum Plot verraten könne, plaudert Regisseur Villeneuve, der sich über die letzten Jahre mit Filmen wie Prisoners, Siccario und zuletzt Arrival einen Namen in Hollywood gemacht hat, ein wenig über seine persönlichen Filmvorlieben. So sei das einzige, dass ihn persönlich interessiert, wenn er sich einen Film im Kino ansieht, wer der Regisseur ist. Was letztendlich eine schöne Umschreibung für ein „Nein, es gibt keine Details zur Handlung“, darstellt.

Danach kommen die Schauspieler zu Wort und erzählen ein wenig darüber wie sie zu dem Projekt gestoßen sind und wie sie zum Vorgänger stehen. Dabei lässt ein sichtlich gut gelaunter Harrison Ford keine Gelegenheit aus in Richtung seines jungen, und zurzeit in der Branche (und nicht nur dort) heiß begehrten Kollegen Ryan Gosling, zu sticheln. Der bleibt überraschend zurückhalten, weiß sich aber seiner Haut zu erwehren und erzählt davon welchen Eindruck Blade Runner bei ihm damals, als er in mit 12 Jahren das erste Mal gesehen hat, hinterlassen hat.

© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

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Die beiden Damen haben nicht viel zu erzählen, ebenso wie die beiden Produzenten, die aber zumindest einen kleinen Einblick in die frühe Entstehungsgeschichte der Fortsetzung (die ja schon seit vielen Jahren in Planung ist) und loben das Studio für die gute Zusammenarbeit, beispielsweise was die für heutige Verhältnisse recht massive Geheimhaltung der Handlung vor Kinostart anbelangt.

Ein interessanter Punkt, den alle gleichermaßen gelobt haben, ist die Entscheidung, weitgehendst mit echten Sets, anstelle von Greenscreens zu arbeiten. Natürlich sei das bei einem Projekt dieser Größe in der heutigen Zeit nicht zu 100 Prozent möglich, doch sofern ein Set technisch realisierbar und vor allem auch finanzierbar war, wurde es gebaut. Villeneuve wollte das so und die Schauspieler scheinen es ihm zu danken. Auch für uns als Publikum ist das eine gute Nachricht, denn ich denke wir alle können uns an den einen oder anderen Film aus der jüngeren Vergangenheit erinnern, in dem die Akteure in den bombastischen, aber außerhalb des Computers nicht existierenden Kulissen, mehr als nur verloren wirken.

Am Ende durften wir Journalisten (die zwischendurch von Ford als Replikanten bezeichnet wurden…ein guter Weg für tolle Kritiken vorzubauen) noch direkt Fragen stellen, wobei hier kaum mehr erwähnenswertes besprochen wurde. Die Menge an persönlichen Fragen an Ryan Gosling, wohl allesamt nicht von Vertretern der Fachpresse (welche er auch allesamt höflich, aber bestimmt, nicht beantwortete), hat dann auch verhindert, dass für meine Frage an den Regisseur dann keine Zeit mehr blieb.

© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

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FAZIT

Wirkliche handfeste, neue Informationen zum schon bald erscheinenden Blade Runner 2049 gab es also keine, doch das war zu erwarten. Immerhin handelt es sich hierbei in erster Linie um eine PR-Veranstaltung für den Film. Trotzdem war es großartig, diese Menschen hautnah zu erleben und ihre Gedanken zum Film zu hören. Und wenn diese Presse-Konferenz eines geleistet hat, dann ist das, meine Vorfreude auf die Fortsetzung zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme, noch einmal weiter ins Unermessliche zu steigern.

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