3D-Gaming
Spielen in 3D: NVIDIA GeForce 3D und der Samsung 2233RZ machen's möglich und entführen uns PC-Gamer einigermaßen erschinglich in die Welt der 3D-Bilder. Wir haben ein passendes Set-Up Tagelang auf Herz und Nieren geprüft und sagen euch, was wir so davon halten.
Jeder hat es wahrscheinlich schon einmal ausprobiert: Filme in 3D anzusehen. So sehr das Gesehene die meisten aber auch fasziniert, wirklich massenmarkttauglich wurde die Technik nie. Die dabei zum Einsatz kommenden, auch durchaus verschiedenen Methoden haben und hatten leider alle ihre Nachteile: Immer wieder wirkt das Bild verschwommen, oft passt der Blickwinkel nicht ganz und manch einem wird sogar nach einiger Zeit übel, weil die Augen sich nicht auf das Gezeigte einstellen können. Außerdem natürlich die Sache mit der Brille: Jeder kennt die zweifarbigen Brillen die – auch ohne spezielle Kinotechnik – 3D in den eigenen vier Wänden möglich machen, dafür aber die Farben des Gezeigten verfälschen. Und zu guter letzt spielen natürlich auch die Produktions-Kosten eine Rolle, einen Film in 3D abzudrehen kostet einfach mehr.
Trotz allem: Die Faszination 3D bleibt, eifrige Konsolen-Hersteller arbeiten wie man hört an entsprechenden Spielen und auch viele Fernsehhersteller haben auf der gerade erst zu Ende gegangenen IFA interessante Ideen zum Thema 3D-Fernsehen vorgestellt. Eines haben PC-Spieler all diesen Firmen und ihren Ideen aber voraus: Für Ihre Plattform gibt es bereits eine funktionierende 3D-Technologie und diese muss (in den meisten Fällen) noch nicht einmal aktiv vom Spiel unterstützt werden. GeForce 3D Vision nennt sich das Produkt das wir uns in den letzten Wochen näher für euch angesehen haben.
Ein Blick durch die gar nicht rosarote Brille
Wie der Name GeForce den meisten schon verraten wird hat Grafikkarten Hersteller NVIDIA bei der ganzen Geschichte die Finger im Spiel. Um in den Genuss von 3D-Effekten zu kommen bedarf es nämlich dreier Dinge:
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Die erste Voraussetzung wir kaum jemanden überraschen: Wo NVIDIA draufsteht ist auch NVIDIA drin, daher funktioniert die Geschichte nur mit den Grafikkarten des Hersteller. Dafür werden aber auch praktisch alle aktuellen Mittelklassekarten (und darüber) der Serien 8, 9 und 200 unterstützt. Eine genaue Auflistung findet sich auf der Seite der Firma: [url=http://www.nvidia.de/object/GeForce_3D_Vision_faq_de.html]http://www.nvidia.de/object/GeForce_3D_Vision_faq_de.html
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Das wird Besitzer einer Grafikkarte von Mitbewerber ATI natürlich traurig stimmen, die Einschränkung ist aber durchaus verständlich. Die Unterstützung des 3D-Effekts muss bereits im Treiber beginnen, und bietet auch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für den späteren Anwender. Durch die Integration im Treiber muss ein Spiel nicht unbedingt speziell für 3D-Effekte optimiert sein. Die Grafikkarte „weiß“ ja sozusagen, welche Objekte nah und welche fern sind, kann also in vielen Fällen ohne besondere Anpassungen eine entsprechendes 3D-Bild berechnen. Das erklärt auch, warum relativ viele aktuelle Spiele bereits unterstützt werden.
Kommen wir aber zum zweiten Punkt der Voraussetzungsliste: Für die eigentliche „3D-Magie“ ist die NVIDIA 3D Vision Brille zuständig. Um den 3D-Effekt vorzutäuschen muss man unseren Augen irgendwie zwei von einander unterschiedliche Bilder liefern. Aus den beiden Bildern die das Gesehene aus zwei Perspektiven zeigen berechnet unser Gehirn dann ein einzelnes Gesamtbild, angereichert um das Gefühl von Tiefe. Die NVIDIA-Brille erreicht diesen Effekt indem sie – einen eingebauten Akku sei Dank – die Brillengläser abwechselnd durch Polarisation abdunkelt. Geschieht dies schnell genug und schaltet der Monitor dazu synchron immer zwischen zwei Bildern hin und her wird unser Gehirn getäuscht und plötzlich nehmen wir einen 3D-Effekt wahr. Durch die nötige Schaltgeschwindigkeit eignet sich aber nicht jeder Monitor für unsere Zwecke, doch dazu später mehr. Die Brille plus Emitter – der sorgt dafür, dass Brille und Monitor synchron bleiben – kostet im Handel ca. 130 ¤. Dafür bekommt man eine, trotz erwähnten Akku, leichte und bequem zu tragende Brille die dank wechselbaren Nasenstück auch fast jedes Riechorgan schmücken kann und sich auch für die meisten Brillenträger eignet.

