BenQ X2200W
Mit dem X2200W möchte BenQ einen blitzschnellen Monitor speziell für Vollblut-Gamer anbieten. Wir testen neben den üblichen Faktoren wie Bildqualität und Verarbeitung vor allem, wie sich die vielversprechenden Werte von 2ms Grey-to-Grey Reaktionszeit in ihrem primären Einsatzgebiet schlagen.
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Technik
Äußerlich sind kaum Zeichen dafür zu erkennen, dass der X2200W ein Gaming-Monitor ist. Er ist in dezentem Schwarz gehalten, es gibt keinerlei Decals und die Aufschrift "game" ist winzig (sie befindet sich im rechten unteren Eck und ist etwa so groß wie die Beschriftung der OSD-Buttons). Lediglich die blaue "Unterbodenbeleuchtung" im Standby deuten darauf hin, dass es sich hier nicht um einen 0815-LCD-Monitor handelt. Rückt man allerdings zu den technischen Daten vor, häufen sich die Hinweise: der 22"-Monitor mit einer Auflösung von 1680x1050 baut auf ein besonders schnelles TN-Panel mit einer Grey-to-Grey-Reaktionszeit (GTG) von nur 2 ms.
Um den X2200W noch besser für schnelle Shooter zu rüsten, setzt BenQ neben einem schnellen Panel zusätzlich zwei Technologien ein: PerfectMotion - mit dem zugrundeliegenden Simulated Pulsed Driving - blendet bei jedem Bildwechsel zwischendurch ein Schwarzbild ein. Das soll dem menschlichen Auge helfen, das vorherige Bild zu vergessen und damit "Nachschleifeffekte" verringern. Der Advanced Motion Accelerator (AMA) zwingt die LCD-Kristalle durch höhere Spannung zu schnelleren Zustandswechseln. Die Kombination von PerfectMotion und AMA führt zu einer Motion Picture Response Time (MPRT) von nur 8 ms. Das klingt zwar zunächst deutlich langsamer als die im Datenblatt angegebenen 2 ms, dafür handelt es sich hier aber um die "echte" Reaktionszeit und nicht um den von vielen Herstellern zu Verkaufszwecken angegebenen wenig praxisrelevanten GTG-Wert.
In unserem Test ist in der Tat keinerlei Nachschleifen zu erkennen - weder bei schnellen Actionfilmen noch bei Shootern. Diesen Eindruck vermitteln jedoch alle Profile, also auch die, in denen AMA und PerfectMotion deaktiviert bleiben. Wählt man jedoch "Action Game" oder "Racing Game", wirkt der X2200W subjektiv schärfer und schneller. Dabei spielen aber auch die speziell angepassten Farb-, Kontrast- und Helligkeitseinstellungen, die die beiden Game-Settings mit sich bringen, mit.

