Windows 7
Nichts ist schneller zerstört als der Ruf! Das weiß Microsoft nur zu gut, besonders nach den anfänglichen Problemen mit ihrem aktuellen Betriebssystem Vista. Speziell bei der Spielergemeinde sitzt der Schreck noch immer tief, denn der gesehene Frameraten-Verlust kann nicht mehr so schnell vergessen werden. Nun will man mit Windows 7 wieder alles in Ordnung bringen. Ob hinter dem vergleichsweise raschen Nachfolger mehr als nur Marketing steckt, haben wir für euch herausgefunden.
Gute Vorsätze
Laut Bill Gates soll Windows 7 weniger Speicher benötigen und effizienter als das verschwenderische Vista sein. Dabei wurde ein besonderer Fokus auf die Performance gelegt, um unter anderem auch mobile Geräte unterstützen zu können, wie die allseits beliebten Netbooks. So kursieren Gerüchte im Internet, dass ein Intel Atom und 1 GB Arbeitsspeicher für eine flüssige Nutzung des Betriebssystems ausreichend sein sollen. Doch auch das obere Ende der digitalen Welt soll vom neuen Windows profitieren: Microsoft verspricht eine weit bessere Multicore-Nutzung und will aus gleichzeitig laufenden Prozessen zukünftig mehr herausholen. Bei unseren Tests konnten wir das neue und flinke Windows 7-Feeling deutlich spüren und sind äußerst zuversichtlich, dass die fertige Version mit den schlechten Gewohnheiten des Vorgängers aufräumen kann.
Nicht neu, nur anders
Windows 7 bringt deutlich weniger Änderungen als Windows Vista. Es scheint so, als würden die zuvor eingebrachten Features nur verfeinert worden sein. Zum Beispiel gibt es eine neue Taskleiste, die auf den Namen „Superbar“ hört. Diese vereint die Schnellstartleiste mit den derzeit laufenden Anwendungen und soll eine visuell übersichtlichere Art der Programmverwaltung bieten. Wir konnten Gefallen an dieser Vereinfachung finden, auch wenn es natürlich schwer ist, von der gewohnten Arbeitsweise abzulassen. Einen weiteren Feinschliff hat das Security Center erhalten. Da es ab nun alle Systemnachrichten verarbeitet, trägt es den passenderen Namen „Action Center“. Beim Durchstöbern ist uns sogleich aufgefallen, dass es jetzt möglich ist, jeder Anwendung eine eigene Benachrichtigungs-Einstellung zu geben – und schon war Ruhe auf dem Desktop eingekehrt! Und weil wir gerade bei der Lobeshymne sind, wollen wir auch die vorbildliche Säuberung der standardmäßigen Installation nennen. Kein Windows Mail, Movie Maker oder andere derartige unerwünschten Programme werden dem Benutzer aufgezwängt. Diese können optional unter dem Namen „Windows Live Suite“ heruntergeladen werden. Ebenso erging es der Sidebar inklusive Uhr, Kalender, Notizblock und dergleichen. Wer diese noch auf seinem Desktop haben will, der kann nachträglich zu den frei platzierbaren „Gadgets“ greifen.

