Google kündigt Stadia an

Google kündigt Stadia an

„The Future of gaming is not a box. It is a place…“ mit diesen markigen Worten sagt Google seinen Konkurrenten sowie den Konsolengrößen XBox und Playstation den Kampf an und kündigt mit Stadia eine vollkommen neue Videospielplattform an.

Eigentlich ist mit dieser Einleitung schon viel gesagt, denn Google verzichtet auf eine eigene Hardware-Plattform in Form einer Konsole, sondern will das Spielen in die Cloud auslagern und setzt dabei auf die eigene Project Stream-Technologie. In der geballten Power der hauseigenen Infrastruktur mit über 750 verteilten Knotenpunkten soll jeder Spieler auf eine Technologie zurückgreifen können die mit 10,7 Terraflops nicht nur weitaus stärker als die XBox One und PS4 ist, sondern dazu auch noch Gaming mit 4K-Auflösung, 60 Bildern per Sekunde und HDR. Bis zu 8K und 120 Bilder pro Sekunde sind bereits in Planung.

Spiele können dabei plattformübergreifend mit Tablet, TV, PC, Laptop und auch Smartphone gezockt werden. Langwierige Downloads sollen dabei der Vergangenheit angehören, nach maximal fünf Sekunden soll man bereits loslegen können.

Neben einem eigenen Controller wurden auch weitere Features von Stadia vorgestellt. Etwa die „State Share“-Funktion mit der man einen eigenen Spielstand als Link an Freunde verschicken oder auf Social Media teilen kann. Es ist sogar möglich, dass andere Spieler dann sogar genau an der gleichen Position weitermachen können. „Crowd Play“ ermöglicht es Streamern dagegen, seine Zuschauer gleich direkt zu Matches einzuladen und herauszufordern. Auch Splitscreen-Modus wird von Stadia unterstützt. Dabei wird jedes Fenster von einer eigenen Hardware berechnet und es müssen nicht wie bisher, die verfügbaren Ressourcen geteilt werden, was einen enormen Performance-Gewinn bringen soll.

Auch an eine Einbindung an YouTube hat man gedacht. Man kann nun in einem Spiel per Buttons oder Google Assistant Videos aufrufen, um dort etwa nach Hilfe zu suchen zu können. Googles Streaming Dienst springt dann sofort auf die entsprechende Stelle und zeigt dem Spieler die Lösung.

Für Entwickler verspricht Google, dass Stadia die bislang „flexibelste“ Entwickler-Plattform ist – Unreal Engine, Unity und Havok werden zum Start unterstützt. Dazu hat man auch noch mit der Style Transfer ML eine Technologie vorgestellt, mit der man mittels AI verschiedene Art-Designs automatisiert einbinden kann. Mit Stadia Games and Entertainment wurde dann auch gleich das erste hauseigene Entwicklerstudio präsentiert, welches sich natürlich auf Exklusiv-Titel für die Gaming-Plattform spezialsiert.

Google Stadia wird noch 2019 in den USA, Kanada und Europa an Start gehen. Genauere Infos sollen im Sommer folgen.

Kommentar abgeben