Assassin’s Creed III Remastered (Switch) im Kurztest
GRAFIK 3
SOUND 2
HANDLING 3
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 3

Assassin’s Creed III Remastered  auf der Nintendo Switch ist vom technischen Standpunkt aus betrachtet die schwächste Version und verdient den Zusatz „Remastered“ nicht wirklich. Spielerisch muss sich das Open-World Abenteuer aber nicht vor seinen Konsolen- und PC-Kollegen verstecken

Summary 2.8 passt
GRAFIK 3
SOUND 3
HANDLING 5
SPIELDESIGN 5
MOTIVATION 5
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Assassin’s Creed III Remastered (Switch) im Kurztest

Die Ankündigung eines Assassin’s Creed III Remastered kam nicht sehr überraschend, dass die Neuauflage des Open World-Spiels von 2012 aber auch für die Nintendo Switch erscheint, dafür umso mehr. Die Umsetzung für die „großen“ Plattformen konnte uns nur bedingt überzeugen und auf der kleinen Hybridkonsole kommen hier noch einige technische Schwächen hinzu. Spielerisch muss man dafür kaum Abstriche in Kauf nehmen. Aber schlägt sich diese Umsetzung für eine Nintendo-Konsole besser, als damals jene für WiiU?

1775. In den amerikanischen Kolonien wird jeden Augenblick eine Rebellion ausbrechen. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Connor Kenway, einem indianischen Assassine, der die Freiheit seines Volkes sichern muss. Kenner des Originals werden schon hier merken, dass sich in Sachen Story natürlich nichts verändert hat und auch inhaltlich gibt sich die Nintendo Switch Version keine Blöße und eröffnet dem Spieler die gleiche kolossale Open-World wie in der Ursprungsversion, beziehungsweise den kürzlich erschienenen Remastered-Varianten. Das inkludiert somit sämtliche Bonusinhalte, Extras und DLC’s sowie zusätzlich das Spiel Assassin’s Creed Liberation Remastered. Also darf man auch auf der Nintendo Switch Konsole ebenfalls mehr als 40 Stunden in die Welt der Assassinen eintauchen und kann mit Assassin’s Creed III Remastered das Finale der Desmond-Reihe erleben.

Abseits der identischen Inhalte, wurden natürlich auch die kleineren Gameplay-Neuerungen übernommen. So sieht man nun beispielsweise auf der Minimap welche Art von Gegner sich  hinter dem roten Punkt auf der Karte verbirgt und in welche Richtung er schaut. Weiters wurde die Möglichkeit hinzugefügt sich in Büschen zu verstecken, die Gegner durch Pfeifen anzulocken und mit Schusswaffen könnt – ihr anders als im Original – nun auch frei zielen. Nachdem es aber auf der Nintendo Switch keinerlei plattformspezifischen Content- und Gameplay-Neuerungen gibt, empfehlen wir euch für detailliertere Informationen dazu unseren Artikel zu PlayStation 4 Version von Assassin’s Creed III Remastered.

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Mehr Original als Remastered

In der technischen Umsetzung gibt es dann doch eklatante Unterschiede, die nicht zu Gunsten der Nintendo Switch Version ausfallen. Das beginnt zunächst mit der geringeren Auflösung von 1280×720 Bildpunkten, die eher der ursprünglichen Version 2012 des Spiels entspricht, als der Remastered Version. Sofern ihr aber im Handheld-Modus spielt, kommt diese aber kaum zum Tragen und kann durchaus vernachlässigt werden. Die Qualität der Texturen sowie immer wieder aufploppenden Objekte stören dagegen sehr und behindern teilweise auch den Spielfluss. Vor allem während den Kämpfen, wo schnelle Reflexe gefragt sind, kann das oftmals sehr frustrierend werden. Dazu kommt noch eine stark schwankende Framerate, die deutlich in den Keller sinkt, wenn es auf dem Bildschirm etwas actionreicher zugeht. Ebenso ist es etwas seltsam, dass es das überarbeitete Beleuchtungssystem aus den anderen Versionen nicht auf die Nintendo Switch geschafft hat und alles insgesamt viel zu dunkel wirkt, sodass man teilweise die Helligkeit manuell nachjustieren muss. Auch die Qualität der Sound- und Sprachsamples lässt teilweise sehr zu wünschen übrig und wurden scheinbar zu stark komprimiert.

Natürlich musste man aufgrund der leistungsschwächeren Hardware der Nintendo Switch mit einigen Abstrichen in der technischen Umsetzung rechnen, aber in Sachen Präsentation orientiert sich diese Remastered-Version eher an der Ursprungsfassung auf der Playstation 3 und XBox 360, als an der überarbeiteteten Variante für die aktuelle Konsolengeneration. Dafür kommen aber auf der Hybridkonsole die Bewegungssensoren der Joy-Con zum Einsatz, weil die dürfen nun auch zum Zielen verwendet werden. Nett gemeint, aber schlecht umgesetzt, denn mit Hilfe der Analogsticks lassen sich die Gegner viel präziser eliminieren.

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FAZIT

Assassin’s Creed III Remastered  auf der Nintendo Switch ist rein vom technischen Standpunkt aus betrachtet die mit Abstand schwächste Version und verdient den Zusatz „Remastered“ nicht wirklich. Spielerisch muss sich das Open-World Abenteuer aber sicherlich nicht vor seinen Konsolen- und PC-Kollegen verstecken, denn sämtliche Inhalte und Gameplay-Features wurden nahezu 1:1 übernommen. Wer also das dritte Assassin’s Creed  ausschließlich unterwegs im Handheld-Modus zocken möchte, der kann ruhig einen Blick riskieren, denn genau hier liegt der große und vor allem auch einzige Mehrwert der Nintendo Switch Version. Im angedockten Zustand offenbaren sich jedoch die teilweise eklatanten technischen Schwächen und wer ohnehin Wert auf eine halbwegs passable Präsentation und ein flüssiges Spielerlebnis legt, der sollte definitiv auf eine andere Plattform ausweichen.

Was ist Assassin’s Creed III Remastered? Die überarbeitete und für Nintendo Switch angepasste Version von Assassin’s Creed III, inklusive aller DLCs
Plattformen: PC, PS4, XBox One, Nintendo Switch
Getestet: Nintendo Switch
Entwickler / Publisher: Ubisoft
Release: 21.Mai 2019
Link: Offizielle Webseite

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