Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test
GRAFIK 4
SOUND 4
HANDLING 4
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 4

Solide Portierung eines ausgezeichneten Jump’n’Run-Titels. Genau solche Titel eignen sich perfekt für die Switch und machen Spaß – egal ob unterwegs, am Fernseher, allein oder zu zu zweit

Summary 4.0 geil
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Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test

Auch wenn die Wii U nicht den gewünschten kommerziellen Erfolg brachte, gab es doch ein paar sehr gute Spiele auf dem geistigen – wenn auch nicht technischen – Switch-Vorgänger. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Nintendo weiter fleißig portiert und nach Mario Kart, Bayonetta & Co. jetzt auch das aktuelle Abenteuer einer gewissen Affenfamilie auf seiner neuesten Konsole neuveröffentlicht.

Das Leben könnte so beschaulich sein auf der Kong-Insel. Die gesamte Affenfamilie – Diddy, Dixie und Cranky – ist zusammengekommen, um den Geburtstag von Donkey zu feiern. Doch kaum ist der Bananenkuchen serviert, fallen die hinterhältigen Viehkinger (Tiere, die zuviel Wickie gesehen haben) mit ihren Drachenbooten in das Inselparadies ein. Deren Anführer, König Qual, nutzt ein magisches Horn um einen Schneesturm herbeizurufen, der nicht nur die tropische Heimat der Kongs in ewiges Eis taucht, sondern gleich die ganze Geburtstagsgesellschaft davon bläst. Gestrandet auf einer weit entfernten Nachbarinsel, liegt es jetzt an Donkey und seinen Freunden, sich über mehrere besetzte Inseln zurück nach Hause zu kämpfen!

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Etwas Altes, etwas Neues

Was die rein technischen Aspekte betrifft, hat man sich im Rahmen der Portierung natürlich auch ein paar kleine Eingriffe erlaubt. Deutlich schnellere Ladezeiten weiß man vor allem im portablen Modus unterwegs zu schätzen und die minimalen grafischen Anpassungen – die Auflösung wurde nach oben geschraubt und die Texturen sind entsprechende etwas schärfer – machen das Spiel auch nach aktuellen Standards ansehnlich.

Story, Spielmechaniken und Levels ließ man hingegen (fast) unberührt. Nach wie vor gilt es sechs Hauptinseln und eine geheime Bonus-Insel zu erkunden. Landschaftlich wird dabei viel Abwechslung geboten – tropische Mangrovenwälder, exotische Unterwasserwelten, herbstliche Bergwelten und wahrhaft steppende Steppen sollen nur einige Beispiele sein. Bei deren Erforschung verfolgt man ein ziemlich klares Schema: Möglichst viele Bananen (100 bringen ein zusätzliches Leben), Münzen (zum Kauf von Bonus-Gegenständen) sowie Puzzle-Teile und KONG-Buchstaben (für entsperrbare Extras) sammeln. Erschwert wird das durch die zahlreichen Gegner und die oft nicht minder feindselige Flora.

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Familienbande

Donkey ist zwar groß und stark, aber nicht der beste Springer und ohne die Hilfe seiner Familie wäre er aufgeschmissen. Diese versteckt sich wie gehabt in überall verstreuten Fässern und wird – sobald aus dem Fass geklopft – gerne von Donkey huckepack genommen. Diddy bringt dabei sein Jetpack mit und erlaubt weitere Sprünge. Dixie kann ihre wirbelnden Haare gegen Gegner oder als Hubschrauber-Ersatz nutzen. Und Cranky hat sich etwas was von Onkel Dagobert aus Duck Tales abgeschaut und verwendet seinen Stock bei Bedarf als Pongo-Stick, um für den nötigen Respektabstand zu Gegnern und unfreundlichen Untergründen zu sorgen. Am Ende jeder Insel wartet natürlich auch der obligatorische Boss, einer der Anführer der Viehkinger-Horden, auf uns.

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Doppelte Portion Funk(y)

Aber kommen wir zum eingangs erwähnten „fast“ zurück, was die inhaltlich Portierung betrifft. Scheinbar hat man nämlich Mitleid mit jenen Spielern gehabt hat, denen der – tatsächlich sehr, sehr knackige – Schwierigkeitsgrad des Originals vielleicht doch etwas zu viel war. Zwei Neuerungen sind es konkret, mit denen man dem Schwierigkeitsgrad zumindest die schärfsten Zähne ziehen kann: Ein neuer Spielmodus und eine neue spielbare Figur.

Neben dem Originalmodus – welcher 1:1 die Inhalte, aber eben auch den unnachgiebigen Schwierigkeitsgrad des Originals bietet – gibt es auch einen neuen Funky-Modus, der einige Erleichterungen mit sich bringt. Alle Kongs verfügen hier von Haus aus über ein zusätzliches Herz, kaufbare Bonusgegenstände (Fässer, Extraleben, etc.) sind günstiger und/oder effektiver. Bis zu fünf Gegenstände können zudem in einen Level mitgenommen werden oder beim mittleren der drei Level-Checkpoints hinterlegt werden. Zudem merkt sich das Spiel, welche KONG-Buchstaben man schon eingesammelt hat. Man darf beim ersten Durchgang also ruhig mal einen übersehen.

Ausschließlich im Funky-Mode kann man zudem auch die Hauptfigur auswechseln. Dann darf sich nämlich die restliche Familie entspannt zurücklehnen und der coole Surfer-Affe Funky übernimmt. Funky rollt und kämpft wie Donkey, verzichtet aber auf die Mithilfe der restlichen Familie. Die braucht er nämlich schlichtweg nicht, denn er verfügt über eine ganze Menge zusätzlicher Fähigkeiten, die das Affenleben enorm erleichtern. So kann er nicht nur in der Luft einen Doppelsprung ausführen, sondern auch sein Surfbrett nutzen, um langsam zurück zum Boden (oder über einen Abgrund) zu gleiten. Das Sportgerät verhindert zudem, dass er Schaden von unten nimmt: Egal ob Stacheln oder Klingen aus dem Boden, ja sogar gehörnte Gegner können ihm keinen Schaden zufügen. Und wir sind noch immer nicht am Ende der Fähigkeitenliste! Unter Waser kann sich Funky beliebig lange bewegen, anders als Donkey erspart man sich die lästige Jagd nach der nächsten Luftblase. Und last but not least: Funky startet mit fünf und damit drei (!) Herzen mehr als sein Verwandter im Original-Modus. Ganz ehrlich: Funky stellt fast schon so etwas wie einen Cheat-Charakter dar, so übermächtig sind seine Fähigkeiten im Vergleich.

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Wer möchte, kann die Herausforderungen übrigens auch zu zweit angehen. Spieler 2 übernimmt dann die Kontrolle über eines der Familienmitglieder. Wer gut zusammenarbeitet, kann sich das Affenleben noch einmal deutlich einfacher machen. Zudem kann man – zumindest solange der andere Mitspieler noch am Leben ist – bei Verlust eines Lebens wieder direkt einsteigen und muss nicht beim letzten Checkpoint anfangen. Sehr praktisch und erfreulich ist zudem, dass der Mehrspielermodus auch problemlos mit den ganz normalen JoyCons funktioniert. Links und recht vom Bildschirm abgenommen, kann man sich fast immer und überall mit einem Freund zusammen ins Abenteuer stürzen.

FAZIT

Die Switch ist die Konsole, die ich gerne schon statt der Wii U gehabt hätte. Und Tropical Freeze ist genau die Art Spiel, die ich darauf spielen wollte. Die abwechslungsreichen Levels eignen sich perfekt für eine kurze Session zwischendurch, vor allem da das Spiel jetzt dank Funky-Mode und Funky Kong deutlich nachsichtiger und einsteigerfreundlicher ist.

Was ist Donkey Kong Country: Tropical Freeze? Gelungene Portierung des Wii U-Hits und zudem noch eines der besten „klassischen“ Jump’n’Runs überhaupt.
Plattformen: Nintendo Switch
Getestet: Nintendo Switch
Entwickler / Publisher: Retro Studios / Nintendo
Release: 04. Mai 2018
LinkOffizielle Webseite

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