DOOM (Switch) im Test
GRAFIK 4
SOUND 5
HANDLING 3
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 4

Rein vom spielerischen Standpunkt aus betrachtet spielt sich DOOM auf Nintendo Switch sich nahezu identisch wie die Versionen der Konsolen-Kollegen und sogar im Handheld-Modus macht die actionreiche Ballerei richtig viel Spaß! Erwartungsgemäß kann man bei der technischen Umsetzung aufgrund der deutlich schwächeren Hardware da leider nicht ganz mithalten

Summary 4.0 geil
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DOOM (Switch) im Test

Schaut man auf den aktuellen Spielekatalog der Nintendo  Switch Konsole, dann merkt man ganz deutlich die Fokussierung auf eine ganz bestimmte Zielgruppe. Dazu zählen Familien und vor allem das jüngere Publikum, aber sicherlich nicht die Fans von actiongeladenen Old-School-Ballerspielen. Umso überraschender war die Ankündigung von Publisher Bethesda, das letzte Jahr erschienene DOOM auch für die Hybrid-Konsole zu veröffentlichen. Das offensichtlichste Problem bei der Umsetzung: Die schwache Hardware. Aber wir können Entwarnung geben, denn DOOM spielt sich auf Nintendo Switch fast genauso gut, wie auf den leistungsstärkeren Konsolen und dem PC.

Das erste DOOM erschien im Dezember 1993 und setzte zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung neue Maßstäbe im Bereich der 3D-Grafik. Die Version aus dem letzten Jahr war so etwas wie eine Art Reboot, bei der nicht nur die Geschichte wiederverwertet wurde. Und so sind es wieder die Forschungen der Union Aerospace Corporation (UAC) an einer neuen Energiequelle namens Argent, welche auf dem Mars ein Dimensionstor zur Hölle öffnen, das schließlich zur Invasion von Dämonen und anderern teuflischen Kreaturen führt. Als Spieler schlüpft man in seinen Praetor Suit, versucht die Monster zurückzuschlagen und das Portal wieder zu schließen. Diese Simpel-Story bildet den Hintergrund für brachiale Action und Dauerfeuer-Spaß für Adrenalin-Junkies.

Die spielerischen und inhaltlichen Unterschiede zwischen der nun erschienenen Nintendo Switch Version und seinen Konsolen- und PC-Kollegen sind marginal und kaum der Rede wert. Wer also nicht weiß worum es in DOOM nun genau geht und was ihn erwartet, dem empfehlen wir unseren ausführlichen Test. DOOM für Switch bietet sogar noch mehr, denn es enthält alle bis dato erschienenen Inhalts-Updates, sowohl für den Single-Player-, als auch für den Mehrspieler-Modus, inklusive der neuen Arcade-Variante, bei der es das Ziel ist, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Lediglich der SnapMap Editor zum Erstellen eigener Inhalte fehlt und auch in Sachen Technik muss man einige Abstriche in Kauf nehmen.

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Höllenritt mit Downgrades

Zunächst wurde die Auflösung im Vergleich zur PC, XBox One und PS4 Version von 1080p auf 720 Bildpunkte reduziert, sowohl im TV- als auch im Handheldmodus. Auch bei der Bildwiederholungsrate muss man sich nun mit 30 FPS zufrieden geben, was eine Halbierung im Vergleich zur Konkurrenz bedeutet. Dafür läuft DOOM auf der Switch Konsole großteils flüssig und ohne gröbere Probleme. Lediglich bei stärkerem Gegneraufkommen oder bei aufwändigen Grafikeffekten, wie etwa Explosionen, sind hier teilweise doch deutliche Einbrüche in Form von Rucklern zu erkennen – vor allem dann, wenn man über die Dock-Station auf dem Fernseher zockt. Im Handheld-Modus sind solche Probleme eher die Ausnahme. Hier fallen dann auch die Grafik-Downgrades nicht so sehr auf, wie am großen Bildschirm. Matschige Texturen, Kantenflimmern und eine allgemein etwas unscharfe Optik zeigen dann doch die Grenzen der Hardware sehr deutlich auf. Keine Abstriche gibt es dagegen bei der Soundkulisse und so wird das Spielgeschehen erneut von einem wuchtigen Metal-Soundtrack begleitet, der die actiongeladenen, temporeichen Scharmützel atmosphärisch stimmungsvoll begleitet.

Auch DOOM unterstützt die Bewegungssensoren der Joy-Cons und so können die spektakulären Glory-Kills nun ganz einfach mit einer Handbewegung nach vorne ausführen. Weil man das gleiche Resultat aber auch erzielt, wenn man den rechen Analog-Stick drückt, ist es ratsam, vor allem für längere Sessions, einen Pro Controller zu verwenden. Wer diesen verwendet, der steuert den Marine ähnlich präzise wie auf den anderen Plattformen. Erstaunlich gut funktioniert der Handheld-Modus. Abgesehen davon, dass dabei auch technisch alles etwas flüssiger läuft, präsentiert sich die Steuerung mit den seitlich angeflanschten Joy-Cons als durchwegs brauchbare Alternative für unterwegs, auch wenn man natürlich mit gewissen Abstrichen aufgrund der etwas kleineren Bedienelemente rechnen muss.

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Mehrspieler inklusive

Wie bereits erwähnt, ist neben der Einzelspieler-Kampagne auch der vollständige Mehrspieler-Modus von DOOM in der Switch Version enthalten. Weil aber auf der Cartridge nicht genügend Platz ist, gibt es diesen aber nur als zusätzlichen Download, in Form eines 9GB großen Patches. Als digitale Version belegt das Spiel mit insgesamt 21,3 GB viel Platz auf der Konsole. Wer also nicht unbedingt andere Spiele löschen will, der muss sich wohl oder übel eine zusätzliche Speicherkarte zulegen. Als Infrastruktur für den Mehrspieler-Modus verwendet Bethesda eigene dezierte Server, die über eine im Spiel integrierte Lobby erreicht werden. Leider hatte ich dabei manchmal Verbindungsprobleme und konnte mich nicht zu einem Server connecten. Auch über gelegentliche Programmabstürze musste ich mich ärgern. Weil aber für mich schon auf den großen Konsolen der Mehrspielermodus nicht mehr als eine nette Draufgabe war, kann ich das leicht verschmerzen. Wer jedoch den Fokus auf die Multiplay-Partien legt, der sollte vielleicht aktuell dann doch leiber auf PC, XBox One oder PS4 ausweichen.

FAZIT

Meinen ehrlichen Respekt an die Entwickler von Panic Button, denn die haben bei der Portierung von DOOM auf Nintendo Switch ganze Arbeit geleistet. Rein vom spielerischen Standpunkt aus betrachtet spielt es sich nahezu identisch wie die Versionen der Konsolen-Kollegen und sogar im Handheld-Modus macht die actionreiche Ballerei richtig viel Spaß! Erwartungsgemäß kann man bei der technischen Umsetzung aufgrund der deutlich schwächeren Hardware da leider nicht ganz mithalten. Wer schon auf PS4, XBox One oder dem PC gezockt hat, der wird vermutlich sogar etwas enttäuscht sein, aber trotz aller technischen Einschränkungen hat man aus der Switch herausgeholt, was möglich war. Zum Glück fallen die matschigen Texturen und die allgemein etwas unscharfe Optik bei den temporeichen Kämpfen nicht allzu sehr auf, lediglich die gelegentlichen Schwankungen in der Framerate an einigen Stellen stören etwas den Gesamteindruck. Aber grundsätzlich ist  DOOM für Nintendo Switch eine rundum solide Umsetzung und mit Sicherheit aktuell der beste Shooter für die kleine Hybrid-Konsole.

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