FIFA 18 (Switch) im Test
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HANDLING 4
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 3

Wie auch die PC-Version ist FIFA 18 auf Nintendo Switch eine Go-to Fußballsimulation für Gelegenheitsspieler. Sie ist auch mit Abstand die beste Handheld-Version, aber im direkten Vergleich mit Playstation und XBox zieht sie klar den Kürzeren – nicht nur technisch, sondern vor allem auch im Umfang

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FIFA 18 (Switch) im Test

Alle Jahre wieder kommt ein neues FIFA. Zumindest wenn man Playstation, XBox oder PC-Spieler ist, denn Besitzer einer Nintendo Konsole mussten die letzten Jahre auf EA’s Fußball-Simulation verzichten. Dank Switch ist diese Durststrecke zum Glück vorüber und nun dürfen sich wieder alle die Trikots überstreifen und das Runde ins Eckige befördern. Auf dem Konsolen-Handheld-Hybriden muss man bei FIFA 18 aber leider ein paar Abstriche in Kauf nehmen.

Auf den Current-Gen-Konsolen, sprich PS4 und XBox One, sowie auf dem PC konnte FIFA 18 in puncto Grafik und Präsentation einen deutlich Sprung nach vorne machen. Die Nintendo Switch Version hat jetzt zwar den Vorteil, dass man es mit keinem direktem Vorgänger-Spiel vergleichen kann, aber auch den großen Nachteil, dass man es aufgrund der deutlich schwächeren Hardware gegenüber den leistungsfähigeren Hardware-Kollegen in diesem Bereich deutlich den Kürzeren zieht. Das groß angepriesene „EA SPORTS FIFA 18 – Powered by Frostbite“ mag vielleicht für PS4, XBox One und PC zutreffen, auf Nintendos Hybrid-Konsole jedoch definitiv nicht. Die Grafik befindet sich eher auf der gleichen Stufe wie die Legacy-Version von FIFA 18, also in etwa auf dem Niveau von PS3 und XBox 360, wobei jedoch dank hübscheren Effekten, besserer Beleuchtung sowie höherer Texturenqualität grafisch alles ein klein wenig besser aussieht. Insgesamt also durchaus passabel, vor allem auch deswegen, weil  dank einer Auflösung von 1080p auf dem Fernseher sowie 720p im Handheld-Modus und mit einer konstanten Framerate von 60 FPS, dem Spieler eine grundsolide Fußballerfahrung geboten wird.

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Das nächste Spiel ist immer das nächste

An verschiedenen Spielmodi bietet FIFA 18 zunächst die üblichen Verdächtigen. Mit dabei ist natürlich der Karriere-Modus, den ihr wahlweise als Spieler oder als Trainer bestreiten könnt, ein Turniermodus darf ebenso nicht fehlen und sogar um den Länderspiel-Pokal der Frauen darf gedribbelt werden. Wer etwas üben will, der kann das mit verschiedenen Trainings- und Skill-Spiele tun. Ganz neu und exklusiv für die Switch gibt es nun den Modus Anstoss, welcher ein schnelles Kickerl mit Vereins- oder Nationalmannschaften ermöglicht. Erstmals auf eine Nintendo Konsole hat es auch das FIFA Ultimate Team geschafft –  zumindest in einer geringfügig abgespeckten Variante. Wie gehabt kann man dabei dein eigenes Team aus tausenden echter Spieler erstellen und dieses dann auch managen. Gestrichen wurde dafür der Story-Modus „The Journey“ und so gibt es auf Nintendo Switch kein Wiedersehen mit Alex Hunter.

Zwei Freunde müsst ihr sein

Eine der großen Stärken der FIFA-Spielreihe war schon immer der lokale Mehrspielermodus und der fehlt natürlich auch auf Nintendo Switch nicht. Hier hat die Hybrid-Konsole sogar den Vorteil, dass man keine zusätzlichen Controller braucht, sondern sich zwei Spieler eine Joy-Con teilen können. Das ermöglicht dann schnelle, unkomplizierte Matches – egal ob am TV oder im Handheldmodus. Die Steuerung funktioniert damit zwar für ein kurzes Match einigermaßen passabel, wer aber länger spielen will, der sollte sich ein weiteres Paar Joy-Cons oder den Pro Controller zulegen, denn damit lassen sich die Fußballer um einiges präziser dirigieren. Online-Machtes sind natürlich auch möglich, aber hier macht sich wieder die fehlende Infrastruktur bemerkbar, denn es sind lediglich Partien gegen zufällig ausgewählte Gegner möglich. Voraussetzung dafür ist aber, wie alle anderen Online-Modi auch, die Verknüpfung des Nintendo-Accounts mit einem EA-Konto. Wer zwar zu zweit, aber nicht gemeinsam auf der gleichen Konsole spielen will, für den gibt es die „Lokale Saisons“. Damit lassen sich zwei Switch per WiFi miteinander verbinden, sodass jeder auf seinem eigenen Gerät im Handheldmodus zocken kann.

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Ball rund muss in Tor eckig!

Nicht nur in Sachen Präsentation und Umfang gibt es teilweise große Unterschiede zwischen FIFA 18 auf Nintendo Switch und seinen Konsolen-Konkurrenten, auch spielerisch fühlt es sich eher wie der Vorgänger an, also wie die aktuelle Version. Die Matches sind nun schneller, alles läuft flüssiger, aber gleichzeitig ist es auch einfach geworden, mit Weitschüssen ein Tor zu erzielen. Das kann aber auch an der meist eher mäßigen Gegner-KI  liegt, die vor allem im Defensivbereich sehr schwächelt. Insgesamt kommt die Spielmechanik Gelegenheits-Fußballern zugute, Profis werden ohnehin auf PS4 oder XBox One ausweichen.

FAZIT

Was wir über die PC-Version gesagt haben, das gilt erst recht für Nintendo Konsolen-Handheld-Hybriden: FIFA 18 für Switch ist eine Go-to Fußballsimulation für Gelegenheitsspieler. Ohne Frage ist die aktuelle Fußballsimulation von EA Sports die mit Abstand beste Handheld-Version, im direkten Vergleich mit Playstation und XBox zieht sie aber klar den Kürzeren – nicht nur technisch, sondern vor allem auch im Umfang. Wer diese Abstriche in Kauf nehmen will, der bekommt ein solides Sport-Spiel, welches vor allem aufgrund unkomplizierter, schneller Matches gegen Freunde enorm viel Spaß machen kann.

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