Firewall Zero Hour im Test
GRAFIK 4
SOUND 4
HANDLING 3
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 3

Firewall Zero Hour macht Spaß, wenn alles flüssig funktioniert und es zu einem schnellen Matchmaking kommt. Natürlich kann der Titel auch alleine gespielt werden, es macht aber bei Weitem mehr Spaß, in einem Team gemeinsam sein Ziel zu erreichen. Der Shooter versetzt euch in ein spannendes Szenario und es handelt sich hier absolut um ein Spiel, das den weiteren Weg der VR-Spiele ebnen wird. Sowohl Genre-Neulinge wie auch VR-Veteranen werden hier ihren Spaß haben

Summary 3.6 stark
GRAFIK 4
SOUND 4
HANDLING 5
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 4
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Summary 4.2 geil

Firewall Zero Hour im Test

Als großer Star Trek Fan ist die VR-Brille das Näheste, das derzeit an ein eigenes Holo-Deck herankommt. Daher ist meine Freude über ein neues VR-Spiel immer groß – auch bei Firewall Zero Hour. Die Entwickler von First Contact Entertainment Inc. wollten einen immersiven VR-Shooter schaffen – und das ist ihnen absolut gelungen.

Computer, starte Programm „Firewall Zero Hour“

Nach dem Anschluss der VR-Brille und Justierung der Kamera kann es dann auch schon losgehen. Gespielt werden darf mit dem regulären Gamepad oder dem separat erhältlichen PlayStation VR-Ziel-Controller – für den Test wurde der klassische PS4-Controller benutzt. Optionen und Spielmodi können durch das Zielen des Controllers auf das jeweilige Feld und per Druck der rechten Schultertaste ausgewählt werden – ihr schießt euch also durch das Menü. Im Tutorial des Games werden die Grundlagen der simplen und gängigen Shooter-Steuerung erklärt. Das Bild ist im Vergleich zu anderen VR-Spielen sehr scharf, einzig ein paar Texturen, beispielsweise Gitter, flimmern bei schnelleren Bewegungen mitunter stärker.

Absprache und Teamwork sind ein Muss.

Absprache und Teamwork sind ein Muss.

Hacken oder gehackt werden

Firewall Zero Hour bietet neun verschiedene Szenarien, beispielsweise ein Hotel oder einen Frachthafen, die in drei verschiedenen Spielmodi in jeweils zwei Vierer-Teams erkundet werden.

  • Training – Einzelspielermodus: Hier könnt ihr euch alleine in eines der neun Szenarien wagen, um eure Fähigkeiten zu verbessern und Erfahrungspunkte für den Mehrspielerfortschritt sammeln.
  • Training – Kooperativer Mehrspielermodus: In diesem Modus könnt ihr mit anderen Spielern gemeinsam gegen Computergegner kämpfen. Ihr dürft zwischen einem öffentlichen und privaten Match wählen.
  • Auftragsmodus – Kompetitiver Mehrspielermodus: Die Spieler treten in zwei Teams gegeneinander an, auch hier kann zwischen öffentlichem und privatem Match gewählt werden.

Das Spielprinzip ist simpel – es geht darum, einen Laptop zu hacken, dessen Standort-Koordinaten durch die Zerstörung einer von zwei Firewalls erhalten wird – und das in maximal fünf Minuten. Informationen werden vom Auftraggeber akustisch erteilt und Markierungen auf einem Armtablet angezeigt, welches jedoch im Eifer des Gefechts leicht aus den Augen zu verlieren ist. Auch an Linkshänder wurde hier gedacht: Die passende Steuerung kann zu Beginn des Spiels ausgewählt werden. Um zu zielen, muss durch das Visier der Waffe geblickt werden – so seht ihr das eigentliche Fadenkreuz der Waffe. Das Treffer-Feedback selbst könnte noch etwas stärker ausfallen, da man das eine oder andere mal noch länger auf bereits gefallene Gegner schießt.

Es werde Licht

Gespielt werden kann einer von zwölf verschiedenen Söldnern, die jeweils verschiedene Eigenschaften, wie z. B. erhöhter Explosionsschutz, besitzen. Der spielbare Charakter darf vor jeder Mission gewechselt oder seine Ausrüstung angepasst werden. Mit steigendem Level – ab Stufe vier – können Waffen verbessert werden, beispielsweise indem ihr sie mit Schalldämpfern ausstattet, sowie eine Sekundärfähigkeit erlernt werden. Ausgerüstet sind die Söldner mit zwei Schusswaffen und Splitter/Rauchbomben bzw. Blendgranaten. Letztere sind wirklich effektiv, da man durch diese tatsächlich etwas geblendet wird und somit einige Sekunden benötigt, bis man das Spielgeschehen wieder uneingeschränkt verfolgen kann.

Hier wird in einer Lagerhalle nach Gegnern gejagt.

Hier wird in einer Lagerhalle nach Gegnern gejagt

Planung, Absprache und Teamwork

In Firewall Zero Hour wird schnell klar: Wer kein Headset benutzt, um sich mit seinen Spielpartnern abzusprechen, ist klar im Nachteil, und die Chancen auf einen erfolgreichen Missionsabschluss sehr gering, denn Teamwork und Taktik haben hier oberste Priorität. Langsames Vorantasten, in Deckung Gehen und um die Ecke Schießen sind ein Muss. Durch das Tragen der VR-Brille ist es hervorragend möglich, sich jederzeit umzusehen und entsprechend schnell auf Gegner zu reagieren. Das Spiel ist außerdem mit einer kompletten Surround-Tonausgabe ausgestattet, wodurch der Aufenthaltsort der Gegenspieler leichter erahnt werden kann. In den Missionen gilt es, Munition und andere Hilfsgegenstände einzusammeln, die zwecks leichterer Erkennung weiß umrandet sind und gleich ins Auge springen. Werdet ihr getroffen, haben eure Mitspieler noch einen kurzen Zeitrahmen, um euch zu heilen, doch auch der Tod bedeutet nicht euer persönliches Missionsende: Nach deinem Ableben habt ihr die Möglichkeit, die verschiedenen Sicherheitskameras der Areale durchzuschalten und so eure Mitspieler vor Gegnern und Fallen zu warnen.

Die liebe Warterei

Die normalen Ladezeiten des Games sind im Vergleich zu anderen VR-Spielen kurz gehalten und fallen durchaus positiv auf – wenn da nicht das Matchmaking wäre. Da im Online-Modus in jeweils zwei Vierer-Teams gespielt wird, werden pro Runde acht Spieler benötigt, um eine Mission zu starten. Die Zuweisung in das Angriffs- oder Verteidungsteam erfolgt zufällig, genauso wie die Wahl des Szenarios. Das Warten auf ein komplettes Team kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen – in einem Fall kam es zu einer 12-minütigen Wartezeit.

Im Eifer des Gefechts

Im Eifer des Gefechts

Die Sache mit der Motion-Sickness

Ich persönlich hatte noch nie Probleme mit Motion Sickness – bei  bisher erschienen VR-Spielen. Doch es gibt bekanntlich für alles ein erstes Mal. Um herauszufinden, ob es bei Firewall Zero Hour nur bei mir zu Beschwerden kommt, habe ich das Spiel bei einem Spieleabend mit Freunden ausprobiert – keine gute Idee. Der Abend fand ein jähes Ende, da nicht einer von uns vieren keine Kopfschmerzen und leichte Übelkeit empfand. Nachdem ich in den Einstellungen die Rotationsbewegung von ruckartig auf fließend eingestellt hatte, konnte zumindest ich ohne gröbere Beschwerden spielen. Firewall Zero Hour sollte jedoch nicht zu lang am Stück und mit einigen Pausen gespielt werden, um einer möglichen Motion Sickness vorzubeugen – besonders dann, wenn ihr besonders empfindlich seid.

FAZIT

Firewall Zero Hour macht Spaß, wenn alles flüssig funktioniert und es zu einem schnellen Matchmaking kommt. Natürlich kann der Titel auch alleine gespielt werden, es macht aber bei Weitem mehr Spaß, in einem Team gemeinsam sein Ziel zu erreichen. Der Shooter versetzt euch in ein spannendes Szenario und es handelt sich hier absolut um ein Spiel, das den weiteren Weg der VR-Spiele ebnen wird. Sowohl Genre-Neulinge wie auch VR-Veteranen werden hier ihren Spaß haben.

Was ist Firwall Zero Hour? Atmosphärischer VR-Ego-Shooter, in dem Teamwork das Wichtigste ist.
Plattformen: PlayStation VR
Getestet: PS4 Pro mit regulärem Gamepad
Entwickler / Publisher: First Contact Entertainment / SIEE
Release: 28. August 2018
LinkOffizielle Webseite

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