Five Nights At Freddy’s VR: Help Wanted im Test
GRAFIK 5
SOUND 5
HANDLING 5
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 5

Five Nights At Freddy’s ist ohne Zweifel eines der coolsten Indie-Games der letzten Jahre und die VR-Variante hebt das Ganze nochmal auf ein komplett neues, wundervoll schauriges Level, das sich kein VR-Horror-Fan entgehen lassen sollte

Summary 4.8 geil
GRAFIK 0
SOUND 0
HANDLING 0
SPIELDESIGN 0
MOTIVATION 0
Gesamtscore von Userbewertungen. Du kannst deine eigene Bewertung abgeben - einfach auf die Sterne klicken und "Abschicken" drücken.
Abschicken
Summary 0.0 schwach

Five Nights At Freddy’s VR: Help Wanted im Test

Gehört ihr zum Typ Mensch, der Puppen und Stofftiere gruselig findet? Schaut ihr Horrorfilme am liebsten durch eure geschlossenen Finger? Und schreckt ihr sogar dann hoch, wenn euch jemand nach Vorwarnung erschreckt? Dann ist Five Nights At Freedy’s VR: Help Wanted das perfekte Spiel für euch – not.

Es war einmal … ein Serienmörder

Horrorspiele kommen in allen möglichen Variationen: Von den klassischen Psychothrillern über gänsehautreife Geisterstories bis hin zu den kürzlich besonders (und schon fast zu) beliebten Zombie-Games. Five Nights At Freddy’s setzt hier auf eine Mischung aus allen drein, schmeißt noch eine ordentliche Portion Sarkasmus mit in den Topf, und raus kommt das schrägste Zitter-Spiel, das ihr in den letzten Jahren gezockt habt. Und nun dürft ihr das sogar in VR tun.

Solltet ihr bislang noch nie ein Five Nights At Freddy’s ausprobiert haben, wird es höchste Zeit dafür – bis dahin hier eine kurze Zusammenfassung der Hintergrund-Story: Irgendwann in den 70ern war da mal ein familienfreundliches Diner, das mithilfe niedlicher Animatronics zwei Arten von Kunden anzog: Eltern mit ihren Kindern – und Kindesmörder. Was folgte, war nicht nur eine mittlerweile 8-teilige Serie von Videogames voll von besessenen Animatronics, Familientragödien und zunehmend bizarreren Restaurantideen, die diese vereinen, sondern auch ein ganzer Kader an schaurigen Mini-Games, die sich in VR noch eine ganze Weile gruseliger gestalten als in Nicht-VR. Auftritt: Five Nights At Freddy’s VR: Help Wanted.

  • FNAF-VR-2.jpg
  • FNAF-VR-3.jpg
  • FNAF-VR-5.jpg

Spaß mit alten Bekannten

In Five Nights At Freddy’s VR: Help Wanted werdet ihr gleich in mehrfacher Hinsicht in ein Virtual Reality Game gesteckt: Fazbear Entertainment möchte seinen nach mehreren blutigen Episoden nicht mehr ganz so astreinen Ruf verbessern und entwickelt deshalb ein VR-Spiel, das alle – in der Spielwelt realen – Ereignisse ins Reich der Fiktion verlagern und somit unglaubwürdig erscheinen lassen soll. Und Gratulation: Ihr seid der Beta-Tester!

In Help Wanted dürft ihr somit beinahe alle Mini-Games aus den vorigen FNAF-Teilen spielen, diesmal allerdings ordentlich aufgemotzt in VR – und dabei meinen wir nicht nur grafisch, sondern auch in Sachen Gänsehautfaktor: Wer meint, es war nervenaufreibend, am PC ein paar Mausklicks zu setzen, um nicht von brav auf den Bildschirm verbannten Animatronics zerfleischt zu werden, der hat noch nicht am eigenen Leib gespürt, wie beklemmend es erst ist, mit VR-Brille am Kopf im dunklen Zimmer Ausschau nach Kuscheltier-Monstern zu halten – beschützt lediglich von einer Taschenlampe, der jede Sekunde der Saft ausgehen kann.

Hier wären wir übrigens auch schon beim besten Part des allgemein tollen FNAF-VR-Games: der Atmosphäre. Nicht nur durch die offensichtliche Immersion dank VR-Perspektive, auch durch das wirklich einmalig umgesetzte Sounddesign und die weit intuitivere Steuerung mittels Move-Controllern, dank derer ihr nun noch hektischer Herumschauen und mit eurer Taschenlampe herumleuchten, aber auch schneller reagieren und bei Bedarf mehrere Aktionen gleichzeitig setzen könnt, gewinnt das Spiel nochmal gewaltig an Nervenkitzel und damit auch schaurigem Spielspaß. Einziger kleiner Minuspunkt: Die Tutorials am Beginn jedes Levels sind teilweise ein klein wenig vage, sodass ihr den einen oder anderen Animatronic-induzierten Tod sterben werdet, ohne eigentlich zu wissen, was genau ihr falsch gemacht habt. Glücklicherweise sind die einzelnen Aufgaben allerdings nicht allzu lange und nach spätestens zwei bis drei Versuchen hat man das Prinzip üblicherweise verstanden.

  • FNAF-VR-1.jpg
  • FNAF-VR-4.jpg

Nur Altbekanntes?

Die Mini-Games in FNAV VR: Help Wanted teilen sich in insgesamt sieben Kategorien auf: FNAF 1-3, Dark Rooms (Wer fürchtet sich vom Schwarzen Mann mit Taschenlampe statt Umdrehen), Parts and Service (angelehnt an das Nacht-3-Mini-Game in FNAF 5), Vent Repair (inklusive Monstern in den Schächten) und Night Terrors (quasi FNAF 4). Jedes Level kann dabei als normale sowie als Hard-Variante gespielt werden, wobei die Hard-Versionen durch noch weniger Strom/Batterie-Reserven, mehr Attacken, mehr Zeitdruck und Ähnliches erschwert werden.

In den Levels dürft ihr aber nicht nur bekannte schaurige Games nachzocken und ein paar neue Minispiele bzw. deren Varianten bestreiten, FNAF VR ist ein waschechter Eintrag im FNAF-Universum und kein FNAF wäre komplett, ohne kryptische Story-Happen, die die generelle Geschichte der Reihe wiederum auf nicht ganz so klar ersichtliche Weise ausbauen. Im siebten Serienteil gilt es somit, Glitches bzw. Tapes zu finden, die euch infolge Audioaufnahmen einer mysteriösen weiteren Beta-Testerin präsentieren, die von seltsamen Ereignissen innerhalb des Spiels berichtet – die ihr bald danach auch selbst erleben werdet … Und klarerweise gibt es nach Fund aller Tapes letztendlich auch noch eine „geheime“ Episode, die den Horror nochmal auf den Höhepunkt treibt. Mehr wollen wir an dieser Stelle aber auch gar nicht verraten.

Und noch ein paar Extras

Wem die umfangreiche Grusel-Minigame-Sammlung samt Secret Episode nicht reicht, der kann im Spiel schließlich auch noch auf Münzensuche gehen. Zudem schaltet ihr mit bestandenen Levels nach und nach eure Collection frei, die ihr euch am eigenen Preis-Kiosk ansehen dürft – Galerie so gut wie aller bisher in der Serie vorgekommener Monster inklusive.

FAZIT:

Five Nights At Freddy’s ist ohne Zweifel eines der coolsten Indie-Games der letzten Jahre – zumindest dann, wenn man auf eine gehörige Portion Herzrasen, gepaart mit Story-Theorie-Spinnen und schrägen Anspielungen steht – und lasst euch sagen: Die VR-Variante hebt das Erlebnis noch mal auf ein ganz neues Level: Gruselige Geräusche hinter, vor und neben euch, während ihr im stockdunklen Raum steht, Jump-Scares ohne Ende, neue witzige Mini-Games und toll umgesetzte Versionen bekannter Aufgaben, die sich in VR und mit Move-Controller-Steuerung nicht nur intuitiver denn je, sondern auch intensiver denn je anfühlen, sowie obendrein ein neues Kapitel in der immer komplexeren Hintergrund-Geschichte der FNAF-Serie sind allesamt richtig gute Gründe, um sich auch Teil 8 der Reihe zu holen – vorausgesetzt, eure Nerven sind stark genug dafür.

Was ist FNAF VR: Help Wanted? Schräge Horror-Mini-Game-Sammlung in VR
Plattformen: PS4 (PSVR, PC
Getestet: PSVR-Version
Entwickler / Publisher: Steel Wool Studios / ScottGames
Release: 28. Mai 2019
Link: Offizielle Webseite

Kommentar abgeben