Frantics im Test
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MOTIVATION 3

Wer auf die Zuneigung seiner Freunde nicht allzu viel Wert legt oder einfach Freunde hat, die Spaß verstehen, der wird mit Frantics garantiert seine Party-Freude haben. Die Minispiele bedienen sich zwar immer wieder der gleichen Elemente, bieten aber dennoch mehr als genug Abwechslung und gehen vor allem in Sachen Steuerung allesamt gut von der Hand

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Frantics im Test

Wer meint, dass gemeinsame Spiele-Sessions dazu beitragen, Freundschaften zu stärken, der hat wohl Sonys neuesten PlayLink Titel Frantics noch nicht ausprobiert. Wir haben uns die fies-verrückte Minispiel-Sammlung für euch angesehen.

Mit Frantics feierte Anfang März der bislang sechste Titel der neuen PlayLink-Reihe Release, bei der sich alles um das gemeinsame Zocken mit Freunden dreht. Das Besondere an PlayLink: Ihr spielt dabei nicht wie sonst üblich mittels PlayStation-Controller, sondern mit euren Smartphones oder Tablets und nutzt dabei deren ganz besondere Features, allen voran den Touchscreen, die Bewegungssensoren und die eingebauten Kameras. In Frantics geht es dabei vor allem darum, in insgesamt 14 Minispielen, die von wilden Rennen in eigentümlichen Fahrzeugen bis hin zu Ausflügen ins Weltall reichen, möglichst viele Kronen zu sammeln, um am Ende zu gewinnen – zumindest offiziell. Inoffiziell liegt der Sinn des Spiels nämlich eindeutig eher darin, es euren (bald Ex-?)Freunden so richtig auszuwischen und euch köstlich darüber zu amüsieren, wie sie sich grün und blau ärgern.

Ganz schön ausgefuchst

Sobald ihr Frantics gestartet und eure Handys oder Tablets mittels zugehöriger App mit dem Spiel verbunden habt, werdet ihr auch schon von eurem nicht ganz so charmanten Host Fuchs in Empfang genommen, der eigentlich als neutraler Schiedsrichter dienen sollte. „Eigentlich“ packen wir an dieser Stelle allerdings bewusst in Anführungszeichen, werdet ihr doch sehr schnell feststellen, dass nicht nur eure Kumpels, sondern auch Fuchs gehörig austeilen kann – und wird. Manieren beiseite, könnt ihr euch am Startbildschirm zunächst für euren Charakter entscheiden – jede Menge schrill designte Vertreter der Tierwelt stehen zur Auswahl – und euch dann in einen von drei Spiel-Modi stürzen: Im Party-Modus tretet ihr in einer Reihe zufällig ausgewählter Minispiele gegen bis zu drei Freunde an, im Custom-Modus könnt ihr euch eure eigene Auswahl aus den verfügbaren Mini-Games zusammenstellen und im Mini-Games-Modus dürft ihr jedes der 14 Spiele für eine schnelle Runde direkt anwählen. Seid ihr bloß alleine oder zu zweit, treten an die Stelle eurer restlichen Freunde KI-gesteuerte Charaktere, um die Games noch spaßiger zu machen – bekanntlicherweise ist es schließlich umso lustiger, umso mehr Leute einen leiden sehen wollen.

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Habt ihr euch für einen der Frantics-Modi entschieden, geht es in Folge wenig überraschend darum, während der Minispiele möglichst gut abzuschneiden, um die begehrten Kronen einzuheimsen – und der beste Weg, genau das zu tun, ist in den allermeisten Fällen nicht etwa, selbst zu brillieren, sondern dafür zu sorgen, dass eure Freunde kläglich scheitern. Ob ihr sie zu diesem Zweck nun mittels Bomben in die Luft jagt, per Rammen in den Abgrund bugsiert oder sie einfriert, um selbst die Führung zu erlangen, bleibt dabei ganz euch überlassen. Hauptsache, sie verlieren und ihr könnt sie schadenfroh auslachen.

Heavy Metal und Bürostuhl-Curling

Wenn es um die Mini-Games selbst geht, erwarten euch in Frantics, wie bereits angesprochen, insgesamt 14 Spiele: So müsst ihr beispielsweise beim „Kühne Kisten“-Rennen oder bei der „Schweinerei im Weltall“ als erster ins Ziel gelangen, könnt jedoch vor jeder Runde die Transportmittel eurer Kontrahenten mit wenig hilfreichen Extras aufmotzen. In „Einsame Spitze“ rutscht ihr mittels Kippen eures Handys/Tablets auf einem Eisfeld umher und müsste eure Freunde vom Rand stupsen, in „Feld der Fallen“ gilt es, als Erster Feld für Feld über ein Minen-gepflastertes Raster zu einem Topf Nudelsuppe und zurück zu springen, und in „Fallschirm-öffne-dich“ stürzt ihr gemeinsam in die Tiefe und müsst in bester „Angsthasen“-Manier möglichst spät euren Fallschirm öffnen, um als Letzter zu landen – ohne jedoch so ganz ungebremst am Boden aufzuklatschen. Auch ungewöhnliche Varianten bekannter Sportarten erwarten euch, beispielsweise das „Bürostuhl-Curling“, bei dem ihr euch auf einem Drehstuhl sitzend mittels Touchscreen möglichst nah an das Zentrum einer Zielscheibe schießen müsst – Achtung auf die versteckten Minen! – oder „Heavy Metal“, bei dem sich alles darum dreht, mittels Aufstampfens Tore zu schießen und euren Gegnern so Leben zu rauben.

Neben den Kronen, die es für den Sieg – oder zumindest euer Überleben – gibt, könnt ihr in den einzelnen Spielen auch Münzen einsammeln. Diese werden für diverse Auktionen benötigt, die zwischen den einzelnen Spielrunden immer wieder mal abgehalten werden und in denen ihr mit eurem Vermögen auf hilfreiche Gegenstände und sogar zusätzliche Kronen bieten könnt. Auch im „Großen Finale“ sind die Münzen von Vorteil – in dieser letzten Runde werden eure ergatterten Kronen in Leben umgewandelt und nur wer als längster übersteht, gewinnt. Nach jedem Lebensverlust könnt ihr jedoch im Shop nützliche Items mittels eurer Münzen kaufen und euch so einen (unfairen) Vorteil verschaffen.

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Letztendlich gibt es in Frantics noch einige Bonus-Spiele, die zwischen die Mini-Games eingestreut werden, und in denen ihr vor allem zusätzliche Münzen gewinnen könnt. Beim Bomben-Weitergeben dürft ihr so beispielsweise eine scharfe Bombe so lange halten, wie ihr möchtet – während sie euer ist, regnet es dabei Münzen für euch. Es gilt jedoch, nicht zu gierig zu sein und sie rechtzeitig weiterzugeben, denn wer in die Luft fliegt, verliert seinen Schatz. Bei den „Geheimmissionen“ bekommt ihr hingegen besondere Spezialaufgaben auf euren Handy-Bildschirm – erfüllt ihr sie, wartet wiederum der Geldsegen auf euch.

FAZIT

Wer auf die Zuneigung seiner Freunde nicht allzu viel Wert legt oder einfach Freunde hat, die Spaß verstehen, der wird mit Frantics garantiert seine Party-Freude haben. Die Minispiele bedienen sich zwar immer wieder der gleichen Elemente, bieten aber dennoch mehr als genug Abwechslung und gehen vor allem in Sachen Steuerung allesamt gut von der Hand. Auf lästiges Wiederholen der immergleichen Anweisungen wird löblicherweise verzichtet und durch den Custom-Modus sowie die Möglichkeit, alle Minigames auch direkt anzuwählen, steht auch einer schnellen 10-15 Minuten-Session zwischendurch nichts im Weg. Letztendlich spricht auch der angenehm niedrige Preis von bloß 19,99 Euro für den Titel. Alle Party-Game-Fans erhalten von uns deshalb eine klare Kaufempfehlung für Frantics.

Was ist Frantics? Spaßiges Party-Spiel mit PlayLink-Unterstützung, das voll und ganz auf Schadenfreude setzt
Plattformen: PS4 (PlayLink)
Getestet: PS4
Entwickler / Publisher: NapNok Games / Sony
Release: 7. März 2018
LinkOffizielle Webseite

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