Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds  im Test
GRAFIK 5
SOUND 5
HANDLING 5
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 5

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds ist mehr als nur ein DLC! Es webt sich wunderbar organisch in das Hauptspiel ein und erweitert Aloys Abenteuer um weitere Facetten. Die Geschichte rund um den Daemon ist spannend geschrieben und die Regie nimmt sich neben der Spannung auch Zeit für ruhigere Momente. Qualitativ muss sich die Spielerweiterung nicht vor Kollegen wie Blood & Wine verstecken. Man bekommt für sein Geld einiges geboten

Summary 4.8 geil
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Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds im Test

Aloys Reise durch eine postapokalyptische Welt voller mechanischer Urzeitwesen erwies sich als eines der besten Singleplayerspiele seit langem. Gameplay, Atmosphäre und kreative Einfälle in der Gestaltung der Spielwelt machen Horizon Zero Dawn für mich, neben The Last of Us und God of War, zum besten Argument dafür, dass Singleplayer Spiele ohne Online-Komponente ihre Daseinsberechtigung noch lange nicht eingebüßt haben. Umso mehr freut es mich, dass der DLC The Frozen Wilds dieses Argument noch einmal doppelt unterstreicht.

Die Freude am Unerwarteten

Horizon Zero Dawn war damals eine große Überraschung für mich. Ja, die Trailer hatten mir damals gefallen und ich war neugierig. Dennoch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich aufgrund des Settings – wir reden immerhin von mechanischen Dinosauriern – ein kleines Trash-Spektakel erwartet hatte. Was hatte ich mich doch geirrt! Denn Guerrilla Games lieferte nicht nur eine spannende Welt mit interessanten Gameplay, sondern auch einen narrativen Leckerbissen garniert mit einem Spannungsbogen sondergleichen. Aloys Abenteuer war Sci Fi die in die Tiefe geht, zum Nachdenken anregt, einen nicht mehr so schnell loslässt und am Ende sogar das abwegige Grundszenario logisch und glaubhaft erscheinen lässt. Deshalb war meine Freude groß als ich mit Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds das erste und einzige Story DLC zu Horizon Zero Dawn endlich in die Finger bekam.

Der Daemon des Nordens

In Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds  verschlägt es Aloy in den frostigen Norden der postapokalyptischen USA. „Der Schnitt“ nennt sich jene Hölle aus Eis und Schnee, welcher ein grimmiger Stamm von Nordmännern, die Banuk, als ihre Heimat auserkoren haben. Aufgrund ihres Kleidungs- und Lebensstils erinnern diese entfernt an Stämme der alten Germanen. Oder zumindest an das Bild, dass sich die Römer wohl damals über die Riesen im Norden ausgemalt haben. Dieses zurückgezogene, stolze und starke Volk wird in seinen Grundfesten erschüttert, als eine Wesenheit, welche den Schaurigen Berg Donnerkamm heimsucht, einige ihrer stärksten Krieger abschlachtet. Der „Daemon“, wie die Banuk diese Wesenheit nennen, ist in der Lage Maschinen zu korrumpieren und die ohnehin schon ungemütlichen Zeitgenossen noch stärker und widerstandfähiger zu machen. Als dann auch noch Gerüchte laut werden, dass der Daemon in der Lage ist neue Maschinen zu erschaffen, siegt Aloys Neugier endgültig über jede Vernunft und sie beschließt, allen Warnungen zum Trotz, der Sache auf den Grund zu gehen.

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Mehr als nur ein DLC

Das mit den DLCs ist immer so eine Sache. Zwar ist der Gedanke nett, in einem Spiel das man mag mehr Zeit verbringen zu können, aber leider wirken viele dieser Erweiterungen oft sehr lieblos und fast wie Fremdkörper, die mit Gewalt in das Spiel gepresst werden. Dies ist allerdings bei Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds nicht der Fall. Im Gegenteil! Erzählerisch sind die Ereignisse während des Grundspiels angesiedelt, jedoch weben sich dieses wunderbar organisch in das Grundkonzept ein und erweitern es sinnvoll. So gibt es diverse neue Waffen und Rüstungen. Diese wird Aloy auch brauchen, denn die insgesamt fünf neuen Maschinenarten machen ihr das Leben mit einem breiten Arsenal an neuen, brutalen Attacken das Leben schwer. Die Kämpfe laufen dabei genauso taktisch wie im Grundspiel ab. Mit dem Fokus heben wir die Schwachstellen der Maschinen hervor und traktieren diese mit gezielten Angriffen. Oft wird hierbei die richtige Auswahl an Waffen verlangt, da der Gegner meist über besondere Schwächen gegenüber bestimmter Elemente verfügt. Dabei bleiben die Kämpfe gerade auf den höheren Schwierigkeitsstufen immer recht knackig und so konnte ich mich mehr als einmal dabei beobachten wie ich ins verschneite Gras biss.

Aber abseits der Kämpfe gibt es auch so manches zu tun. So wollen Audio- und Textdateien und Artefakte zur Verbesserung der Ausrüstung gefunden werden.Oder man sammelt Erfahrung für den neuen Skilltree. Der neue Zweig unter dem Motto „Reisender“ dient allerdings mehr dem Komfort, als der kämpferischen Effizienz Aloys. So lassen sich nach der Freischaltung Reittiere reparieren oder nutzlose Rohstoffe zerlegen, um aus ihnen Scherben zu gewinnen.

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Winter is coming!

Technisch gesehen ist und bleibt Horizon Zero Dawn ein absoluter Spitzentitel. Allerdings bekommt er durch Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds noch den einen oder anderen Feinschliff spendiert. So wurden Animationen in den Dialogen verbessert, wodurch Mimik und Bewegung der Figuren um vieles dynamischer und natürlicher wirken. Obwohl ich auch hier wieder bei einigen der Figuren ein ziemlich gruseliges Lächeln entdecken durfte. Highlight sind jedoch die Wetter-, Licht- und Umgebungseffekte. In noch keinem Spiel konnte ich so realistischen und plastischen Schneefall beobachten. In Kombination mit den Lichteffekten der Maschinen und der allgemeinen Dunkelheit des Winters ergibt das eine sehr intensive und tolle Atmosphäre.

FAZIT

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds ist mehr als nur ein DLC! Es webt sich wunderbar organisch in das Hauptspiel ein und erweitert Aloys Abenteuer um weitere Facetten. Die Geschichte rund um den Daemon ist spannend geschrieben und die Regie nimmt sich neben der Spannung auch Zeit für ruhigere Momente. Qualitativ muss sich die Spielerweiterung nicht vor Kollegen wie Blood & Wine verstecken. Denn was hier geboten wird ist seinen Kaufpreis absolut wert!

 

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