Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 – Test
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Wenn Mario und Sonic olympisch miteinander wetteifern, kommt eigentlich stets etwas Brauchbares dabei heraus. Das gilt auch für „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016“. Allerdings müssen sich vermutlich viele Spieler bemühen, hier echte Vorteile im Vergleich zu dem vier Jahre alten Vorgänger zu entdecken

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 – Test

Am 5. August beginnen die offiziellen Spiele der XXXI. Olympiade in Rio. Weil dabei sein nicht immer alles und manchmal mitten drin weitaus besser ist, haben wir uns mit Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 dem olympische Wettbewerb gestellt.

Nachdem bei den vergangenen Sommerspielen in Sotschi keine 3DS-Umsetzung am Start war, mischt die Handheld-Version nun wieder mit. In „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016“ halten sich die Experimente gegenüber dem London-Ausflug von 2012 ziemlich in Grenzen, sorgen aber dennoch für eine gehörige Portion Skepsis. Die offensichtlichste Änderung: Es gibt nur noch 14 Sportarten (dafür sind diesmal wieder mit hauptsächlich guten „Plus“-Fantasie-Alternativen ausgestattet), damals konnten satte 57 entdeckt werden. Aber nicht zu voreilig: Letztlich gibt es noch 30 weitere auf dem Modul, aber gut versteckt als Trainingsübungen im „Auf nach Rio“-Story-Modus. Das ist durchaus recht positiv, da diese Disziplinen ohne die Vorgabe auch Mehrspieler tauglich sein zu müssen, spielerisch wesentlich spannender gestaltet wurden.

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Qualität vs Quantität

Weniger Disziplinen sind es zwar trotzdem, aber die Abwechslung kommt dennoch nicht zu kurz. Auch werden die Eingabemöglichkeiten des 3DS ziemlich intelligent genutzt – von Knöpfen und Steuerkreuz über Touchscreen sowie Bewegungssensor bis hin zum Mikrofon ist alles dabei und gut in den Spielablauf integriert. Andererseits hat diese Eingabe-Vielfalt einen Haken: Für unterwegs oder auf engem Raum ist „Rio 2016“ eher weniger gut geeignet.

Ohne nachvollziehbaren Grund gibt es als Solist diesmal lediglich die Möglichkeit, einzelne Disziplinen (auch der Schwierigkeitsgrad ist nicht wählbar) durchzunehmen oder eben den Story-Modus in Angriff zu nehmen: Der erzählt eine denkbar austauschbare Geschichte, bei der ihr mit eurem Mii wahlweise eine Woche lang um Erfolge ringt, wobei sich die Wettkämpfe je nach Wahl des Teams unterscheiden (Team Mario und Team Sonic stehen zur Auswahl).

Abwechslungsreiche Trainingsaufgaben und Fähigkeiten verbessernde Outfits, vor allem aber freischaltbare Charaktere sowie zugängliches Aufleveln sorgen eine Weile für vergnügliche Stunden; zum wiederholten Durchspielen fehlen aber die Anreize. Lokale Mehrspieler-Partien und der „Taschen“-Marathon runden das Angebot ab: In letzterem werden eure vom 3DS-Schrittzähler aufgezeichneten Schritte verwendet, um einige virtuelle Langstreckenrennen zu erledigen. Das ist nicht gerade sonderlich innovativ oder wichtig für den Spielspaß, aber immerhin charmant.

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Wii U Version

Zuerst die gute Nachricht: der schlimmste Fehltritt wurde beseitigt. In „Sotschi 2014“ mussten Spieler ja zwischen Remote und GamePad so oft wechseln, dass es zum Verzweifeln war. In „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016“ sind nun wieder sämtliche Disziplinen durchgehend mit einem Eingabegerät zu meistern.

Die schlechte Nachricht: Ansonsten wurde leider etwas zu rigoros gespart: Lediglich 14 Sportarten stehen diesmal auf der Tagesordnung – Trainingsspiele sowie die „Traum“-Disziplinen wurden gestrichen. Dafür dürfte es Wii-U-Fans freuen, dass ihre Exklusivdisziplin Rugby viel gelungener ist, als das ziemlich öde 3DS-Golf. Eine etwas seltsame Fortschrittsstruktur fordert von euch, in allen Disziplinen einmal zu siegen, damit Meisterschaften mit mehreren Runden freigeschaltet werden. Wenn auch dort gesiegt wurde, geht es entweder mit Team Mario oder Team Sonic weiter zu größerem Ruhm.

FAZIT

Wenn Mario und Sonic olympisch miteinander wetteifern, kommt eigentlich stets etwas brauchbares dabei heraus. Das gilt auch für „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016“. Allerdings müssen sich vermutlich viele Spieler bemühen, hier echte Vorteile im Vergleich zu dem vier Jahre alten Vorgänger zu entdecken. Dabei ist es letzten Endes gar nicht so tragisch, dass einige Disziplinen gestrichen wurden; denn das, was nun fehlt, war auch damals schon großteils Lückenfüller. Etwas enttäuschender ist da schon der exklusive 3DS-Neuzugang Golf: Der entwickelt sich schnell zu einem zähen und Dank der unberechenbaren Gegnern auch nervenden Angelegenheit. Dafür sind die Plus-Varianten durch die Bank gelungen und der Story-Modus trotz der eher unmotivierten Inszenierung eine ordentliche Sache. Und wer „London 2012“ noch nicht in seiner Sammlung hat (oder einfach stets die aktuelle Olympiade mit Mario und Sonic erleben möchte), für den ist „Rio 2016“ jedenfalls eine akzeptable Wahl.

Warum aber die Wii-U-Variante erst zwei Monate später erschienen ist, weiß wohl nur Nintendo. Am Umfang liegt es jedenfalls nicht. In Zukunft wären Spielmodi wünschenswert, die über rudimentäre Einzel- und Mehrrunden-Wettkämpfe hinausgehen. Die Spielbarkeit ist aber gewohnt gut, doch langsam aber sicher ist das einfach zu wenig, um begeistern zu können.

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