Meisterdetektiv Pikachu im Kurztest
GRAFIK 4
SOUND 4
HANDLING 4
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 3

Meisterdetektiv Pikachu wäre ein fabelhaftes Spiel – wenn es bloß ein klein wenig kniffliger wäre. Der Titel ist eindeutig für eine sehr junge Zielgruppe ausgelegt. Abgesehen davon macht die Verbrecherjagd mit dem quirligen gelben Pokémon richtig Spaß: Die Fälle sind gut durchdacht und auch die Überstory ist spannend inszeniert

Summary 3.6 stark
GRAFIK 0
SOUND 0
HANDLING 0
SPIELDESIGN 0
MOTIVATION 0
Gesamtscore von Userbewertungen. Du kannst deine eigene Bewertung abgeben - einfach auf die Sterne klicken und "Abschicken" drücken.
Abschicken
Summary 0.0 schwach

Meisterdetektiv Pikachu im Kurztest

Pokémon haben im Laufe ihrer 22-jährigen Geschichte schon so manche knifflige Aufgabe übernommen – als Ermittler sind sie bisher jedoch eher weniger aktiv gewesen. Dass sich Pikachus dennoch ganz hervorragend als Spürnasen eignen, beweist Meisterdetektiv Pikachu für Nintendo 3DS. Wir verraten euch, wie sich die Verbrecherjagd für Handheld so spielt.

Verschwundene Väter und rasende Pokémons

In Meisterdetektiv Pikachu schlüpft ihr in die Rolle von Tim Goodman, dem Sohn des Privatdetektivs Harry Goodman, der seit einem Unfall vor nunmehr zwei Monaten spurlos verschwunden ist. Der einzige Zeuge des Geschehenen: Harrys Partner Pikachu, der sich zwar seltsamerweise an nichts vor dem Unfall erinnern kann, dafür jedoch noch seltsamererweise mit Tim – und nur mit Tim – in Menschensprache kommunizieren kann. Gemeinsam machen sich die beiden also auf, um das Rätsel rund um Harrys Verschwinden zu lösen – und stellen dabei schnell fest, dass alles wohl mit dessen letztem Fall rund um plötzlich durchdrehende Pokémons zu tun hat …

Meisterdetektiv Pikachu

Den (recht offensichtlichen) Beweisen auf der Spur

Die Hauptaufgabe bei Meisterdetektiv Pikachu besteht darin, während insgesamt neun Kapiteln durch diverse Gespräche mit Zeugen und anderen Personen sowie durch das Finden und Untersuchen von belastenden Gegenständen einzelne Rätsel und schließlich ganze Fälle zu lösen. Jedes Kapitel stellt euch dabei vor einen eigenen Auftrag, der euch jedoch auch der Lösung des großen Mysteriums rund um das Verschwinden von Tims Vater näherbringt. So unterhaltet ihr euch mit jeder Menge Bewohnern der Welt – Menschen sowie Pokémon gleichermaßen –, stöbert euch durch Tatorte und sammelt Hinweise, die allesamt in eurem Tagebuch gesammelt werden. Acht geben müsst ihr dabei darauf, dass das Finden diverser Dinge oft neue Dialogoptionen eröffnet, die euch wiederum weitere Anhaltspunkte liefern können; und damit das Ganze noch etwas Spannender wird, müsst ihr ab und an auch kleine Quick-Time-Events meistern, indem ihr zur richtigen Zeit oder möglichst schnell die A-Taste drückt.

Habt ihr so genügend Informationen zusammengetragen, müsst ihr diese nur noch kombinieren, um in der Story voranzukommen – und hier zeigt sich auch der größte Kritikpunkt des Titels: Obwohl das eigentliche Spielprinzip mit seinen Verhören und der Beweissuche durchaus spaßig ist, werdet ihr während der gesamten Story unentwegt so fest an der Hand genommen und Hinweise sowie die Lösungen der Rätsel werden euch so derart offensichtlich vor die Nase gelegt, dass ihr auf tatsächliche Herausforderungen leider vergeblich hofft. Der Schwierigkeitsgrad steigt zwar in späteren Kapiteln ein ganz klein wenig an, wirklich rumkniffeln werdet ihr aber wohl dennoch kaum müssen. Für Spieler jenseits ihrer Kinderjahre präsentiert sich Meisterdetektiv Pikachu demnach eher wie ein interaktiver Film als ein tatsächliches Rätselspiel.

Meisterdetektiv Pikachu

Schöne Präsentation, wenn auch ohne Tiefeneffekt

Mit seiner audiovisuellen Präsentation kann uns Meisterdetektiv Pikachu schon mehr begeistern als mit der Kniffligkeit seiner Rätsel: Das Spiel bedient sich liebevoll gestalteter 3D-Grafik mit putzigen Pokémons und passend niedlichen Animationen, die jedoch das Markenzeichen des Nintendo 3DS, seinen Tiefeneffekt, leider nicht ausnutzt – was je nach eurer Spielvorliebe wohl mehr oder weniger schade ist. Im Gegenzug punktet der Titel mit schöner (englischer) Sprachausgabe in allen der zahlreichen Zwischensequenzen und auch die Musik- und Effekt-Untermalung kann sich hören lassen.

FAZIT:

Meisterdetektiv Pikachu wäre ein fabelhaftes Spiel – wenn es bloß ein klein wenig kniffliger wäre. Der Titel ist eindeutig für eine sehr junge Zielgruppe ausgelegt und es wäre toll gewesen, wenn man für ältere Spieler einen Modus mit etwas weniger offensichtlichen Hinweisen integriert hätte. Abgesehen davon macht die Verbrecherjagd mit dem quirligen gelben Pokémon richtig Spaß: Die Fälle sind gut durchdacht und auch die Überstory ist spannend inszeniert. Wir hoffen darauf, dass der Kinofilm, der zum Spiel folgen soll, womöglich noch einen zweiten Teil mit sich bringen wird, der uns dann auch tatsächlich vor echte detektivische Herausforderungen stellen wird.

Was ist Meisterdetektiv Pikachu? Ein für sehr junge Spieler und dementsprechend leichtes Rätselspiel für Nintendo 3DS.
Plattformen: Nintendo 3DS
Getestet: Retail-Version
Entwickler / Publisher: Creatures Inc. / Nintendo
Release: 23. März 2018
Link: Offizielle Webseite

Kommentar abgeben