Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers TEST
GRAFIK 3
SOUND 4
HANDLING 4
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 4

Auf diesem Berg haust das blanke Grauen! Ein unheimliches Abenteuer – mit der Technik von Gestern

Summary 3.6 stark
GRAFIK 3
SOUND 4
HANDLING 3
SPIELDESIGN 4
MOTIVATION 5
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Summary 3.8 stark

Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers TEST

Die japanische Gruselserie „Project Zero“ war schon immer ein Underdog. Eigentlich schade, schließlich verbirgt sich hinter der durchdachten Spielidee eine gemächliche, jedoch spannende Geisterjagd. Nun wurde der aktuelle Teil für eine Plattform veröffentlicht, die dank ihres Controllers ideal für das Spielprinzip scheint: die WiiU.

Das Gamepad dient als „Camera Obscura“, die – wird sie Richtung Bildschirm gehalten – jederzeit einsatzbereit ist. Dabei kommt es aufs Timing an: Nur wer die Geister während ihres Angriffs knipst, teilt maximalen Schaden aus. Mit der Zeit gelingen Combo-Aktionen; stärkere Linsen und Fotofilme sorgen für zusätzlich Stärke und Reichweite der Kamera oder verlangsamen den Spuk.

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Todesberg

Diesmal bildet der verfluchte Berg Hikami den spielerischen Hintergrund, der in Japan ob der dortigen zahlreichen Selbstmorde von Jugendlichen zu trauriger Berühmtheit gelangte. Heldin Yuri Kozukata, übersinnlich begabt,  kehrt immer wieder dorthin zurück, um die Schicksale der Toten zu ergründen – begleitet von einer Freundin, die eine Freundin sucht. So entfaltet sich ein Verwirrspiel rund um vermisste Personen und deren Verbleib; irgendwann taucht dann auch die namensgebende Priesterin auf.

Das Spielgebiet entpuppt sich als recht groß, darf jedoch nicht frei erkundet werden. Stattdessen schreiben einzelne Kapitel den Weg vor. Seherische Fähigkeiten der Heldin ersparen einiges an Sucharbeit, aufgrund des teils intensiven Backtrackings („fotografiere etwas ganz am Anfang des Levels und kehre wieder zurück“) werden dennoch viele Kilometer zurückgelegt. Neben Wäldern und Berghängen locken zudem Tempel, Höhlen und verlassene Gebäude zur Erkundung. Praktisch ist die stets einblendbare Karte am Gamepad, die für Orientierung in den verschachtelten Levels sorgt.

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Nicht up-to-date

Als unterhaltsam erweist sich das Spielprinzip immer noch, obgleich Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers einige Schwächen aufweist. So ist etwa die Inszenierung hölzern, die Figuren wirken gelegentlich ziemlich leblos (nicht nur die Toten), und grafisch reißt das Game auch keine Bäume aus. Ein deutlich reduzierter Schwierigkeitsgrad mag Neulinge anlocken, für Kenner der Reihe dagegen ist Unterforderung vorprogrammiert. Dafür lockt es Sammler und Completionists mit freischaltbaren Helden und Kostümen. Apropos: Die einzig physische Version des Spiels bei uns (alternativ steht im eShop ein Download zur Verfügung) ist die „Limited Edition“: mit alternativem Steelcase, Artbook, Poster und einigen Fotos. Schön!

Fazit:

Wer gepflegten Grusel schätzt und sich nicht am gemächlichen, manchmal auch etwas langwierigem Spielablauf abschrecken lässt, bekommt ein solides Spielerlebnis. Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers ist sicher nicht der beste Teil der Serie, aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades aber insbesondere für Neulinge einen Blick wert.

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