Scribblenauts Showdown im Test
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Scribblenauts Showdown hat mit den vorigen Serienteilen leider nur mehr am Rande zu tun und das kreative Herumexperimentieren mit diversen verrückten Wortschöpfungen kommt diesmal unglücklicherweise eindeutig zu kurz.

Lässt man den Vergleich mit den Vorgängern aus, bleibt jedoch ein nettes Partyspiel zurück, das durchaus für die eine oder andere lustige Zockerstunde sorgen kann.

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Scribblenauts Showdown im Test

Achtung, fertig, Party – so lautet das Motto des neuesten Ablegers der kreativen Scribblenauts-Reihe. Ob der jüngste Teil mit seinen Vorgängern mithalten kann und was sich überhaupt geändert hat, lest ihr ihn unserem Test!

Vom Abenteuer zum Party-Spiel …

Wer Scribblenauts kennt, der weiß, dass bei der Reihe vor allem eines im Vordergrund steht: seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Zumindest daran hat sich auch bei Scribblenauts Showdown nichts geändert – alles andere wird eingesessenen Fans der Serie jedoch weniger vertraut vorkommen: Wo die bisherigen Scribblenauts-Teile in erster Linie Abenteuer-Games waren, in denen ihr in diversen Stages Rätsel lösen musstet, präsentiert sich Scribblenauts Showdown vor allem als Party-Spiel, in dem die kreative Wortfindung eher eine Nebenrolle einnimmt.

Zur Auswahl stehen dabei drei Modi: Das Duell, der namensgebende Showdown-Modus sowie ein Sandbox-Modus. Im Duell geht es darum, in diversen Minispielen gegen einen Freund oder alternativ einen Computergegner anzutreten und ihn in mehreren Spielrunden zu besiegen. Am Anfang eines jeden Mini-Games steht dabei die Aufgabe, ein passendes Wort laut diverser Vorgaben zu finden: Beim Spiel „Balanceakt“ müsst ihr so beispielsweise einen Gegenstand eingeben, der sich besonders gut stapeln lässt, während ihr bei „Jetzt wird’s fischig“ Köder zum Angeln kreieren sollt. Hinzu kommen Einschränkungen wie vorgegebene Anfangsbuchstaben oder bestimmte Wortkategorien, etwa „scharfe Gegenstände“. Scribblenauts Showdown lässt euch dabei aus einem Wortkatalog von ganzen 35.000 Wörtern wählen – die Chancen stehen also gut, dass sogar eure ausgefalleneren Ideen im Spiel auch tatsächlich nutzbar sind.

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Habt ihr euer Wort eingegeben, geht es in das eigentliche Mini-Game. Die Auswahl reicht dabei von Prügeleien mittels per Worteingabe erschaffener Waffen über das Kreieren und anschließende Einsammeln möglichst schwerer Gegenstände, um ein schwarzes Loch zu füttern, bis hin zu Wettrennen auf fremden Planeten mittels Rover, wobei eure kreativen Wortschöpfungen das Terrain festlegen. Insgesamt stehen euch 27 Spiele, eingeteilt in die Kategorien „Wort“ und „Rasant“, zur Verfügung.

Die Minispiele von Scribblenauts Showdown an sich sind witzig und wer bloß eine schnelle Runde mit Freunden oder gegen die KI zocken möchte, ist hier genau richtig. Schön ist dabei, dass man in den Games auch auf Dinge wie Bewegungssteuerung zurückgreift und so für noch mehr Abwechslung sorgt. Weniger schön ist allerdings, dass das Steuerungsschema bei jedem Minispiel anders ausfällt und sich deshalb nicht ganz so intuitiv präsentiert, wie es das sein könnte – beispielsweise springt ihr in der Switch-Version einmal mittels Button, einmal mittels Schultertasten und dann wieder per Stick-Druck nach oben. Ihr müsst also wirklich vor jedem Spiel die Anleitung lesen und in jedem Mini-Game andere Knopfkombinationen verinnerlichen.

… zum digitalen Brettspiel

Der zweite Modus in Scribblenauts Showdown ist der Showdown-Modus, der gleichzeitig auch das Herzstück des Spiels darstellt: Hier spielt ihr mit bis zu drei Freunden (oder wiederum gegen die KI) eine Art digitales Brettspiel. Nachdem ihr diverse Werte wie die Anzahl eurer Freunde, den Schwierigkeitsgrad und die ungefähre Spiellänge festgelegt habt, erhaltet ihr Karten, wobei ihr am Anfang jedes Zugs eine davon einsetzt. Diese Karten legen fest, welche Mini-Games gespielt werden und welche Belohnungen euch (oder eure Mitspieler) bei einem Sieg erwarten – darunter x Felder vorrücken, euren Gegner x Felder zurückschicken oder zusätzliche Karten ziehen. Außerdem gibt es noch sogenannte Sofortbelohnungskarten, deren Effekt eintritt, ohne dass ihr zuerst ein zugehöriges Spiel gewinnen müsst. Am Anfang jeder Runde erhaltet ihr zudem eine weitere Karte, sodass ihr während eures Zugs stets genug Auswahl habt.

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Gerade in größeren Runden ist dieser Modus durchaus spaßig und verlangt euch zumindest auch ein kleines Maß an Strategie ab. Wie im Duell-Modus beschränken sich die kreativen Wortfindungen aber auch hier leider bloß auf die Items, die den Verlauf der Mini-Games beeinflussen.

Dem Original am nächsten: Der Sandbox-Modus

Als dritter und finaler Modus steht in Scribblenauts Showdown noch jene Spielvariante zur Verfügung, die eingefleischten Scribblenauts-Fans am bekanntesten vorkommen wird: Im Sandbox-Modus begebt ihr euch in eine von insgesamt acht Stages und müsst dann, in bekannter Manier, Umgebungen erkunden und mittels kreativer Worteingaben verändern, um Rätsel zu lösen und sogenannte Starites zu sammeln. Mit diesen Starites könnt ihr euch im Sandbox-Geschäft für jede Stage bis zu acht zusätzliche Gegenstände kaufen oder aber neue Kostüme, Frisuren, Accessoires und mehr für den Scribblenauts-Editor freischalten, um euren ganz persönlichen Charakter zu erstellen.

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Auch wenn dieser Modus meiner Meinung nach am meisten Spaß macht und euch wohl auch am längsten fesseln wird, ist er im Vergleich zu den Open World Abenteuern früherer Scribblenauts-Spiele eher seicht ausgefallen. Vor allem schade ist, dass ihr diesmal anstatt durch die Story gestreute Hinweise zu erhalten, so gut wie alle Rästellösungen in Form von Symbolen über den Köpfen der betreffenden Figuren mehr oder minder vorgekaut bekommt. Der „Kreativ sein ohne Grenzen“-Aspekt, der die Scribblenauts-Reihe seit ihren Anfängen zu etwas ganz Besonderem gemacht hat, ist in Scribblenauts Showdown damit kaum mehr vertreten, was vor allem langjährige Fans der Reihe wohl ziemlich enttäuschen wird.

FAZIT

Scribblenauts Showdown hat mit den vorigen Serienteilen leider nur mehr am Rande zu tun – klar, man kreiert immer noch diverse Gegenstände per Worteingabe und der Sandbox-Modus kann zumindest einen Teil der früheren Magie einfangen, aber die verrückten Möglichkeiten, diverse Aufgaben zu lösen, und das spaßige Herumexperimentieren kommen diesmal unglücklicherweise eindeutig zu kurz. Lässt man den Vergleich mit den Vorgängern aus, bleibt jedoch ein nettes Partyspiel zurück, das dank reicher Auswahl an witzigen Mini-Games durchaus für die eine oder andere lustige Zockerstunde mit Freunden sorgen kann.

Was ist Scribblenauts Showdown? Witziges Party-Spiel, bei dem ihr Worte eingeben müsst, um Gegenstände zu erschaffen
Plattformen: Nintendo Switch, PS4, Xbox One
Getestet: Switch-Version
Entwickler / Publisher: Shiver / Warner Bros. Games
Release: 9. März 2018
LinkOffizielle Webseite

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