Vroom Kaboom im Test
GRAFIK 3
SOUND 3
HANDLING 2
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 3

Vroom Kaboom bietet nicht sonderlich viel Abwechslung – seltsamerweise macht der Zerstörungswahn aber dennoch Spaß. Mit zig Fahrzeugen und ihren individuellen Möglichkeiten, Chaos anzurichten, sowie dem rockigen Soundtrack im Hintergrund, schießt, rammt und explodiert man sich so mit viel pyromanischer Befriedigung zum Sieg. Vroom Kaboom ist sicher keine Perle der Videospielwelt – wer Autos und Explosionen liebt, sollte sich den Titel aber dennoch anschauen, vor allem die kostenlos erhältliche Standard-Version

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Vroom Kaboom im Test

Bei manchen Spielen lässt der Titel nur marginal darauf schließen, was einen denn dabei tatsächlich erwartet – bei anderen hingegen, könnte der Name kaum mehr ins Schwarze treffen. Vroom Kaboom gehört definitiv zur zweiten Kategorie. In einer Mischung aus Tower Defense, Kartenspiel und Racer geht es hier nämlich vor allem um eines: Möglichst viel Chaos und Zerstörung anzurichten.

Tower Defense Collectible Card Game? Hä?

Entwickler Ratloop nennt Vroom Kaboom ein Tower Defense Sammelkartenspiel – und auch, wenn die Beschreibung etwas verwirrend klingt, trifft sie den Nagel doch voll auf den Kopf: Im Game werdet ihr in diverse Schlachten geschickt, die ihr entweder 1 vs. 1, 2 vs. 2 oder 3 vs. 3 bestreitet – jeweils mit dem Ziel, die Generatoren eurer Widersacher zu zerstören, bevor diese das umgekehrt mit euren eigenen tun.

Eure wichtigste Ressource dabei sind eure Karten. Jede solche Karte steht für ein Vehikel – von wendigen Motorrädern über Panzern bis hin zu Flugzeugen, und ausgestattet mit diversen Mitteln, um Schaden anzurichten. So kommen einige Fahrzeuge mit starken Feuerwaffen, andere mit Selbstzerstörungsoption oder besonders hoher Rammkraft. Spielt ihr eine Karte, könnt ihr die Kontrolle über das jeweilige Gefährt übernehmen – und das solltet ihr auch, denn die KI, der ihr das Steuer ebenfalls überlassen könnt, ist nicht ganz so schlau, wie wir das gerne hätten.

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Folglich steuert ihr euer, leider etwas sperrig agierendes, Auto oder Flugzeug einen festen Pfad entlang, immer weiter Richtung Gegner, und sammelt dabei, idealerweise, Items auf – Öl, die als Währung gelten, mit der ihr weitere Karten spielen könnte, Bomben, die sich an euer Vehikel haften und so bei Aufprall mehr Schaden verursachen, und mehr. Das ultimative Ziel ist jedoch immer das gleiche: Rast Kamikaze-gleich in die feindlichen Strukturen, bis diese in Feuer und Flammen aufgehen.

Deck-Building mal anders

Wie in jedem guten Kartenspiel könnt ihr auch in Vroom Kaboom euer Deck anpassen. Wer die Gratis-Version besitzt, kann sein Inventar nach und nach mit Loot-Box-Belohnungen, die es für gewonnene Schlachten gibt, aufbauen, die kostenpflichtige Premium-Version stellt euch gleich zu Beginn eine größere Auswahl an Karten und somit Fahrzeugen zur Verfügung. In beiden Fällen kommt es aber weniger auf das strategische Planen des Decks als auf das Genießen des puren Zerstörungswahns an – und hier liegt auch die größte Stärke des Titels: Die simple Freude am Dinge hochgehen Lassen, egal ob alleine in der der Singleplayer-Kampagne (wahlweise auch in VR) oder im Multiplayer gemeinsam mit Freunden.

In Sachen Umgebungen stehen euch vier Bereiche zur Verfügung, von einer Mad-Max-ähnlichen Schrott- und Wüstenlandschaft über eine neon-leuchtende Stadt bis hin zu einem von der Polizei kontrollierten Highway. Unterschiede in Sachen Missionszielen oder Gegnerverhalten gibt es jedoch so gut wie keine und auch auf Story-Sequenzen in der Singleplayer-Kampagne hofft ihr vergeblich. Lediglich die Auswahl verschiedener Faktionen bieten etwas Abwechslung, indem sie mit eigenen Karten und somit Fahrzeugen aufwarten.

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FAZIT:

Vroom Kaboom bietet nicht sonderlich viel Abwechslung: Die vier befahrbaren Zonen unterscheiden sich zwar in Optik und Atmosphäre, bieten jedoch sonst kaum eigene Features und sind obendrein allesamt eher simpel designt. Durch die fehlenden Dialoge oder irgendeine andere Art von Narration wirkt auch die Kampagne eher mau, und auch das Gameplay selbst gestaltet sich von Anfang bis Ende des Spiels im Großen und Ganzen gleich: Fahren, Sammeln, Zerstören. Gerade mal die Wahl der unterschiedlichen Faktionen mit ihren eigenen Karten/Fahrzeugen bringt etwas frischen Wind in das Geschehen. Seltsamerweise macht Vroom Kabooms Zerstörungswahn aber dennoch Spaß. Mit zig Fahrzeugen und ihren individuellen Möglichkeiten, Chaos anzurichten, sowie dem rockigen Soundtrack im Hintergrund, schießt, rammt und explodiert man sich so mit viel pyromanischer Befriedigung zum Sieg. Vroom Kaboom ist sicher keine Perle der Videospielwelt – wer Autos und Explosionen liebt, sollte sich den Titel aber dennoch anschauen, vor allem die kostenlos erhältliche Standard-Version.

Was ist Vroom Kaboom? Tower-Defense-Sammelkarten-Rennspiel für alle, die gerne grundlos Sachen in die Luft jagen
Plattformen: PC (optional Oculus oder HTC Vive), PS4 (optional PS VR)
Getestet: PS4-Version
Entwickler / Publisher: Ratloop Games
Release: 14. August 2018
LinkOffizielle Webseite

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