Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS im Test
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MOTIVATION 3

Aktuell hat man das Gefühl, als würden ständig neue Remakes und Remasters alter Spieleklassiker erscheinen, doch meist geht das Feeling des Originals dabei verloren. Nicht so bei ZotE The 2nd Runner: Das Remaster zeigt sich im frischen Look und mit neuem VR-Modus, ohne viel an Charme einzubüßen

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Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS im Test

Aktuell hat man das Gefühl, als würden ständig neue Remakes und Remasters alter Spieleklassiker erscheinen. Die höheren Auflösungen, detaillierteren Umgebungen, größeren Inhalte und die verbesserte Tonqualität machen dabei oft einen guten Eindruck, aber doch vermitteln die neuen Versionen nur selten das Gefühl, welches die Originale dem Spieler übermittelt haben. Ab und an werden durch Remasters aber auch unbekannte Perlen zu neuem Leben erweckt werden – und genau hier positioniert sich Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS.

The story of my life

In Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS, schlüpft ihr in die Rolle von Dingo Egret, ein Minenarbeiter, der mit seinem Work Frame, einem Mech, auf dem Jupiter-Mond Callisto seiner Arbeit nachgeht – bis ihr eine außergewöhnlich hohe Metatron-Quelle entdeckt. Als ihr euch der Quelle nähert, werdet ihr und eure Freunde plötzlich angegriffen. Dabei wird euer Work Frame zerstört und ihr stürzt gemeinsam mit der Metatron-Quelle ab. Im Fallen entpuppt sich diese als Kokon eines Orbital Frames mit dem Namen Jehuty. Der Frame, unterstützt von der Cockpit KI A.D.A., führt euch an dieser Stelle in die Steuerung des Spiels ein und ihr beginnt, den Mond und eure Freunde gegen den Angriff zu verteidigen. Doch nicht nur hinter dem Angriff steckt eine dunkler Plan, denn auch ihr habt eine dunkle Vergangenheit: So ist Dingo nicht der harmlose Arbeiter, der er vorgibt, zu sein, sondern ein desertierter Soldat der BAHRAM-Rebellen – und, wie könnte es anders sein – hinter dem Angriff steckt niemand anderer als euer ehemaliger Kommandant Colonell Noham. Er bietet euch an, sich ihm wieder anzuschließen und gemeinsam mit Jehuty dem Kampf gegen die Erdallianz endgültig ein Ende zu setzen. Ein Angebot, das ihr durchaus abschlagen könnt, und so werdet ihr eiskalt angeschossen und überlebt nur knapp – mithilfe des Jehuty Frames, der von nun an eure Lungen und Herz ersetzt. Getrieben von Rachegelüsten, macht ihr euch auf, Noham zur Strecke zu bringen …

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Kämpfen will gelernt sein

Entgegen eurer Work Frames ist der Orbital Frame wesentlich agiler, wendiger, aber auch schwieriger zu steuern. Um das Gefährt zu meistern, solltet ihr unbedingt das Tutorial starten, das ihr entweder aus dem Hauptmenü aufrufen könnt, oder aber im Laufe der Story erreicht. Die Einführung ist dabei recht übersichtlich gestaltet und in unterschiedliche Kapitel unterteilt, sodass ihr euch schrittweise dem Kampfpiloten-Dasein annähert. So ein Orbital Frame hat eine Menge Funktionen, die einen anfangs leicht überfordern können, mit etwas Übung ist alles aber gar kein Problem mehr und ihr werdet die Kämpfe problemlos meistern. Und das ist auch gut so, denn genau darum geht es in Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS: Kämpfen, kämpfen, kämpfen.

Der aufpolierte Charme der Vergangenheit

Wie viele seiner Remaster-Kollegen, hat auch Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS natürlich seine 4K Texturen und verbesserte Soundqualität bekommen – dennoch transportiert die neue Auflösung positiverweise den Look und das Gefühl der Original-Version. Doch damit nicht genug, die Zwischensequenzen und Com-Link-Einblendungen während des Spiels wurden drastisch aufgewertet: Wo früher ein wenig detaillierter Manga-Look vorherrschte, sind heute hochauflösende Szenen, die einem Anime-Film der großen Leinwand ohne Weiteres den Rang ablaufen könnten.

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Ein Ass haben wir noch

Bis hier hin kann man Konami zu einer gelungenen Wiederbelebung eines Spieleklassikers gratulieren, der ohne viele Änderungen am Original auskommt und trotzdem, oder gerade deswegen, kaum etwas von seinem Charme einbüßen muss. Doch die Entwickler haben sich nicht damit begnügt, einfach nur ein solides Remake zu machen, sie wollten mehr und haben sich nach zusätzlichen neuen Ideen umgesehen – bis sie in VR fündig wurden. Wer das Spiel zum ersten Mal ohne VR spielt, dem wird wohl der Gedanke kommen, dass es in VR unspielbar sein wird. Die ganze rasante Action, die Menge an Gegnern, die auf einen einströmen und die schnellen Richtungswechsel kann doch niemand in VR verkraften. Aber vielleicht gerade deswegen hat man den waghalsigen Schritt unternommen und sich an dieses Projekt herangetraut.

Natürlich muss es für VR einige Anpassungen geben: Zunächst ändert sich die Ansicht des Spiels vom Third-Person-View in einen First-Person-View des Piloten Dingo. Dadurch seht ihr das gesamte Cockpit sowie Teile „eures“ Körpers und ein paar schwebende Instrumente. Das alles verleiht einem das Gefühl, tatsächlich in einem Orbital Frame zu sitzen. Die Steuerung bleibt hingegen exakt dieselbe wie in der Nicht-VR-Version des Spiels, das heißt ihr steuert alle Funktionen mit eurem Controller und müsst nicht umständlich alles neu lernen oder gar mit der Bewegungssteuerung herum hantieren. Aber wie ist das jetzt mit der schnellen Action, die den Charakter des Spiels ausmachen? Die bleibt bestehen: Ihr kämpft noch immer in flotten Schlachten und gegen unzählige Gegner und das völlig ohne Motion Sickness. Na gut, sagen wir fast ohne – wer empflindlicher ist, wird wohl doch die eine oder andere Pause benötigen. Das ist aber im Gegenzug zur Immersion verschmerzbar.

Wer jetzt erwartet, dass der VR Modus nur eine kleine Tech-Demo ist und kaum Inhalt aufweist, der wird auch positiv überrascht werden, denn das komplette Spiel lässt sich so im VR-Modus spielen.

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FAZIT

Man kann über Remakes geteilter Meinung sein, doch bringt Konami mit Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS ein Spiel wieder ins Rampenlicht, das Retro-Action in neuem Gewand bietet und dabei durch tolle Anime-Sequenzen und eine Story zum Mitfiebern besticht. Auch der VR Modus macht Spaß und gibt dem Ganzen noch einen Schubs in die richtige Richtung. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, und so macht der Titel zwar an vielen Stellen eine gute Figur, scheint aber dennoch nicht so ganz in der aktuellen Technik angekommen zu sein. Etwas störend wirkt auch, dass es keine deutsche Sprachausgabe gibt, sondern nur Untertitel zur englischen Sprachausgabe. Wenn einen diese Umstände aber nicht stören, so erhält man mit Zone of the Enders The 2nd Runner : M∀RS ein nettes Retro-inspiriertes Spiel zu einem fairen Preis.

Was ist Zone of the Enders The 2nd Runner: Mars? Ein aufpolierter Action-Klassiker in einer Welt, geprägt von Mechs.
Plattformen: PC, PS4, Occulus Rift, HTC Vive
Getestet: Playstation 4 Pro
Entwickler / Publisher: Konami Digital Entertainment, Cygames, Inc. / Konami Digital Entertainment
Release: 6.September 2018
LinkOffizielle Webseite

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