Nachspiel: Layton’s Mystery Journey

Nachspiel: Layton’s Mystery Journey

Die Rätsel-Reihe um Professor Layton wird wohl jedem Besitzter eines Nintendo 3DS (oder eines DS davor) ein Begriff sein. Auf bislang sechs Hauptteile und eine Handvoll Spin-Offs hat es der smarte Professor geschafft, bevor man beim japanischen Entwicklungsstudio LEVEL-5 beschloss, ihn in Pension zu schicken. Ein Ende für die beliebte Serie bedeutet dies allerdings nicht, denn nun übernimmt Katrielle, Layton’s Tochter, die Ermittlungen!

Wie der Vater, so die Tochter

Die quirlige Katrielle, beschließt in die Fußstapfen ihres berühmten, aber leider verschwundenen Vaters, Professor Layton, zu treten und eröffnet ein Detektivbüro im Herzen Londons. Und gleich am ersten Tag überschlagen sich die Ereignisse. Ihr erster Kunde ist Sherl, ein sprechender Hund, der herausfinden möchte warum er sprechen kann. Außerdem platzt auch noch Ernest Greeves herein, der nicht nur ein glühender Fan unserer angehenden Detektivin ist, sondern es sich noch dazu in den Kopf gesetzt hat, ihr Assistent zu werden.

Doch noch bevor sich Katrielle mit den beiden auseinandersetzten kann, präsentiert ihr der völlig aufgelöste Inspektor Hastings ihren ersten Fall: Einer von Big Bens Zeigern wurde in der Nacht gestohlen und die ganze Stadt ist in hellem Aufruhr. Nun liegt es an Katrielle, sich ihres Namens würdig zu zeigen und die seltsamen Dinge, die in London vorgehen, aufzuklären.

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Futter für die kleinen grauen Zellen

Wer eines oder mehrere der Professor Layton Spiele kennt, weiß was ihn hier erwartet. Jedes der 12 Kapitel behandelt einen Fall, den Katrielle zu lösen hat. Dazu untersucht sie Tatorte und interviewt Verdächtige und Zeugen, was sie wiederum an neue Schauplätze mit neuen Gesprächspartnern führt. Erst wenn man alle relevanten Hinweise zusammengetragen hat, lässt sich der Fall aufklären.

In all diese Vorgänge sind die für die Serie typischen Rätsel eingeflochten. So kann man beispielsweise einen Tatort nur dann betreten, wenn man zuvor den Mechanismus der die Tür sichert knackt, oder ein Zeuge willigt erst ein mit uns zu sprechen, wenn wir das von ihm gestellte Rätsel lösen, um unsere Fähigkeiten zu beweisen.

Diese Rätsel variieren in Qualität und Aufbau recht stark. Während manche direkt aus der Sonntagszeitung stammen könnten, sind andere speziell auf den Kontext im Spiel zugeschnitten. Auch der Schwierigkeitsgrad ist sehr unterschiedlich, denn immer wieder stolpert man über eine Aufgabe, die einen an den Rand des Wahnsinns treibt, während man andere in 2 Minuten vom Tisch fegt. Da jedes Rätsel zumindest ein wenig anders aufgebaut ist, gibt es zu Beginn eine kleine Erklärung, die aber stellenweise eher mangelhaft ist. So findet man sich leider immer wieder in der Situation, erst mal ein paar Minuten damit zu verschwenden, herauszufinden was man denn eigentlich tun soll.

Wer die Örtlichkeiten haarklein absucht, wird nicht nur mit den für den Fortschritt so wichtigen Hinweisen belohnt, sondern kann auch immer wieder Münzen finden. Diese können während der Rätsel für Hinweise auf die Lösung ausgegeben werden, falls man einmal gar nicht mehr weiter weiß. Aber auch diese Hinweise unterscheiden sich enorm darin, wie hilfreich sie am Ende tatsächlich sind.

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Wie aus einem Guss

Ein großer Pluspunkt der Layton Serie war immer ihre optische Aufmachung. Und auch bekommt man wieder zuckersüßen Anime-Stil, der an eine aus Japan stammende Kinderserien der 80er und 90er erinnert. Bewegte Bilder gibt zwar fast ausschließlich in Zwischensequenzen zu sehen, die sind aber dafür wundervoll animiert und vertont.

Die Sprachausgabe ist toll gelungen, fehlt aber leider in den teils recht ausgedehnten Verhören und Interviews. Die Musik kann überzeugen, passt immer zum momentanen Geschehen am Bildschirm und fällt nie nervig auf.

Wer es nicht mag seinen Stylus zu verwenden, der sollte hier umdenken. Man merkt dem Game an, dass es für die Bedienung mit dem kleinen Stift ausgelegt ist. Und so funktioniert sie auch problemlos und komfortabel. Wer darauf verzichten möchte, wird spätestens beim Absuchen der Hintergründe nach Münzen, verzweifeln.

FAZIT

Layton’s Mystery Journey hat zweifelsfrei den Charme und den leichtfüßigen Spaß seiner Vorgänger geerbt. Auch wenn der Humor recht seicht und kindgerecht gehalten wird, so sind doch einige gute Lacher zu finden. Etwas lieblos allerdings wirkt die Zusammenstellung der Rätsel. Zu unausgewogen ist der Schwierigkeitsgrad und zu wage viele der Erklärungen. Das wird Fans der Serie den Spaß aber nicht verderben, sie bekommen mehr von dem was sie lieben. Alle anderen sollten bei Interesse vielleicht vor einem Kauf mal anspielen, denn das sich immer wiederholende Spielprinzip, kann den einen oder anderen sicher recht schnell langweilen.

Was ist Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre? Der siebte Teil  aus der Professor-Layton Rätselspiel-Reihe, in dem seine Tochter Katrielle ihren ersten Fall lösen muss.
Plattformen: Nintendo 3DS, Android, iOS
Getestet auf: Nintendo 3DS
Entwickler / Publisher: Level-5 / Nintendo
Release: 06. Oktober 2017
LinkOffizielle Webseite

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