gamescom 2019: Alex‘ Highlights von Tag 2

gamescom 2019: Alex‘ Highlights von Tag 2

Alex zeigt sich auch an Tag 2 der gamescom 2019 schwer entschlossen, wertvolle Informationen für euch zu ergattern. Auf seiner Mission hat er THQ Nordic besucht und durfte dabei einen Blick auf biologisch mutierte Waschbären mit Samurai-Schwerten werfen. Später konnte er dann noch mit einem herrlich fiesen Alien die Menschheit auslöschen, nur um diese dann, nachdem er auch noch mit den Apokalyptischen Reitern das Schwert schwang, durch die Gegend zu siedeln. Wie es unserem furchtlosen Redakteur dabei ergangen ist erfahrt ihr nun aus erster Hand.

Biomutant

Mit wohl vertrauten Worten, wie Verlängerter und Almdudler, beginnt für mich Tag 2 auf der gamescom 2019, bei dem in Wien ansässigen Publisher THQ Nordic. Los ging es mit dem seit längeren in Entwicklung befindlichen Biomutant. Diesmal wurde einiges von der Spielwelt des Games gezeigt – welche Vehikel es in der dystopischen Welt geben wird, sowie einen ersten Eindruck über die Auswirkungen der Charaktereigenschaften. Biomutant versteht sich als Open World Action-RPG, aber ohne eine Überladung an Quests. Zu Beginn werdet ihr sehr linear in die Welt eingeführt, doch wenn ihr erst mal das Tutorial überstanden habt, könnt ihr frei die Gebiete erkunden. Dabei gibt es neben der Hauptstory natürlich auch Side-Quests. Diese werden aber nicht aufgezwungen, sondern müssen, wie Geheimnisse, entdeckt werden. Dadurch bleibt ihr verschont von überladenen Karten, welche euch dank einer Überdosis an Symbolen die Übersicht nehmen. Apropos Karte, das gesamte Gebiet in Biomutant wird acht Quadrat Kilometer umfassen und verschiedene Regionen beherbergen. Die meisten Regionen können gleich von Beginn an bereist werden, doch nicht für jede Region seid ihr schon bereit, so kann euch z.B. die Hitze einer Region ordentlich zusetzen, wenn ihr nicht entsprechend geschützt seid.

 

Destroy all Humans

Das Remake des 2005 erschienen Destroy all Humans stand als nächstes auf dem Plan. Das Spiel wurde von Grund auf neu erstellt, lediglich das Voice-Acting wurde übernommen, um hier den Charme und den Witz des Originals beizubehalten. Wer jetzt Angst hat, ein völlig anderes Spiel zu bekommen, dem sage ich: „Fürchtet euch nicht!“. Das Spiel hat neben dem grafischen Upgrade, auch welche in Bereich des Gameplays oder einzelner Missionen bekommen. Trotzdem, oder gerade deswegen, fühlt es sich an wie ein perfektes Remake in dem der abgedrehte Witz von Crypto nicht verloren gegangen ist.

Darksiders Genesis

Eine Überraschung des Tages war Darksiders Genesis, denn obwohl mir die Darksiders Serie nicht ganz unbekannt ist, lief dieser Teil weit unter meiner Aufmerksamkeit. Definitiv unverdient! Die Story ist vor dem ersten Teil angesiedelt und wer jetzt denkt er bekommt ein Action RPG, der wird kurzzeitig enttäuscht sein. Darksiders Genesis ist mehr ein Hack’n’Slay-RPG in isometrischer Ansicht. Wer dabei einen Diablo-Klon erwartet, dem sei gesagt: „Nein!“. Darksiders Genesis teilt sich mit der Diablo-Reihe einige Spielelemente, aber das ist eher dem gemeinsamen Genre geschuldet als einer geplanten Ähnlichkeit. Während die meisten Games heutzutage eher mit einen Online-Koop Multiplayer um die Ecke biegen, setzen die Entwickler bei Darksiders Genesis auf einen netten Couch-Koop.  Stylische Monsterjagd mit einem Freund vom Sofa aus, dies ist die Spielerfahrung, welche die Schöpfer von Darksiders Genesis primär im Fokus hatten. Doch keine Sorge! Ihr müsst nicht ewig darauf warten bis ihr wieder gemeinsam spielen könnt. Das Spiel bietet euch nämlich die Möglichkeit alleine zu starten oder aber beim letzten Speicherpunkt weiter zu spielen und euer Player 2 kann jederzeit mit einsteigen.

Ghost Recon Breakpoint

Weiter ging es bei Ubisoft mit dem neuesten Teil der Ghost Recon Reihe, nämlich Ghost Recon Breakpoint. Dieses Mal widmeten wir uns dem Multiplayer, in dem ihr im 4 vs. 4 Modus gegeneinander antretet. Zur Verfügung stehen euch zwei Spielmodi, vier Spielerklassen und sechs Maps. Gleich vorweg an alle die den Technical-Test gespielt haben: Es wurde hart an der Beseitigung aller Bugs gearbeitet und das bleibt nicht unbemerkt, denn Ghost Recon Breakpoint spielt sich im Vergleich viel besser. Wir konnten auch den Team-Elimination Modus im Best of Three anspielen. Zu Beginn fühlt es sich etwas wie Rainbow Six: Siege an, dies ist aber nur der Tatsache geschuldet, dass es dieses Mal weitaus taktischer zugeht, als man es bisher von Ghost Recon gewohnt war. Ein besonders spannendes Thema war die Option alles in der Nacht spielen zu können. Das kennt man zwar schon von anderen Titeln, verleiht dem Multiplayer in Ghost Recon Breakpoint jedoch nochmal etwas mehr taktische Tiefe.

Die Siedler

Mein persönliches Highlight war das 2018 angekündigte Siedler. Die Freude war vergangenes Jahr groß als man nach Anno 1800, nun auch einen Neustart der Siedler Reihe angekündigt hatte. Die Erwartungen sind natürlich, wie immer bei solch ikonischen Spielen, hoch. Ich weiß, eigentlich sollte man sich ja nie zu viel erwarten, schließlich kann man dann nur enttäuscht werden, doch hofft man nach dem wunderbaren Anno Release auf etwas Perfektes. Allein schon, dass man Volker Wertig, dem Vater der Siedler, ins Boot geholt hat, zeugt schon davon, dass Ubisoft die Sache am Herzen liegt. Davon konnte man sich auch in einer ersten Alpha Version auf der gamescom 2019 überzeugen. Hier drin steckt so viel Liebe zum Detail, dass man sich als Siedler-Fan sofort wie Zuhause fühlt – fast so als wäre man nie weg gewesen. Aber eigentlich wollen wir ja keine Reboots, und schon gar nicht solche die quasi gleich mit dem Urspiel sind. Doch auch das – soviel vorweg – ist das neue Siedler nicht. Es ist neuer und frischer, ohne dass es dabei auf seine Wurzeln vergisst und sowohl alte Fans als auch neue Genrefreunde anziehen wird.

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