gamescom 2019: Alex´Highlights von Tag 3

gamescom 2019: Alex´Highlights von Tag 3

Unser letzter Tag auf der gamescom 2019: Bevor wir die Zelte abbrechen und das Feld ganz den tausenden Spielern und Spielerinnen am Show Floor überlassen, wartet auf uns noch ein harter Tag vollgepackt mit Presseterminen. Für mich stand im Fokus des letzten Tages die Frage, was uns die Zukunft bringen könnte und welche Perlen es abseits der Triple-A Titel der großen Publisher gibt, die man nicht übersehen sollte.

Die Zukunft der Xbox

Den Anfang machte Microsoft, welche ihre Anstrengungen für die Zukunft unter das Motto stellen: Zugriff eines jedem Menschen zum gewünschten Spiel, zu jeder Zeit und jedem Ort. Wer jetzt sofort an Game Streaming denkt, der liegt jetzt nicht ganz falsch, hat aber nur den Bruchteil einer Vorstellung wie Microsoft plant, die Xbox von einer reinen Konsolen hin zu einer immer und überall erreichbaren Plattform zu verwandeln. Microsoft, will diese Philosophie auf drei Säulen aufbauen. Zum einen setzt man auf entsprechende Hardware, diese betrifft aber nicht nur rein die Konsole, wo uns in Form der Scarlett die nächste Generation bevorsteht, sondern viel mehr ein ganzes „Ökosystem“ an Hardware, welches mit einer Vielzahl an Geräten, wie Tablets oder Smartphones, kompatibel ist. Die zweite Säule soll der Xbox Game Pass werden, dieser ist ja vor kurzem erschienen, auch in einer Beta-Version für den PC. Eine stetige Erweiterung des Angebots ist geplant. Die dritte Säule ist dem Game-Streaming gewidmet. Doch nicht bloß Cloud-Streaming, unter Project X soll auch das Streamen von der eigenen Konsole weg möglich sein.

Steel Circus

Oft verbinden wir Spiele mit Entwicklern aus fernem Ländern, doch auch die heimische Entwickler-Szene kann mit viel spannendem aufwarten. Steel Circus ist eine interessante Kombination aus actionreichem Handball, kompetitiven Multiplayer und einem Schuss Rollenspiel. Ihr spielt 3 vs. 3 und habt eigentlich nur ein Ziel: Den Ball ins gegnerische Tor zu befördern! Dabei ist es ganz egal ob er in dieses geworfen oder getragen wird. Euer Gegner wird sein möglichstes tun, um dies zu verhindern und Regeln sind in Steel Circus quasi nicht existent. Erschwerend hinzu kommt, dass ihr euch für einen Charakter entscheidet, den ihr steuert. Jeder dieser Charaktere hat seine eigenen Spezial-Fähigkeiten, die ihr für euren Sieg nutzen könnt. Die Bandbreite reicht von Schutzschilden, über Blockaden bis hin zu Untergrundangriffen, gegen die man den Ball erst behaupten muss. Die guten Nachrichten vorweg: Das Spiel ist Free2Play, ohne Lootboxen oder andere Microtransactions! Es gibt zwar die Möglichkeit alle aktuellen Charaktere gegen einen Beitrag von Beginn an freizuschalten, dies ist aber kein Muss. Es gibt auch keine Pay2Win Option, sprich: Selbst wenn ihr das Starterpack kauft, habt ihr keinen Vorteil gegenüber anderen Spielern. Wer jetzt Lust bekommen hat, das Spiel ist aktuell schon im Early Access auf Steam verfügbar und wie uns die Entwickler verraten haben, ist ihnen das Feedback der Community extrem wichtig, also nichts wie los und ab in den Steel Circus!

Solasta Crown of the Magister

Ein RPG auf Basis eines Pen and Paper Regelwerks, ist jetzt zwar nicht ganz neu, und eher für eingefleischte Nerds gedacht, doch die Entwickler von Tactical Adventures versuchen dies nun auf interessante Weise in Solasta Crown of the Magister, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ihr steuert darin eine Gruppe von vier Charakteren durch die Welt von Solasta. Welche Klassen und Rassen eure Gruppe beinhaltet, werdet ihr in der finalen Version, gleich zu Beginn festlegen. In einer isometrischen Ansicht steuert ihr die gesamte Gruppe oder deren einzelnen Mitglieder durch die Spielwelt. Das Erste was einem gleich auffällt ist die Tatsache, dass die Welt trotz der isometrischen Perspektive nicht flach ist. Die Welt hat viele Ebenen und zwischen denen muss sich auch bewegt werden. Nicht nur dies wirkt frisch in dem Genre. Auch wie ihr eure Dialoge beschreitet, ist auf eine Art und Weise inszeniert wie ich es bislang so noch nicht gesehen habe. Statt einfach nur aus einzelnen Dialogzeilen auszuwählen, wählt ihr wer es von eurer Gruppe sagt, das führt dazu, dass ihr bestimmt in welcher Art und Weise der Dialog an den Gesprächspartner übermittelt wird. So wird die einfache Frage nach Nahrung, von der Priesterin als höfliche Bitte dargebracht, während der Dieb es als forsche Forderung entgegen schleudert. Aber wo bleibt bei all dem RPG eigentlich das Pen & Paper Regelwerk? Hier ist es: alle Aktionen, die ihr ausführt, werden anhand des Regelwerks ausgewürfelt, und in einem Fenster oben rechts am Bildschirm angezeigt. Wem das zu nervig ist kann dies auch ausblenden. Es ist aber immer besser zu wissen, warum jetzt eine Aktion fehlschlägt, als einfach nur zu erkennen, dass sie fehlgeschlagen ist.

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