Microsoft entlässt Mitarbeiter in Vancouver
Microsoft hat heute bekannt gegeben, dass ihr Entwicklerstudio in Vancouver, Kanada, sich von einigen Mitarbeitern trennen wird. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Spiele Microsoft Flight (das erst Anfang des Jahres als free2play-Titel veröffentlicht wurde und seitdem unter schwachen Userzahlen litt) und Project Columbia (ein Kinect-Core-Shooter, über den noch so gut wie nichts bekannt war und wohl nun auch nicht mehr erscheinen wird) eingestellt wurden und somit viele Positionen im Team überflüssig geworden wären. Auf Marketingsprache klingt das dann so:
"Microsoft Studios hat beschlossen, dass die Entwicklung und Arbeiten an Microsoft Flight und Project Columbia eingestellt werden. Daraus resultiert, dass einige der Stellen im Entwicklerteam eliminiert werden müssen. Die Personalabteilung von Microsoft arbeitet jedoch mit den betroffenen Personen daran, eine neue Stelle im Unternehmen für sie zu finden."
Laut Microsoft-Berichten ist aber nur ein kleiner Teil des Teams davon betroffen - im Gegensatz zu ersten News-Berichten, in denen von einer kompletten Schließung des Studios geschrieben wurde.
Diese Entlassungswelle ist nur ein weiterer Eintrag ins traurige Buch der Entwicklerkürzungen in Vancouver. Wie berichtet, haben ja bereits Capcom Vancouver, Radical Entertainment und Rockstar Vancouver ihre Pforten geschlossen. In manchen Fällen dürften zu den offiziellen Gründen auch noch Kostengründe hinzukommen: Rockstar hat zum Beispiel einen Teil des Teams von Vancouver nach Toronto verlagert, da dort die Steuerlast um beinahe 20 % geringer ist.

