Microsoft sagt gamescom ab
Nach Nintendo, SEGA und THQ sagt ein weiterer Bigplayer der Industrie seinen gamescom-Auftritt ab. Laut Oliver Kaltner, General Manager Consumer Channel Group bei Microsoft Deutschland, wird Microsoft dieses Jahr nicht an der gamescom in Köln teilnehmen.
"Microsoft hat sich dazu entschlossen, in diesem Jahr weder die gamescom in Köln noch die Tokyo Games Show in Japan für die Präsentation des Xbox 360 Line-Ups zu nutzen und somit auch nicht als Aussteller auf den beiden Messen präsent zu sein."
Ein Zusammenhang mit der Absage von den anderen Ausstellern wie Nintendo, sei nicht gegeben. Microsoft möchte vor allem eigene Veranstaltungen nutzen, um ihre Produkte den Endverbrauchern vorzustellen. Diesbezüglich spricht der Konzernriese von "kleineren, lokalen Veranstaltungen".
Der Veranstalter der gamescom, die Koelnmesse, zeigt sich in seiner Stellungnahme ziemlich unbeeindruckt:
"Rund zwei Monate vor Veranstaltungsbeginn liegt die gamescom weiter auf Kurs und zeigt trotz schwieriger Marktsituation Stabilität und Wachstum. Die Spielebranche befindet sich offensichtlich in einem Übergangsjahr vor dem anstehenden Generationenwechsel bei den Konsolen. Deshalb entscheiden sich einzelne Unternehmen in diesem Jahr zu individuellen Marketingmaßnahmen. Hinzu kommen die von anderen Unternehmen öffentlich bekannten Umsatzergebnisse sowie Firmen mit Neuheiten, die erst nach dem Weihnachtsgeschäft 2012 in den Handel kommen. Dies wirkt sich entsprechend auf die Messebeteiligungen der vereinzelten Unternehmen sowohl in Köln als auch an anderen Gamesstandorten wie Los Angeles oder Tokyo aus. Im weltweiten Vergleich ist die gamescom nach wie vor die weltweit größte und mit ihrem Konzept einzigartige Veranstaltung."
Erst kürzlich hat die Koelnmesse weitere Aussteller, wie Sony, Capcom, Crytek, Namco Bandai und Perfect World bekannt gegeben. Unter den zahlreichen bereits bestätigten AUsstellern finden sich unter anderem auch EA, Deep Silver, Ubisoft, Take-Two Interactive, Konami, Razor, Roccat und Bethesda Softworks. Ob das im Hinblick auf das Fortbestehen der gamescom in Köln ausreichen wird, bleibt abzuwarten.

