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 Kixeye   Rassismus 

[UPDATE] Rassismus-Vorwürfe gegenüber Kixeye

Kategorie: Industrie, Sonstiges
Donnerstag, 04. Oktober 2012 um 09:38 von as

Ein Ex-Mitarbeiter des Online-Spiele-Entwicklers Kixeye hat sich nun in einem Blogeintrag gegen seinen früheren Arbeitgeber gewandt und ausgeplaudert, welche Erfahrungen er dort aufgrund seiner Hautfarbe gemacht hat. Der Blogpost unter dem Namen Qu33riousity ist mittlerweile wieder aus dem Internet entfernt worden, die Kollegen von Kotaku haben aber nach wie vor einige Textauszüge davon. Diese lesen sich zum Teil sehr schlimm:

[...] Ich sagte Steve, oder besser gesagt erklärte ihm, dass viele der Dinge, die er und Kollegen im Büro so sagten, sowohl rassistisch, sexistisch, homophob und transpho-

"Woah woah woah, diese Dinge sind nicht rassistisch, das sind Witze!"

o.O

"Das Problem ist, dass du zu sensitiv bist. Du musst diese ganze Empfindlichkeit am Morgen zu Hause lassen, bevor du zur Arbeit aufkreuzt."

0.o

"Wir tolerieren hier nicht mal Leute, die irgendwelche Anschuldigungen von Rassismus vorbringen!"

Ich versuche dagegen zu argumentieren, ihm die Realität dieser Welt zu erklären, dass es  Regeln und Gesetze gibt, die rassistische Diskriminierung aufrechterhalten und es deswegen schwer ist, seine Wahrnehmung zu Hause zu lassen.

"Nein, du bist zu empfindlich, das ist das Problem. Ich sehe ja ein, dass Rassismus in der Welt da draußen manchmal vorkommt, aber nicht in diesem Büro."[...]

"Es ist in Ordnung, dass man Scherze über die Sklaverei macht, denn die ist schon lange vorbei." [...]

"Bist du ein Sklave? Ist irgendwer, den du kennst, ein Sklave? Nein, also sind Witze darüber in Ordnung."

So viel zur Seite des Ex-Mitarbeiters. Seit die Angelegenheit in der Nacht bekannt wurde, hat Kotaku auch schon eine Antwort vom Kixeye-CEO Will Harbin erhalten. Dieser will natürlich von solchen Vorwürfen nichts hören:

Vor fünf Stunden musste ich erfahren, dass ein früherer Kurzzeit-Mitarbeiter einen Blog-Post veröffentlicht hat, in dem er diskriminierendes Verhalten bei KIXEYE anprangert. WIR NEHMEN DAS SEHR ERNST. Nach einer Untersuchung haben wir tiefgreifende Korrekturmaßnahmen ergriffen und werden das auch weiterhin tun - wenn notwendig. Die im Blog-Post beschriebenen Verhaltensweisen repräsentieren nicht die kulturellen Standards bei KIXEYE und werden NICHT toleriert."

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo zwischen den Fronten, wird aber höchstwahrscheinlich ans Tageslicht kommen: Der frühere Mitarbeiter Qu33eriousity möchte nun  Anklage gegen seinen Ex-Arbeitgeber erheben.

 

Update: Die Vorwürfe dürften wahr gewesen sein, denn Kixeye hat mit Entlassungen und einer langen Stellungnahme reagiert. Insgesamt vier Mitarbeitern wurde gekündigt, nachdem sie Unternehmensstandards verletzt haben, so Will Harbin. Darunter war der Manager des Teams, in dem Qu33riousity gearbeitet hat sowie vier weitere Angestellte.

Weiters sagt Harbin, dass "ein paar verdorbene Äpfel die Standards, die sich der Rest der Firma zum Ziel gesetzt hat, nicht eingehalten haben" und dass er "weitere Schritte ergreife, um dem Rest des Teams Sensibilisierungstrainings anzubieten, um das schlechte Beispiel ihres vormaligen Managers wettzumachen".

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