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UPDATE: Steam: Verbindliche Altersverifizierung geplant, verstärktes Vorgehen gegen Importversionen

PC
Kategorie: PC
Mittwoch, 08. August 2012 um 12:39 von df

Wie Gabe Newell mehrfach betont hat, wünscht er sich in ferner Zukunft eine Steam-Plattform, auf der jeder User alles tauschen und handeln kann, was sich in seiner Spielebibliothek und seinem Inventory befindet. Doch wie erste Schritte in Richtung einer solchen kompletten Marktfreiheit zeigen, bringen Features wie Steam Trade und die Möglichkeit Spiele zu verschenken nicht nur Positives mit sich.

Schnell hat es sich eingebürgert, dass sich vor allem deutsche Spieler Titel, die hierzulande nur zensiert oder gar nicht zu bekommen sind, aus dem Ausland "schenken" lassen und den jeweiligen Usern dann ihre Kosten zurückerstatten. Dies wirft nicht nur das Problem auf, dass so Indizierungen umgangen werden. Durch unterschiedliche Währungen und lokale Preisunterschiede sind viele Spiele vor allem im Steam Shop osteuropäischer Länder deutlich billiger zu haben. Dadurch ist inzwischen ein reger Privathandel vor allem mit russischen Titeln aufgekommen, die nach der Freischaltung über einen russischen Proxyx auch hierzulande meist hervorragend funktionieren. Zumindest bis jetzt.

Dem will Valve jetzt allerdings einen Riegel vorschieben. Laut den Steam-Betreibern will man zukünftig verschärft gegen den Tausch von unzensierten oder billigeren Importversionen vorgehen und droht Wiederholungstätern sogar mit einer Einkaufs- oder gar Acocunt-Sperre. Wie genau dieser Verwarnungs/Straf-Prozess ablaufen soll, hat Valve bislang nicht bekannt gegeben.

Auf längere Sicht will Valve es einem Interview mit Gabe Newell zufolge vor allem deutschen und australischen Spielern allerdings leichter machen zumindest an ungeschnittene Titel zu kommen. Zumindest werden derzeit Überlegungen angestellt, eine bindende Altersverifikation einzuführen. Dadurch könnten volljährige Spieler auch in Ländern mit strengen Rating-Behörden den Zugriff auf Titel erlangen, der ihnen gesetzlich zusteht. Wie das System genau funktionieren soll und wann es so weit sein wird, steht allerdings wohl noch in den Sternen.

UPDATE:


Inzwischen macht ein angeblicher Screenshot einer Mahnung von Valve an einen deutschen Steam-Nutzer die Runde, dem sein Account zumindest teilweise gesperrt worden war. Der Steam Support weißt ihn in der Konversation darauf hin, dass die Deaktivierung aufgrund von internationalen Käufen vorgenommen wurde.

Auslöser für eine solche Aktivierung dürften also nur Käufe über ausländische Accounts sein, bei denen man sich entweder eine Preisdifferenz oder ein lockereres Rating-System zu Nutze macht.

Während die Umgehung von Indizierungen oder speziell für den Vertrieb in einem bestimmten Land angefertigten Cut-Versionen Valve nicht zuletzt vor ein Legalitätsproblem stellt, das sich wohl nur durch die lange geforderte Altersverifikation lösen lässt, scheint das Verbot internationalen Handelns und Tauschens wohl vielmehr wirtschaftliche Gründe zu haben. Mit welcher Argumentation Steam seinen Usern genau die Ausnutzung internationaler Preisgefälle untersagen will ist bislang nicht bekannt. Und immerhin profitiert Valve selbst von Wertschwankungen zwischen verschiedenen Währungen nicht zuletzt durch die Eins-zu-Eins-Umsetzung von Dollar- auf Euro-Preise.

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